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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Adorned Brood

Ihr größtes Ziel haben sie dieses Jahr erreicht, und doch stecken sie noch immer voller Ideen und Träume: Die Rede ist von Adorned Brood, einer der angesagtesten und dientältesten deutschen Pagan-Metal-Bands. Und als solche sind sie natürlich immer wieder gern gesehene Gäste in unserer Berichterstattung.
Anlässlich des Re-Releases eines ihrer erfolgreichsten Alben, mit dem bezeichnenden Namen Asgard, hat sich unsere Nicole (Brummelhexe) die Mühe gemacht, die Band wieder ein mal mit ein paar schönen Fragen zu Löchern. Fragen, die uns Sänger Frost natürlich gerne beantwortet hat.

Nicole:
Hallo Leute, zuerst einmal Danke dafür, dass ihr euch die Zeit nehmt bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr unsere Fragen zu beantworten. Adorned Brood existiert ja inzwischen seit über 15 Jahren. Wie fühlt sich ein solches Jubiläum im so unbeständigen Musik-Business an?

Frost:
Hallo erstmal,
15 Jahre fühlen sich gut an, aber mittlerweile sind es ja schon 16 Jahre ;))
Es macht einen stolz solange durchgehalten zu haben. Es ist nicht immer leicht gewesen, in diesem Business einen klaren Kopf zu behalten.


"Ich kann jetzt schon versprechen das Adorned Brood sich treu bleibt und das nächste Album der Hammer wird."

Nicole:
Ihr habt ja im Laufe der Jahre einige Plattenlabel an eurer Seite gehabt und seid nun seit 2005 bei Black Bards unter Vertrag, bei dem ihr mit Heldentat und Noor zwei neue Alben und zudem die Re-Releases von Hiltia, Wigand und Asgard veröffentlicht habt. Wie zufrieden seid ihr dort und was macht in eurem Verständnis eine gut laufende Zusammenarbeit zwischen Künstler und Label aus?

Frost:
Die Zusammenarbeit mit BBE ist schon fast eine freundschaftliche. Sie tun viel für uns und arbeiten Hand in Hand mit den Bands zusammen. Wir haben BBE viel zu verdanken und werden es auch immer zu schätzen wissen.

Nicole:
Woher nimmt man, trotz "normalem" Job und Privatleben mit Familie und Kindern, die Energie, sich dennoch so intensiv der Musik zu verschreiben? Kommt manchmal das Gefühl auf, dass einer der Bereiche unter einem anderen leidet und wenn ja, wie kompensiert man das?

Frost:
Natürlich ist es schwer alles unter einen Hut zu bekommen, aber irgendwie hat´s bisher immer geklappt. Trotz Arbeit und Musik habe ich z.B. sehr viel Zeit für meine Familie. Wenn Konzerte oder Touren anstehen ist die Zeit weniger, aber das holen wir danach wieder rein. ;)) Es kommt da keiner zu kurz.

Nicole:
In Anbetracht dessen, dass es ja schon Nachwuchs bei Adorned Brood gibt, was glaubt ihr sind die wichtigsten Werte, die man seinen Kindern mit auf den Weg geben muss und wie haben die eigenen Kinder euch verändert?

Frost:
Das allerwichtigste ist Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Durch meinen Sohn bin ich viel ruhiger und entspannter geworden. Mein Sohn ist für mich das wichtigste in meinem Leben und er gibt mehr Kraft für´s Leben. Er ist sehr stolz darauf, dass sein Vater Musik macht und hört auch gerne Lieder von Adorned Brood.

Nicole:
Ihr habt ja seit einem knappen Jahr mit Niklas einen sehr jungen Recken in eurer Mitte willkommen geheißen. Wie fühlt er sich als Teil einer Band, die fast so alt ist wie er selbst?

Frost:
Das ist schon komisch. Adorned Brood hat sich gegründet als Niklas 2 Jahre alt war und jetzt spielt er in dieser Band. Ich denke für ihn ist es komischer als für uns. Er fügt sich aber sehr gut in die Gemeinschaft ein und steuert einen wichtigen Teil dazu, musikalisch und menschlich. Natürlich merkt man, dass er viel jünger ist als wir aber Niklas ist ein sehr vernünftiger junger Kerl.

Nicole:
Ebenfalls neu hinzugekommen ist Gitarrist Jan Jansohn, dessen Vita von hinten bis vorn "Musik!" ruft. Neben Klassik und Jazz sind in seinem Repertoire auch Pop, Rock und Metal zu finden. Zudem ist er in diversen Projekten aktiv. Wie stark kann er sich trotz der vielen Verpflichtungen in Studioarbeit und Songwriting einbringen, und kann man von dieser Umbesetzung eine Veränderung im Klang erwarten, oder bleibt Adorned Brood seinem Sound und Konzept treu?

Frost:
Neue Musiker bedeuten gleichzeitig auch neue Einflüsse. Aber ich kann jetzt schon versprechen das Adorned Brood sich treu bleibt und das nächste Album der Hammer wird. Jan hat trotz seiner ganzen Verpflichtungen viel Zeit für die Band und er nimmt sich diese auch. Es ist halt schön Berufsmusiker zu sein ;))

Nicole:
Wo wir schon bei der Studioarbeit sind: Im letzten Interview wurde bereits erwähnt, dass an neuem Material gearbeitet wird. Wie weit sind diese Arbeiten bisher fortgeschritten und wann ist mit einem neuen Album zu rechnen?

Frost:
Wann, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, aber ich denke, dass nächstes Jahr ein Album auf den Markt kommt. Die Arbeiten dazu sind in vollem Gange. Sogar das Artwork dazu ist bereits in der Mache. Einen Namen fürs kommende Album gibt es auch schon. Wie ihr seht, sind wir fleißig. Wie schon in der vorherigen Frage beantwortet, wird der neue Silberling, in meinen Augen, der Hammer.

Nicole:
Ihr wart ja in diesem Jahr mit Alestorm, Tyr und Heidevolk auf der "Black Sails Over Europe"-Tour und habt da offenbar gute Kontakte z.B. zu Tyr geschlossen, wenn man bedenkt, dass Heri Joensen (Sänger/Gitarrist von Tyr) euch kürzlich bei eurem Konzert in Neumünster live unterstützt hat. (Dabei wurde unter anderem zusammen Hold The Heathen Hammer High vom aktuellen Tyr-Album By The Light Of The Northern Star performt). Pflegt ihr zu vielen Bands solch gute Kontakte, wenn ja zu welchen und sind Touren mit mehreren Bands immer spannender oder in erster Linie anstrengender?

Frost:
Der Kontakt zu TYR ist ein Besonderer. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden. Natürlich haben wir auch mit anderen Bands, auch mit den Bands der Tour, Kontakt, aber zu TYR insbesondere zu Heri ist es schon eine Freundschaft.
Der Gig in Neumünster war wirklich sehr sehr geil. Es war uns eine Ehre mit Heri Adorned Brood-Songs und auch einen TYR-Song zu spielen. Heri hat sogar 7 Tage auf deutsch gesungen. Alle die diese Show verpasst haben, haben was verpasst ;))
Vielleicht werden wir noch eine dieser Shows machen aber dann solltet ihr es nicht verpassen ;))

Nicole:
Gibt es irgendeine lustige oder spannende Anekdote von besagter Tour, die ihr verraten könnt?

Frost:
MMMMMMMMHHHHHHHHHH, da muß ich überlegen. Da gibt´s eine Menge an Geschichte, die man aber besser nicht erzählt ;))
Was mir immer im Kopf bleiben wird, ist die Sache, die die Jungs von TYR, Alestorm und Heidevolk mit uns am letzten Gig der Tour gemacht haben. Erstmal haben sie, anstatt unserem Intro, Heidi abgespielt. Dann kamen sie alle, ich glaube es war zu Drunken Sailor, mit Pampers auf´m Kopf auf die Bühne. Das war wirklich der Hammer, wir haben uns kaputt gelacht. Die Party danach wird wohl keiner so schnell vergessen.


"Ich persönlich würde mich gerne für Kinderrecht engagieren."

Nicole:
Im letzten Interview im Mai dieses Jahres hast Du uns verraten, dass es sein Wunsch sei Wacken der Bandbiografie in jedem Fall noch hinzufügen zu wollen. Dieser Traum hat sich ja nun in diesem Jahr erfüllt: Wie habt ihr Wacken erlebt, und welches Ziel ist nun das nächste auf der Liste, das noch erfüllt werden soll?

Frost:
Ja Wacken! Wir haben es geschafft!!! Das war natürlich das Highlight des Jahres und der Gig war auch wirklich sehr geil. Alles mal von der anderen Seite zu sehen ist schon genial. Das nächste Ziel ist, noch mal in Wacken zu spielen ;))

Nicole:
Mal ein ganz anderes Thema: Wir hatten ja erst kürzlich die Bundestagswahl. Es gibt ja zu solchen Anlässen immer Künstler, die sich vor den politischen Karren spannen lassen oder ganz bewusst Wahlwerbung betreiben. Was haltet ihr davon, und falls ihr politisches Engagement für euch ablehnt, für welches Thema würdet ihr euch dann gern einsetzen, um ihm medial mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen?

Frost:
Adorned Brood ist keine politische Band, deshalb würden wir uns da auch nie vor den Karren spannen lassen. Wenn es Musiker machen, ist das O.K., wenn sie dazu stehen was die jeweilige Partei verkörpert. Ich persönlich würde mich gerne für Kinderrecht engagieren. Dafür lasse ich mich gerne vor den Karren spannen.

Nicole:
In diesem Jahr feiern wir ja das zwanzigjährige Jubiläum des Mauerfalls. Welche Erinnerungen und Gedanken überfallen euch, wenn ihr an die damaligen Ereignisse denkt und glaubt ihr, dass die Umsetzung der Wiedervereinigung gut gelaufen ist? Wenn nicht, was hätte man eurer Ansicht nach anders gestalten sollen/müssen?

Frost:
Eine politische Frage!? Es ist gut das die Mauer gefallen ist. Ich weiß das ich damals im Wohnzimmer eines Kumpels, der aus dem Osten Deutschlands kam, saß und wir die ganze Geschichte im Fernsehen verfolgt haben.

Nicole:
Wenn eine Platte wie Asgard, die ja bereits die Kritiker überzeugt hat und sich großer Beliebtheit beim Publikum erfreut, aus eben diesem Grund noch einmal veröffentlicht wird, ist man dann immer noch nervös und angespannt wegen des Abverkaufs oder spürt man solche Unruhe nur bei neuem Material?

Frost:
Bei neuem Material ist man natürlich nervöser, aber nichtsdestotrotz ist man auch bei Re-Releases nervös und macht sich Gedanken.

Nicole:
Abschließend eine Frage aus dem Bereich "Was wäre wenn?": In Anbetracht der Wiederveröffentlichung eures grandiosen, dritten Albums Asgard: Wenn ihr euch einen der zwölf Paläste Asgards aussuchen und demzufolge auch nur mit einem Gott oder einer Göttin eine Nacht lang feiern dürftet - Welcher wäre der Palast eurer Wahl?

Frost:
Natürlich Gladsheim der Palast Odin´s. Nur dort kann man mit allen gefallenen Kriegern feiern.

Heathen Greets
Frost

Nicole:
Vielen Dank für die Zeit und Mühe!

Art des Interviews: Email
22.10.2009 by Brummelhexe

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