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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Corvus Corax

Befasst man sich mit "Moderner" Mittelaltermusik, was ja in sich schon ein nahezu paradoxes Phänomen ist, kommt man an Corvus Corax auf keinen Fall vorbei. Schließlich waren es die Könige der Spielleut, die eben jenes Genre vor genau 20 Jahren neu definiert haben, und damit eine stilrichtung erfanden, die hutzutage das gemeine Verständnis mittelalterlicher Klänge in der Szene (und darüber hinaus) prägt.
Zum Jubiläum haben Corvus Corax uns Fans und sich selbt mit der wunderschönen DVD Live in Berlin beschenkt, was ausschlaggebend dafür war, daß wir Nightshadler nun endlich auch mal unseren langersehnten Wunsch nach einem Gespräch mit den Recken erfüllen wollten.
Was eigentlich ganz einfach klingt, kann aber manchmal etwas schwierig werden. Den ersten Telefontermin hat Castus Rabensang, einer der beiden Gründer der Band, schlicht und einfach verpeilt, dann hat er sich alle Mühe gegeben mich zu erreichen, was sich aber als gar nicht als so leicht herausgestellt hat, und so sind dann zwei Wochen seit dem ursprünglich geplanten Termin vergangen. Um so höher ist es ihm noch anzurechnen, daß er ausgerechnet an seinem Geburtstag erneut hier in der Nightshade-Zentrale angerufen hat, und sich trotz familiärer Termine einem ausführlichen Gespräch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Corvus Corax gestellt hat.

Otti:
So, haben wir es endlich geschafft einen Termin zu finden, damit wir uns vor allem über die neue DVD unterhalten können. Live in Berlin ist ja vor etwa einem Monat erschienen. Wie waren denn bisher die Resonanzen?

Castus:
Also dazu muss man zuerst einmal sagen, dass wir ja ein besonderes Konzept verfolgt haben. Wir haben ja zwei verschiedene DVDs aufgenommen - einmal mit Cantus Buranus, riesengroß in der Olympiahalle - eine Inszenierung von Gert Hof, die erst im nächsten Jahr veröffentlicht wird. Und dann mit Corvus Corax - in der Berliner Passionskirche - im kleinen Rahmen, hautnah, damit man als Zuschauer wirklich das Gefühl hat, als sei man mit auf der Bühne. Es gibt abgesehen von ein paar Aufnahmen der wunderschönen Kirche keine "großen" Aufnahmen, sondern es wird immer das Gefühl vermittelt, als sei man in der Mitte des Geschehens. Natürlich gibt es bei solchen Umsetzungen immer auch Kritik, aber sehr viele haben das genauso auch wahrgenommen, wie es von uns geplant war. Viele Fans waren begeistert über diese Nähe und uns freut es natürlich, wenn solche Planungen dann auch in der Umsetzung funktionieren und ankommen.


"Irgendeinen Wahnsinn braucht jeder und unser Wahnsinn ist Cantus Buranus"

Otti:
Ich kann das so bestätigen - ich war auch sehr angetan, zumal durch die vielen verwendeten Kameras wirklich ein ganz besonderes Gefühl entsteht. Wie kam es zu der Idee so etwas zum 20jährigen Bestehen zu veröffentlichen?

Castus:
Nun, es gibt ja erst eine DVD von Corvus Corax. Auf Gaudia Vite ist ja auch der Film Und lachend zieh'n sie weiter enthalten - damals noch mit Rudolf Moshammer als Prinz Luitpold von Bayern. Das war alles sehr unterhaltsam und viel Information, aber vergleichsweise wenig Musik enthalten und zudem haben die Fans gedrängelt. Also war es an der Zeit und das Jubiläum ein willkommener Anlass. Zudem werden wir ab sofort in der Weihnachtszeit nicht mehr in der Passionskirche spielen, sondern im wunderbaren Kino Babylon und somit bot es sich an, auch das noch einmal festzuhalten. Zudem gibt es auch personelle Veränderungen bei Corvus Corax und wir starten im Grunde noch einmal neu durch - somit ist die DVD auch gewissermaßen ein Abschluss und ein Neubeginn. Nach 20 Jahren haben wir immer noch Freude an dem, was wir tun und die Entwicklung geht somit auch weiter. Die DVD ist also in gewissem Maße ein Meilenstein.

Otti:
Du hast gerade die Umbesetzungen angesprochen - so etwas gab es im Laufe der Jahre ja schon öfter mal. Wie verkraftet man das als Band, die ein so enormes Arbeitspensum zu bewältigen hat?

Castus:
Im Grunde ist es so: solange die Grundfesten - also Wim und ich sind ja die Gründer, die im Grunde auch den Stil kreiert haben, den es vorher so in dieser Art auf der ganzen Welt nicht gab und den inzwischen enorm viele ähnliche Bands weltweit adaptiert haben - und solange nun also diese Grundfesten erhalten bleiben, wird es auch Corvus Corax in seiner ursprünglichen Form geben. Natürlich entwickeln wir uns auch weiter, und es gibt immer auch Bandmitglieder, die uns stilistisch beeinflussen. Andererseits gibt es auch immer wieder Gastmusiker, die die mittelalterlichen Instrumente spielen, aber im Grunde auf den Stil keinerlei Einfluss nehmen und wenn jemand dann nach einer Weile gehen möchte, dann respektieren wir das natürlich. Jordon zum Beispiel studiert Geschichte und möchte sein Studium auch beenden und den Doktor machen, so wie es von Anfang an vereinbart war - und der verlässt uns nun, oder macht zumindest eine längere Pause. Für ihn haben wir bereits einen wunderbaren Ersatz gefunden, einen exzellenten Musiker, was für uns als Corvus Corax natürlich extrem wichtig ist.

Otti:
Ihr habt natürlich ein sehr umfassendes Repertoire, dementsprechend zeitaufwändig sind solche Engagements natürlich und man muss dem als Musiker auch erst einmal gewachsen sein.

Castus:
So ist es. Darum kann man natürlich auch nicht "mal eben so" Ersatz für jemanden finden und es ist in solchen Fällen immer besser, wenn man rechtzeitig Bescheid weiß und langfristig planen kann. Zumal wir uns entschieden haben aufgrund des Bandjubiläums unser aktuelles Programm ein wenig umzustellen und dem Publikum einen Querschnitt unseres Schaffens der letzten 20 Jahre zu bieten. Dabei werden auch Stücke gespielt werden, die die Fans sich immer mal wieder gewünscht haben, die man aber nicht so ohne jede Probe live umsetzen konnte. Unser aktuelles Programm besteht ja vor allem aus Stücken aus Seikilos und "Venus Vina Musica". Natürlich werden Klassiker wie Saltarello und Platerspiel - worauf kein Fan verzichten kann - weiterhin gespielt, aber viele wünschen sich zum Beispiel die Satire zum Palästinalied, Alte Clamat Epicurus und solche Stücke und dem wollen wir natürlich auch entgegenkommen. Zudem sollen auch ein paar neue Instrumente auf die Bühne gebracht werden.

Otti:
Zum Beispiel?

Castus:
Neue Instrumente bedeuten ja auch immer eine Weiterentwicklung. Wir sind bekannt dafür, dass wir auch immer riesengroße Instrumente mit auf die Bühne bringen. Auf der DVD zum Beispiel sieht man, dass wir das Alphorn einsetzen - wobei daran noch etwas gebaut werden muss. Wim ist ja Instrumentenbauer und wird bis zum Dezember noch einiges daran verfeinern. Zudem kommen neue Drehleiern und verschiedene neue Saiteninstrumente zum Einsatz, aber genau diese Einzigartigkeit im Klang definiert uns als Corvus Corax ja auch. Außerdem stellen die verschiedenen Instrumente ja immer auch ein Show-Element dar. Viele wundern sich, wenn ein neues Instrument auftaucht: "Was ist das denn nun schon wieder?" *lacht*

Otti:
Du hast ja auch schon einige Male Cantus Buranus erwähnt, mit dem ihr ja immer noch regelmäßig auftretet. Das Projekt wirkt sehr kostenintensiv - rentiert es sich für euch dennoch oder steht für euch eigentlich der Spaß des Publikums vor der Rentabilität?

Castus:
Im Grunde ist es so, dass wir mit Corvus Corax spielen gehen, damit wir uns Cantus Buranus leisten können. Das war auch von Anfang an so - wir haben eigentlich immer am Wocheneden mit Corvus Corax gespielt, damit wir wochentags Cantus Buranus produzieren konnten. Eigentlich ist das natürlich kein Zustand, aber wenn man sich dann die DVD anschaut, als wir live auf der Museumsinsel gespielt haben und mit Pferden eingezogen sind - da erfüllen wir uns eben Wünsche, für sie es sich lohnt. Mit Corvus Corax verdienen wir aber das Geld für solche Wünsche. Natürlich sind wir überzeugt, dass es irgendwann auch anders sein wird, aber irgendeinen Wahnsinn braucht jeder und unser Wahnsinn ist Cantus Buranus. *lacht*

Otti:
Zumindest jeder Künstler braucht solchen Wahnsinn! ;) Ich nehme an, dass es auch schon Ideen für Cantus Buranus III gibt?

Castus:
Ja, die Idee ist in der Tat schon da.

Otti:
Gibt es noch weitere Pläne, die ihr umsetzen möchtet oder sind Corvus Corax und Cantus Buranus die beiden Schwerpunkte aktuell - zu dem zusätzlich ab und an Tanzwut ausgepackt werden soll?

Castus:
Im Moment sind wir im Studio - das ist auch der Grund, wieso ich momentan so wenig Zeit habe, und mein heutiger Geburtstag spielt natürlich auch eine Rolle. *lacht*
Jedenfalls sind wir momentan im Studio und arbeiten an Musik für ein Fantasy-Computerspiel. Im Dezember sind wir dann wieder unterwegs und machen mit Corvus Corax eine Tour. Im Januar werden wir mit Excalibur, einem Musical bzw. einer Celtic-Rock-Opera, dessen deutsche Uraufführung am 25. Juli 2009 in Kaltenberg war, in Deutschland und der Schweiz unterwegs sein und im Februar wird es Die Zwerge geben. Das ist eigentlich ein Fantasy-Buch, das wir mit einem Freund von uns - dem Schauspieler Johannes Steck, der eine ganz tolle Stimme hat - aufführen werden. Johannes wird die Geschichte vorlesen und mit seiner Stimme die zahlreichen Figuren lebendig werden lassen und wir werden den Soundtrack dazu abliefern. Stattfinden wird das ganze in München, wo wir elf Tage lang im wundervollen Ambiente des Theaterzeltes "Das Schloss" gastieren werden und eine ganz andere Seite von Corvus Corax präsentieren können. Im Anschluss wird an einer neuen Corvus Corax-CD gearbeitet. Cantus Buranus III steht wie gesagt an, aber damit lassen wir uns natürlich Zeit. Im nächsten Jahr soll ja auch, wie bereits anfänglich erwähnt, Cantus Buranus als DVD erscheinen - mit den Aufnahmen aus der Olympiahalle und jeder Menge Specials, wie zum Beispiel eine Aufführung von Cantus Buranus in China und mit dem Filmorchester in Babelsberg. Wir haben also durchaus zu tun! *lacht*

Otti:
Das ist ja die Hauptsache!

Castus:
Es wird im übrigen zu Die Zwerge auch eine CD geben, die dann mit Johannes Steck zusammen produziert wird - dafür sind im Oktober und November Tage frei gehalten. Es passiert also ganz viel bei uns und man kann davon ausgehen, dass das auch weiterhin so sein wird, denn es macht uns ja ganz eindeutig Spaß. Selbst den Stress nehmen wir in solchen Fällen gerne in Kauf. Natürlich gehört zu solchen Veröffentlichungen viel Vorarbeit. Wir sind ja im Grunde auch unsere eigene Plattenfirma und können somit alles selbst entscheiden und von unserem Schaffen auch leben. Das ist ja als Musiker sonst sehr schwer sich durchzuboxen, aber wenn man die Plattenrechte bei sich behält und das Booking zu großen Teilen kontrolliert, dann bleibt man sein eigener Chef. Wir sind mit diesem Arrangement sehr glücklich, weil wir uns dadurch von niemandem etwas sagen lassen müssen. Wahrscheinlich würde es Cantus Buranus sonst gar nicht geben - so etwas würde keine Plattenfirma finanzieren!
Wichtig sind uns unsere eigenen Ideen, wir setzen mit Cantus Buranus natürlich viel Geld um, aber wir verdienen daran nichts, weil Chor, Orchester, Live-Musiker und die aufwändige Produktion, die ihresgleichen sucht, natürlich Unmengen an Kosten verschlingt. Aber wir glauben eben daran, dass dieses Projekt Zukunft hat und setzen uns auch ein Denkmal. Hinzu kommt, dass wir im kommenden Jahr Headliner in Wacken sein werden - wozu es ein Special geben wird: Cantus Buranus - Wacken brennt. Dabei kommen sicher dem ein oder anderen schon Ideen, was es da zu sehen geben wird.

Otti:
Du hast vorhin ein Fantasy-Computerspiel erwähnt, was hat es damit auf sich?

Castus:
Dabei handelt es sich um Dragon Age. Da wird es einen Soundtrack - also ein Stück - geben, das wir in Prag zusammen mit dem Bohemia Symphony Orchestra aufnehmen werden und das es dann als Download auf der Website zu Dragon Age geben wird. Leider haben wir die Entwickler erst zu spät kennengelernt, um den Soundtrack komplett beizusteuern, aber für einen zweiten Teil ist genau das geplant.

Otti:
Findest du denn, dass das zusammenpasst? Viele Fantasy-Fans betrachten die Mittelalterszene ja eher skeptisch und auch umgekehrt. Sind dir da solche Rivalitäten aufgefallen?

Castus:
Nein, also von Rivalitäten ist da nichts zu spüren gewesen bisher. Wir sind es bei Corvus Corax auch gewöhnt, dass wir ein völlig gemischtes Publikum haben - alle Altersklassen, alle Szenen sind da vereint und haben Spaß. Wir können also die Menschen auf einem Festival ebenso begeistern, die die Zuschauer einer Fernsehshow, in der überwiegend älteres Publikum zu Gast ist. Dann wiederum spielen wir auf einem Mittelaltermarkt und am nächsten Tag bei Mercedes Benz auf einem Firmenfest oder so - man liebt uns also eigentlich überall gleichermaßen.

Otti:
Ihr seid da also auch dementsprechend flexibel?

Castus:
Ja, wobei das nicht heißt, dass wir uns anpassen. Wir passen unser Programm nicht dem Publikum an, sondern wollen das Publikum mit unserer Kunst begeistern. Und wenn dann wie in dem Fall ältere Menschen auf Stühlen stehen und mit Krückstöcken winken, dann haben wir es geschafft! Der Zauber von Corvus Corax ist, dass man alles um sich vergisst und sich in eine andere Welt entführen lässt. Ob es sich dabei um eine Fantasy-Welt oder eine Mittelalter-Welt handelt, darf jeder für sich entscheiden.

Otti:
Du hast ja zu Beginn schon erwähnt, dass ihr im Mittelalter-Bereich Pioniere ward. Wie seid ihr damals überhaupt auf diese Idee gekommen, als es ja noch keine solche Szene gab?

Castus:
Als Wim und ich damals in den Westen gekommen sind, gab es Leute mit Strumpfhose, Flöte und Gitarrenlaute, die mittelalterliche Musik gemacht haben. Das gab es schon, allerdings war da der Ansatz immer eher akademischer Natur. Der Rest war eher dem Bereich Folklore zuzuordnen. Und dann kamen wir und haben die Dudelsäcke in den Kirchentonarten umgestimmt und haben den folkloristischen Anteil im Grunde entfernt. Dann haben wir uns von süd- und osteuropäischer Musik beeinflussen lassen, die mehr Feuer hat und durch unsere laute und derbe Musik, die noch dazu tanzbar war, hatten wir sofort Anhänger und Fans. Wir sind also im Grunde das, was sich die Menschen unter Rockmusik des Mittelalters vorstellen. Letzten Endes hat sich also durchgesetzt, was Spaß gemacht hat. Wobei es durchaus Mittelaltermärkte gab, die uns dann nicht mehr haben wollten. Man hat uns da im Grunde übel genommen, dass wir fast eine Art Festival aus diesen Märkten gemacht haben, dass viele junge Leute kamen, und statt dort einzukaufen am Bierzelt standen und auf unseren Auftritt gewartet haben. So hat sich Corvus Corax eigentlich entwickelt. Inzwischen sind wir Vorbild für Bands in Spanien und Portugal zum Beispiel, die unseren Stil als Grundlage für ihre eigene Musik mit ihren eigenen Instrumenten nutzen. Auch in Mexico gibt es Bands, die sich an unseren Stil anlehnen. Denen hatte ich unter anderem vorgeschlagen, doch mal Maya- oder Inka-Musik im Corvus-Corax-Stil umzusetzen, was die ganz abgefahren fanden. Darum sollte man auch nie glauben, dass man mit unseren CDs Mittelaltermusik bekommt, man bekommt Corvus Corax! Wir haben also irgendwie das Mittelalter neu erfunden. *lacht*


"Wir sind bekannt dafür, dass wir auch immer riesengroße Instrumente mit auf die Bühne bringen."

Otti:
Könnte man so sagen ja. Auf der DVD ist ja auch der Film Mittelalter jetzt! als Bonus enthalten. Es war spannend zu sehen, wie ihr euch entwickelt habt. Es wirkte ja sehr so, als sei das Ziel Party zu machen, zu feiern, zu trinken und auch Frauen abzuschleppen. Spielt das auch heute noch eine Rolle oder sind inzwischen Familien und solche Werte zur Priorität geworden?

Castus:
Corvus Corax ist "Venus Vina Musica" - Sex, Drugs & Rock'n Roll sozusagen und so war es schon immer! Ich werd natürlich nun nicht aus dem Nähkästchen plaudern, aber wir sind so verrückt geblieben, wie wir es auch früher waren. Jeder von uns kann sich selbstverständlich aussuchen, welchen Weg er für sich wählen will, sei es die Familie oder eben andere Möglichkeiten. Sag mal, wieviele Fragen hast Du eigentlich noch?

Otti:
Och Du, das können wir flexibel gestalten, ich hab mir hier nur ein paar Notizen gemacht.

Castus:
Ich frag, weil ich bin gleich noch mit meinem Sohn verabredet.

Otti:
Mit deinem Sohn? Ah, damit ist ja meine Frage zum Teil auch schon beantwortet! *lacht*

Castus:
Ja, es gibt viele Kinder bei Corvus Corax - also viele Erben!

Otti:
Dann ist ja vielleicht auch schon eure musikalische Nachfolge gesichert.

Castus:
Ich fürchte so kann man das nicht sagen. Viele der Kinder sind an Kunst und Musik sehr stark interessiert, aber eher an Techno oder Drum'n Base. Auch da entwickelt sich eben alles immerzu, aber das muss ja noch nichts heißen. Vielleicht gibt es ja doch den ein oder anderen, der unser musikalisches Erbe antreten will. Aber zuerst einmal bin ich sicher, dass wir auch noch unser 25jähriges Jubiläum geben wird - und eigentlich auch das fünfzigste! Ob wir dann alle noch dabei sind, wird man sehen ... aber ich möchte auf der Bühne nicht verhungern, sondern vor Spaß zugrunde gehen!

Otti:
Dann werde ich dir jetzt mal die Möglichkeit geben der Verabredung mit deinem Sohn nachzukommen und dich abschließend nur noch fragen, wie du deinen heutigen Geburtstag - zumindest den Rest davon - verbringen wirst?

Castus:
Zuerst wird Kaffee getrunken und Torte mit dem Sohn gegessen und danach werde ich ein regionales Gericht aus dem Harz zubereiten: "Hackus und Knieste". Ich bin ja im Harz geboren und damit gehört das für mich dazu. Dann kommen Freunde und wir werden uns an dem Essen und Berliner Bier erfreuen. Später wird ein guter spanischer Rotwein bis zum Abwinken mir und den Gästen Freude bereiten.

Otti:
Gibt es noch etwas, was du dir zu deinem Geburtstag wünschen würdest?

Castus:
Ich wünsche mir, dass ich bis ans Ende meiner Tage Musik machen kann, dass die Fans uns die Treue halten und es noch mehr werden. Vor allem möchte ich den Traum, den ich verwirklicht habe, Berufsmusiker zu sein und davon leben zu können, weiterleben dürfen.

Otti:
Gut, dann danke ich dir für dieses Interview!

Art des Interviews: Telefon
10.09.2009 by Otti

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