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Schelmish: Im Turock, Essen, 30.10.2010

Eine der Bands, die ich in diesem Jahr am häufigsten live gesehen habe, sind die Mittelalter-Rocker von Schelmish. Leider waren die Auftritte ausschließlich Mittelalter-Shows auf diversen Mittelalterlichen Phantasie Spectaculi, die natürlich wunderschön waren, dennoch sind Rock-Autritte demzufolge immer etwas besonderes. Dass sich diese Gelegenheit dann im Oktober ergeben würde, stand bereits seit Monaten fest und mindestens ebenso lange dauerte auch meine Freude an. Ganz nebenbei hatte ich auch meine Mutter mit dem Schelmish-Virus infiziert und dafür gesorgt, dass auch sie sich dieses Konzert nicht entgehen lassen wollte. Relativ kurzfristig ergab sich dann zusätzlich die Möglichkeit mit Schelmish auch ein Interview zu führen. Einerseits zu meiner großen Freude, andererseits aber auch dafür sorgend, dass ich die zwei Nächte vor dem Konzert nicht sonderlich viel Schlaf bekommen habe vor Aufregung. Schließlich sollte dies mein erstes Face-to-Face Interview werden.

So fand ich mich dann auch pünktlich und mit Kribbeln im Bauch vor dem Essener Turock ein und da zu dieser Zeit der Club noch geschlossen war, verschaffte ich mir durch lautes Poltern an der Metalltür erst Aufmerksamkeit und schließlich auch Einlaß. Der freundliche Security teilte mir mit, dass die Band gerade beim Soundcheck sei und schickte mich einfach Richtung Bühne. Ich näherte mich also selbiger und erkannte ... kein einziges Schelmish-Mitglied. Ein überaus freundlicher junger Mann, den ich innerlich als Roadie oder Tontechniker einstufte, nahm sich dann meinem Problem an und versuchte Dextro zu erreichen, der mit dem Rest der Band noch beim Essen verweilte. Als dieser nicht auf den Anruf reagierte, verschwand mein nettes Helferlein und begab sich persönlich auf die Suche. Kurz später erschien dann Picus von Corvin und das Interview nahm im Lounge- Bereich seinen Lauf. Mehr dazu findet ihr in Kürze hier, wenn ich den gesamten aufgezeichneten Wortlaut für euch niedergeschrieben habe. Was man in jedem Fall schon vorab verraten kann: Nachdem sich meine Aufregung gelegt hatte, konnte ich das Interview sehr geniessen und Picus und Desdemonia erwiesen sich als überaus angenehme erste Gesprächspartner.


Schelmish

Im Anschluß an das Interview begaben wir uns dann wieder nach unten in den Club, wo inzwischen der Einlass begonnen hatte und sich die Fans vor der Bühne versammelten. Nach einer kurzen Wartezeit sollte dann auch mit der angekündigten Vorband Remember Twilight das Konzert anfangen. Ich hatte mir vorher kurz einen musikalischen Eindruck der Band auf ihrem MySpace verschafft - was ich nicht getan hatte, war mir die Band mal bildlich anzuschauen. Sonst wäre mir nämlich nicht entgangen, dass der freundliche junge Mann, der mir Picus herbeigeschafft hat, Sänger Timo besagter Vorband war. An dieser Stelle also noch einmal vielen Dank für die selbstlose Hilfe. :)
Remember Twilight beschreiben ihre Musik als Kammermusik-Core und außer einem sicher schon hundertmal getätigten Vergleich mit Coppelius würde ich mich auch schwer tun Remember Twilight zu beschreiben. Was man in jedem Fall sagen kann - sie rocken! Eine tolle Bühnenshow mit Drums, E-Gitarren, 2 Violinen, einer Oboe und Bass und in erster Linie toller Musik begeisterten die anwesenden Fans. Mit Stücken aus ihren beiden Alben Zerrissen und Musik über Niedergang & Verderben boten sie einen klangvollen Beginn für dieses Konzert-Erlebnis. Besonders in den Ohren geblieben sind mir dabei die tolle Version des Dreigroschenoper-Klassikers Mackie Messer und das Ärzte-Cover Vampir. In jedem Fall haben sich Remember Twilight einen Platz auf meiner musikalischen Landkarte ergattert und werden hoffentlich noch häufiger live meine Wege kreuzen. Da es sich bei dem Konzert im Turock um den letzten Abend der Die hässlichen Kinder-Tour handelte, kamen anschließend Schelmish auf die Bühne um sich persönlich bei ihrer Vorband zu bedanken. Während die beiden Remember Twilight-Violinistinnen Anna und Anne jeweils einen Blumenstrauß bekamen, wurde der ganzen Band eine Miniatur-Tourbus mit Band-Logo überreicht und sich herzlich umarmt und bedankt.

Anschließend war es dann auch Zeit für den Hauptact selbst und so legten Schelmish auch mit voller Power los. Nach dem Titeltrack ihres aktuellen Albums Die hässlichen Kinder folgte mit Pank!, Freigang, Der letzte Kuss, Überladen und Der Narr ein richtig krachender Einstieg mit Songs aus allen drei Rock-Alben der Schelme. Selbstverständlich kam auch dieser Abend nicht ohne die allseits beliebten Anekdötchen und Witze von Dextro und Co. aus und so sorgten die zum Besten gegebenen Geschichten für reichlich Gelächter beim Publikum.


Schelmish

Anschließend schob man trotz Rock-Show einen mittelalterlichen Part ins Konzert ein und die Fans feierten und tanzten begeistert zu For The Clansmen - ein Song, den Schelmish der befreundeten Band Saor Patrol gewidmet haben - Aequinoctium und dem unverzichtbaren Chaos. Ganz nebenbei wurde dann auch noch der Tontechniker der Band Oliver von Klösterlein auf die Bühne geholt, um seine neue Haarpracht ins rechte Licht zu rücken. Selbiger hatte nämlich, wie Dextro berichtete (genaue Details auch in den Schelmish-Tourberichten hier und hier), beim Konzert in Hannover für ein etwas unerfreuliches Ende des Konzertes gesorgt und fand am darauffolgenden Tag seine gerechte Strafe in "Rudis Lockenpuff". Demzufolge stimmte das Essener Publikum in ein lautstarkes und ob dieser grandiosen Lockenpracht wohlverdientes "Du hast die Haare schön!" ein.


Rudis Lockenpuff macht's möglich!

Weiter ging es danach mit Songs der beiden älteren Rock-Alben. Mente Capti, Die Marionette und Blitz wurden vom Publikum ebenso textsicher mitgesungen, wie die anschließend von der aktuellen Platte stammenden Stücke Mosaik und 1212. Wie im Fluge war das Konzert vorbeigezogen und so sollte Sommer bereits das letzte Stück sein, dass Schelmish an diesem Abend zum Besten gaben. Doch das Publikum war unersättlich und so gelang es trotz wenig Zeit (im Turock war nach dem Konzert noch normaler Club-Betrieb angesagt) noch drei Zugaben zu erklatschen. Dabei kam endlich auch Das Moor zum Zug, das vorher bereits mehrfach sehr laut von den Fans gefordert wurde. Nun kündigte Dextro mit breitem Grinsen "einen Song von der Metal Hammer ..." an und so wussten die eingefleischten Fans natürlich, dass das grandiose Boulevard angestimmt werden konnte. Ein letztes Mal wurde sich nun bei der Crew und den Fans bedankt und sich verabschiedet, ehe man mit Wir werden sehen das tatsächlich letzte Stück spielte und ein fantastisches Konzert beendete.

Bildergalerie - Schelmish im Turock

Schelmish Website
Remember Twilight Website

16.11.2010 by Brummelhexe

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