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FAUN: Pagan

Faun blicken auf eine bewegte Geschichte zurück, die unter anderem mit diversen Besechsungswechseln und einem zwischenzeitlichen Ausflug in Majorlabel-Gefilde aufwarten kann. Weite Teile dieser Laufbahn durfte ich redaktionell begleiten und habe mich jederzeit über neuen "Stoff" der Pagan Folker gefreut - egal, ob die Sachen nun etwas "poppiger" waren, oder man sich auf die sehr mystisch ausgeprägten Wurzeln besonnen hat. Nicht jede/r Fan ist da gleichermaßen mitgegangen, aber so geht es natürlich allen großen Künstlern, die nicht im Sztillstand verharren.

Nun aber haben Faun sich von jeglichen anderen Labels unabhängig gemacht und ihr eigenes gegründet - sinnigerweise heißt dieses Pagan Folk Records. Unabhängigkeit bedeutet in manchen Bereichen mehr Arbeit, in anderen mehr Freiheit, und in jedem Fall weniger Einfluss von außen, von Menschen die mitverdienen wollen. Was jetzt nicht heißen soll, dass große Label obsolet sind und ausschließlich aus geldgierigen Säcken bestehen - mit diesem Mythos sollte man beizeiten und an anderer Stelle mal aufräumen. Ich bin mir auch sicher, dass Faun von jener Zeit unter dem Dach der wohl größten Plattenfirma der Welt wohl einiges an Erfahrung mitnehmen. Positiv wie negativ. Aber jetzt ticken ihre Uhren halt wieder anders.

Und als unabhängige Freigeister, welche die Faune seit jeher sind, haben sie nun ein neues Album veröffentlicht, welches - es könnte passender nicht sein - den Titel Pagan trägt. 15 wundervolle Lieder erwarten die geneigte Hörerin, allesamt mit der ureigenen, musikalischen Handschrift der Band versehen. Manches - wie Neun Welten und Zeit der Raben trägt dabei Spuren der jüngeren Vergangenheit, z.B. der Märchen & Mythen, in sich. An anderen Stellen, wie beim unglaublich mitreißenden Baldur, kommt wieder die Affinität zu ausgefalleneren Sprachen - in diesem Fall altnorwegisch - hervor, welche Faun insbesondere in den Anfangsjahren sehr geprägt hat. Mit Halloween ist ein radiotaugliches Stück auf Paganenthalten, das auch den "Mainstream-Fans" (nicht negativ gemeint!) als Hit dienen dürfte, und mit tollen Kooperationen (Wardruna und Eluveitie) werden die jeweiligen Lieder nochmal um spannende Aspekte verfeinert - insbesondere der metallische Einschlag bei Gwyion gefällt mir ausgesprochen gut. Und wenn mit dem hinreißenden In Extremo-Cover Liam die musikalische Reise endet, weiß ich nicht nur einmal mehr, warum ich diese Band liebe, sondern starte selbstredend den Reigen von neuem.

Ich gehöre tatsächlich zu jenen, die jedes bisherige Faun-Album mögen, und ich komme auch gut mit den Klängen der letzten Jahre klar, die manchen Fan der ersten Stunde irritiert oder gar verschreckt haben. Dennoch bin ich dankbar ob der wiedergewonnenen Unabhängigkeit von Oliver Satyr und seinen MitstreiterInnen. Pagan ist nämlich ein unglaublich freies, ja auch ein wenig befreit wirkendes Werk, welches sich wieder auf die vielbeschworenen Wurzeln besinnt, ohne die jüngeren Triebe und Verzweigungen im Sound der Gruppe zu verleugnen. Damit sollten Faun einmal mehr zahllose Herzen erobern!

Trackliste
01. Galdra (feat. Lindy-Fay Hella of Wardruna)
02. Halloween
03. Gwydion (feat. Eluveitie)
04. Wainamoinen
05. Tamlin
06. Neun Welten
07. Lord Randal
08. Innisfree
09. Ran
10. Baldur
11. Caer
12. Willow Tree
13. Zeit der Raben
14. Anagin
15. Liam

Veröffentlichung: 22.04.2022
Stil: Pagan Folk
Label: Pagan Folk Records
Website: faune.de
Facebook: facebook.com/FaunOfficial

Faun: Pagan
PPVMEDIEN

26.04.2022 by Otti
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