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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Big Boy

Lange ist es her, daß Mütter und Väter wirklich Angst haben mussten, ihre Töchter alleine zu Konzerten zu lassen. Die Beatles, Elvis, Kurt Cobain, sie alle sind zu tot oder zu alt, um noch ernsthaft eine Gefahr für junge Mädchenherzen darzustellen. Okay, da gibt es noch diesen Bill und diesen Tom aus Tokio, aber seien wir mal ehrlich: Diese beiden Zwillings-Mädels hätten wir doch alle liebend gerne als Haustiere, oder?
Seit jedoch ein junger Mann mit dem passenden Namen "Big Boy" in der Szene für Furore sorgt, geht wieder die Angst um. Keuschheitsgürtel sind wieder ein Verkaufsschlager, Hausarrest ein vom Familienministerium verordnetes Rezept.
Unsere frischgebackene neue Redakteurin Steffi aka FirstLady hat sich dennoch todesmutig ins Gefecht gestürtzt, und dem "Big Boy" eine Email zukommen lassen...

Steffi:
Hail The Big Boy ist ein großartiger Ohrwurm. Wie entstehen deine Songs? Klassisch auf der Toilette?
Big Boy:
Nein, da kommt nur Scheisse raus. Ich sing den Song aber manchmal auf der Toilette- das ist ein schönes Bild.

Steffi:
Dein erstes Album ist ja nun raus. Wie hast du den Tag der VÖ verbracht?
Big Boy:
Ich habe meine Mutter besucht, die sich fragt, was sie falsch gemacht hat. Wir haben uns darauf geeinigt, dass sie- falls man sie auf das Album hin anspricht- behauptet, ich sei ein entfernter Verwandter ihres Mannes.


"Ich finde es unglaublich, dass es tatsächlich Leute gibt, die allen Ernstes hauptberuflich andere Menschen kritisieren."

Steffi:
In verschiedenen Reviews wirst du immer wieder mit Marylin Manson verglichen. Was hältst du davon?
Big Boy:
Es nervt mich langsam. Ich will ja nicht abstreiten, dass es gewisse Ähnlichkeiten gibt... aber es gibt auch Unterschiede- ich steh beispielsweise auf etwas ältere Frauen.

Steffi:
Anscheinend hasst oder liebt man deine Musik. Dazwischen scheint es nichts zu geben. Warum glaubst du, ist das so?
Big Boy:
Es gibt auch Einige, denen die Musik egal ist aber denen blüht Schreckliches. Jesus hat gesagt "Seid heiss oder kalt- seid ihr lauwarm, spucke ich Euch aus".

Steffi:
Wie gehst du mit Kritik um und welches Kompliment schmeichelt dir am meisten?
Big Boy:
Ich muss zugeben, dass Kritik mich immer sehr stark trifft. Was zur Hölle ist überhaupt ein Kritiker? Ist das ein Beruf? Ich finde es unglaublich, dass es tatsächlich Leute gibt, die allen Ernstes hauptberuflich andere Menschen kritisieren. Mit welchem Recht tun sie das eigentlich und vergeben ihre komischen Punkte- und warum kritisieren sie ausgerechnet Künstler. Warum nicht U- Bahnfahrer oder Müllmänner?

Am meisten schmeichelt mir, wenn unsere Freunde und Fans uns hinterher reisen und einen Haufen Geld und Zeit investieren, nur um uns spielen zu sehen. Ich finde das sehr rührend.

Steffi:
Anstelle von Kafka habt ihr nun Backslick an der Gitarre. Wie kam es dazu und was hat "der Neue", was der Alte nicht hatte?
Big Boy:
Das hab ich mich heute auch gefragt und ihn schon wieder gefeuert. Der Lord von den Pleasures wird jetzt vorerst bei mir spielen.

Steffi:
Auf den ersten Blick siehst du aus wie ein prolliger, selbstverliebter Dandy. Ist das deine Absicht?
Big Boy:
Danke. Du bist sehr charmant

Steffi:
Deine pompösen Songs und das schrille Outfit, z.B. der Matrosenanzug oder die bunten Glitzerschals, erinnern mich sehr an Turbonegro. Hat diese Band dich beeinflusst?
Big Boy:
Ja, Turbonegro ist für mich die einzige existierende Band die alle Antworten hat. Was die dazugehörigen Fragen sind, weiss ich allerdings auch nicht so genau.

Steffi:
Neulich hab ich deinen Auftritt im Pulp vor leider viel zu wenig Publikum gesehen. Wie gehst du damit um?
Big Boy:
Ich denke, dass es das Schwerste überhaupt ist, vor vereinzelt rumstehenden Leuten eine gute Show zu bieten- und bilde mir nicht ein, das besonders gut zu beherrschen. Obwohl gerade die Leute eine gute Show verdient hätten. Die, die zu Hause geblieben sind müssten bestraft werden.... aber Du weisst ja, was mit denen geschehen wird.

Steffi:
Was hast du damals so wild dem Publikum entgegengebrüllt? Leider – oder zum Glück?!- konnte man dich nicht verstehen.
Big Boy:
Wahrscheinlich habe ich gesagt- ich bin Big Boy, es ist schön, hier zu sein, kommt doch ein bisschen weiter nach vorne.

Steffi:
Die Kellnerin hat dort die Wasserflasche abbekommen, die du durch die Gegend getreten hast. Das sah schon schwer nach Frustration aus, oder täusche ich mich da?
Big Boy:
Das war natürlich abgesprochen- die Kellnerin sollte die Flasche fangen, einen Schluck trinken und wieder zurück kicken. Sie ist allerdings davon ausgegangen, dass die Vodka Flasche geflogen kommt. Nach Wasser war ihr nicht.

Steffi:
Frauen oder Musik.....was befriedigt dich mehr?
Big Boy:
Von Befriedigung kann bei beidem keine Rede sein. Frauen und Musik sind ein ständiges Ärgernis für mich- das Schlimme ist nur, dass beides so verdammt gut sein kann, dass man alle Probleme auf sich nimmt.

Steffi:
In einem anderen Interview sagst du, dass du lieber ein Rapper wärst. Was reizt dich an dickärschigen Frauen, Champus und Goldzähnen?
Big Boy:
An dickärschigen Frauen reizt mich der dicke Arsch, am Champagner der Alkohol und Goldzähne funkeln so schön in der Dunkelheit.

Steffi:
Anscheinend verbindet dich eine besondere Freundschaft mit den Dudelzwergen. Was hat es damit auf sich?
Big Boy:
Ja, ich finde die Dudelzwerge grossartig. Ich mag diese ganzen Image Bands wie Lordi etc., die ja Styling- mässig in die gleiche Richtung gehen. Mich fasziniert die Verwandlung. Die Dudelzwerge beispielsweise hören privat nur R'n'B und stehen auf teure Designer.

Steffi:
Deine Message an die Welt lautet des öfteren "Shave your bushes".....gibt's da eine tiefgehende Abneigung gegen Körperbehaarung?
Big Boy:
Ja, ich hatte mal eine Affäre mit einer indischen Künstlerin. Ich darf ihren Namen nicht erwähnen- aber nennen wir sie mal Karen David. Seitdem ist das so. Steffi:
Welches Lied würdest du auf deiner Beerdigung hören wollen und warum?
Big Boy:
Diese Frage macht keinen Sinn, da ich es ja nicht mehr hören werde. Ich würde die Trauer und den Schmerz der Anwesenden aber noch verstärken wollen- deshalb irgend etwas von den Dudelzwergen.

Steffi:
Wenn du einen einzigen Tag lang Gott sein könntest, dann würdest du was tun?
Big Boy:
Ich würde die Körperbehaarung abschaffen und den Dudelzwergen einen Plattendeal geben.

Art des Interviews: Email
13.07.2007 by FirstLady
Big Boy in unserer Band- und Künstlerdatenbank

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