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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Carnival of Dreams

In Hinblick auf das Ende Januar erscheinende Album My Heart so white lag es Nahe auch gleich ein Interview mit Carnival of Dreams zu führen. Gerade weil mir das Album bei der Rezension eine sehr angenehme Überraschung war hat es mich um so mehr gefreut gleich diese Gelegenheit zu erhalten, und heraus kam ein wie ich finde sehr informatives, teilweise unterhaltsames aber auch zum nachdenken anregendes Interview. Aber lest selbst was Jens Gräbedünkel so zu sagen hat. ;)

Otti:
Das Album wird Ende Januar erscheinen und es birgt einiges an Potential. Wie hoch sind euere Erwartungen an die Veröffentlichung, glaubt ihr daß ihr euch damit einem breiten Publikum präsentieren werdet?


"Mich überkommt immer wieder eine unerträgliche Mischung aus extremer Wut und fürchterlicher Hilflosigkeit, wenn ich die Nachrichten höre in denen von immer neuen unschuldigen Opfern berichtet wird"

Jens:
Zunächst vielen Dank. Es freut mich wirklich sehr zu hören, dass Dir unsere Musik gefällt und vielleicht ist es auch ein Vorteil, dass Du unser neues Album sozusagen „unvorbelastet" gehört hast.
Wir haben uns für dieses Album sehr viel Zeit gelassen, mit einem für uns neuen Produzenten (Rolf Kirschbaum) gearbeitet und die Unterstützung wirklich genialer Gastmusiker (Rolf Kirschbaum-Gitarre, Achim Färber – Drum, Sven Friedrich) in Anspruch nehmen dürfen Bedingt unter anderem auch dadurch haben wir stilistisch teilweise neue Wege beschritten und sind deshalb selbst sehr gespannt, wie die Leute auf „My heart so white" reagieren werden.
Ich glaube ohnehin, dass wir das am allerwenigsten einschätzen können, da wir irgendwie „zu tief im Thema" sind. Unsere bisherigen Veröffentlichungen wurden vor allem von Freunden der Gothic- und Electro-Szene gemocht und bekanntlicherweise, ist gerade die Syntie-Pop-Fraktion bezüglich Saiteninstrumenten und realem Drum eher nicht zu tolerant. :)

Aber das war auch nicht die Grundlage unseres Herangehens. Wir haben uns vielmehr inspirieren lassen, den Einfluss neuer Instrumente als Bereicherung empfunden und sich die Songs wirklich entwickeln lassen.
Wenn wir dadurch ein breiteres Publikum erreichen können wäre das sicher schön. Wenn uns aber außerdem unsere bisherigen Fans weiter treu bleiben, wäre es umso schöner.

Otti:
Wird es auch eine Tour zum Album geben? Wie sieht es allgemein mit Live-Auftritten bei euch aus?

Jens:
Um ehrlich zu sein ist noch nichts Konkretes geplant, da wir durch den kürzlichen Tod unseres Freundes und Labelchefs Lothar Gärtner nicht nur emotional, sondern auch businesstechnisch echt überfordert sind.
Ich denke, dass wir zunächst schauen werden wie das Album anläuft und dann beraten werden. In der Vergangenheit gab es zwar einige Konzerte, jedoch keine Tour. Ich habe irgendwie immer noch diesen Traum von einer Clubtour mit Unplugged-Gigs, obgleich ich bisher noch keinen Musiker davon wirklich begeistern konnte. :)

Otti:
Der Song "Turn Around" wird gesanglich von Sven Friedrich (Zeraphine) unterstützt. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Jens:
Eigentlich begann alles damit, dass ich nach dem Einsingen von „Turn around" nicht damit zufrieden war. Mir war die inhaltlich und emotional authentische Umsetzung des Songs persönlich enorm wichtig und ich konnte meine ziemlich konkreten Ideen und Vorstellungen gesanglich nicht so umsetzen wie ich es gewünscht hätte. Der Song entfaltete einfach nicht die Atmosphäre, die er meines Erachtens hätte entfalten können. Es lag also nahe, hier jemanden um Hilfe zu bitten, von dem man wusste, dass seine Stimme genau die Attribute verkörpern würde, nach denen der Song verlangte.
Die Frage nach unserer Wunschbesetzung für einen diesbezüglichen Gastgesang war schnell beantwortet.
Sven besitzt eine der außergewöhnlichsten und charismatischsten Stimmen, die ich je gehört habe und da wir Ihn von früher persönlich kannten (unsere erste CD wurde im selben Studio wie das „Estrangement"-Album der Dreadful Shadows aufgenommen und Daniels frühere Band „Tatmotiv Angst" hatte Live auch schon mit den Shadows gespielt), wussten wir, dass es hier auch menschlich passen könnte.
Wir kontaktierten ihn und da ihm der Song gefiel, sagte auch er spontan zu und verlieh „Turn around" eine Atmosphäre, die all unsere Erwartungen übertraf. Wir sind wirklich superstolz, dass wir mit ihm arbeiten konnten.


"Wie ihr vielleicht schon wisst, ist am 04.12.2005 unser Freund und Labelchef Lothar Gärtner gestorben. [...]. Wir möchten ihm dieses Album widmen"
Otti:
Daß das Album teilweise stark von Jens´ Jerusalem-Reise beeinflußt ist merkt man deutlich, alleine schon der Track "Ich hab geträumt" ist ja schon darauf aufgebaut. Aber auch musikalisch scheinen einige Songs nahöstliche Einflüsse zu haben. Liege ich da richtig? Welche Einflüsse hat euere Musik sonst noch?

Jens:
Beim Songwriting ist es bei uns in der Regel so, dass zunächst ein Ereignis, eine Geschichte, eine Begegnung oder irgendetwas anderes mich so tief berührt oder beeindruckt, dass ich mich so intensiv damit beschäftige, dass ich ein paar Zeilen niederschreibe, die sich dann irgendwann vielleicht zu einem Text entwickeln. Dann entsteht eine Gesangsmelodie oder besser gesagt eine Idee davon. Mit diesen Dingen gehe ich dann zu Daniel und erzähle ihm den Hintergrund des zu entstehenden Songs möglichst intensiv und ausführlich, damit er sich in die Situation versetzen kann, die der Grund, der Ursprung war.
Und Daniel versteht mich so gut, dass der Song, den er aus den teilweise Wirren Ideen schafft, fast immer schon passt.
Ja und da viele der Songs auf „My heart so white" auf Erlebnissen in Israel / Jerusalem beruhen, hat Daniel bei der musikalischen Umsetzung, basierend auf meinen Schilderungen, entsprechende Instrumentierungen einfließen lassen.

Ansonsten haben wir all das einfließen lassen, was uns gefiel und was die Gastmusiker einbringen konnten. Es gab keine Tabus oder Dinge die wir grundsätzlich abgelehnt haben.


Otti:
Welchen Bezug habt ihr allgemein zu Jerusalem und Israel im allgemeinen? Das Thema Krieg wird zum Beispiel in Songs wie eben "Ich hab geträumt" oder "Under Attack" angesprochen, sicher ist auch dies vom sinnlosen Terror geprägt der in diesem Land herrscht?

Jens:
Ja, das stimmt genau. Mich überkommt immer wieder eine unerträgliche Mischung aus extremer Wut und fürchterlicher Hilflosigkeit, wenn ich die Nachrichten höre in denen von immer neuen unschuldigen Opfern berichtet wird, deren einziger Fehler es war im falschen Moment am falschen Ort gewesen zu sein. Das ist für die meisten Menschen, die diese Nachrichten hören sehr weit weg, genau wie es das für mich früher auch war.
Weißt Du, einige Wochen nachdem ich damals nach meiner Israel Reise nach Deutschland zurückgekehrt war, sah ich in den Morgennachrichten Bilder einer zerstörten Bar in Tel Aviv. „Mike´s Place" war Ziel eines Selbstmordattentäters geworden.
Ich erkannte eine Bank wieder oder zumindest das, was von ihr übrig war. Auf dieser Bank hatte ich wenige Wochen zuvor, am Abend meiner Rückkehr aus Jerusalem, gesessen.
Eine Kellnerin hatte mich auf deutsch begrüßt und auf Nachfrage, woher sie unsere Sprache kannte, erklärte sie mir, so als wäre es die selbstverständlichste Sache der Welt, dass sie es von Ihrer Großmutter gelernt hatte, die in Deutschland im KZ gewesen war.
Sie bemerkte meine Betroffenheit und erklärte mir deshalb mit einem ehrlichen Lächeln, dass wir doch nicht für die Fehler und Grausamkeiten unserer Großväter verantwortlich seien und die Chance hätten, alles besser zu machen.
Ich war von soviel Menschlichkeit überwältigt und verließ kurz darauf in Gedanken versunken das Lokal und die Bank auf der ich gesessen hatte.

Als ich die Bilder im Fernsehen sah, wusste ich, dass die Menschen, die in der vorangegangenen Nacht auf dieser Bank gesessen hatten, nicht mehr lebten. Und das vielleicht auch die freundliche großherzige Kellnerin das Opfer blinden Hasses und unerbittlicher über Generationen aufgestauter Vorurteile geworden war. Und es war nur eine Gunst des Schicksals, dass ich an diesem Morgen im vermeintlich so sicheren Deutschland saß und ich schämte mich, dass mein Herz so verdammt weiß war´.


Otti:
Bei der Musik von "Under Attack muss ich teilweise ausserdem unwillkürlich an alte Computer-Kriegsspiele denken. Helft mir mal auf die Sprünge, wovon ist der Song beeinflusst? Der Text spielt ja ebenfalls auf Video-Games an, also kann ich wohl nichtganz so falsch liegen.

Jens:
Nein, Du liegst da schon ziemlich richtig, obwohl dies nur ein Teil dessen ist, was wir mit diesem Song ansprechen.
Ich habe kürzlich auf einem deutschen Fernsehsender die Werbung für ein Kriegsspiel namens „Call of Duty" gesehen. Es wirbt damit besonders realistisch Kampfszenen des zweiten Weltkrieges darzustellen. Ist das nicht pervers? Was sollen wir tun, unsere Großväter noch mal sterben lassen? Oder dafür sorgen, dass deren damalige Feinde zumindest von uns besiegt werden? Oder ist es uns scheißegal und wir finden es bloß cool, dass die neue Graphik so toll ist?

Verzeih meinen Sarkasmus, aber genau das meine ich. Wenn wir vollgefressen und übersatt am Tisch sitzen und uns selbst Sensationsmeldungen über „Morde in der Nachbarschaft", „Drogen auf dem Schulhof" und Attentate in einer Bar in Tel Aviv nur zu einem gelangweilten Gähnen bewegen und uns dann die Werbung zu einem realistischen Kriegsspiel endlich auf die Idee kommen lässt, wie wir mal wieder Zeit mit unseren Kindern verbringen können, dann haben wir doch verpasst, zu bemerken, dass wir schon „under attack" sind, oder?

Otti:
Sprachlich scheint Carnival of Dreams sich Hauptsächlich aufs englische zu konzentrieren, aber teilweise mischen deutschsprachige Tracks mit, bzw sogar Songs in denen das deutsche und das englische vermischt. Mir persönlich gefallen solche Sprachspiele ja sehr, daher interessiert mich wie Ihr dazu kommt und ob das allgemein ein Stil in euerer Musik ist?

Jens:
Es gibt manchmal Situationen, Gefühle oder Emotionen zu beschreiben, die in einer Sprache zu belanglos klingen, um all das auszudrücken zu können, was man möchte. In anderen Fällen ist es dann wiederum so, dass eine der Sprachen eine derartig ungewollte Theatralik entwickelt, die einfach nur bloße Peinlichkeit auf den Plan rufen würde.
Somit ist die Wahl der Sprache manchmal irgendwie nur Mittel zum Zweck um sich den Song nicht am Ziel vorbeientwickeln zu lassen.Deshalb variieren wir je nach Bedarf. Obwohl wir dies auch auf unseren letzten VÖ schon getan haben, weiß ich nicht genau, ob das wirklich ein Stil ist.

Otti:
Mal so nebenbei gefragt: Was ist ein "Alltagswut-Remix"? War da einer von euch grad frustriert?

Jens:
Nein :), obwohl das auch häufig vorkommt. Daniel, der seit einigen Jahren in Süddeutschland in der Nähe von Garmisch wohnt, hat sich dort ein kleines Studio eingerichtet, in dem wir Demo´s aufnehmen, Songs vorproduzieren und Daniel sämtliche Vorbereitungsarbeiten für die endgültigen Studioaufnahmen erledigt. Er hat es „Alltagswut-Studio" genannt und da dieser Mix dort entstand, heißt er „Alltagswut-Mix"
Auf meine aktuelle Nachfrage erklärte mir Daniel, dass ihm das Wort so gut gefiel, weil doch sicher jeder mit Alltäglichkeiten konfrontiert wird, die ihn wütend machen.



Otti:
Allgemein ist mir aufgefallen daß euere Musik fast ohne harte Beats auskommt, durchgehend sind eher recht sanfte elektronische Klänge zu finden. Insgesamt klingt das ganze leicht poppig, wenn man es so nennen darf. Härtere Sachen wie man sie aus den Bereichen Industrial oder EBM kennt sind nicht euere Sache?

Jens:
Nun ja, im Gegensatz zu früheren Veröffentlichungen, in denen wir rein elektronisch / synthetisch instrumentierten, geht es auf diesem Album für unsere Verhältnisse :) doch ziemlich deftig zu. „Allein" zum Beispiel ist doch voller Gitarren und „Under Attack" geht doch auch ziemlich nach vorn. Und poppig kommt von Pop und dass würde doch im Endeffekt nichts anderes als populäre Musik bedeuten, also Musik, die von vielen gehört wird. Somit wäre ich froh, wenn Du Recht behältst. :)
Nein, im Ernst, wir haben im Studio einfach das gemacht, wonach uns gerade war und irgendwie empfanden wir nicht, dass die Songs mehr Härte benötigen. Aber ist ja noch nicht aller Tage Abend :).


"Und es war nur eine Gunst des Schicksals, dass ich an diesem Morgen im vermeintlich so sicheren Deutschland saß und ich schämte mich, dass mein Herz so verdammt weiß war"
Otti:
Allgemein findet man noch recht wenig Informationen über euch, selbst auf der Homepage steht bisher nur etwas über das Album. Deswegen auch mal ein paar allgemeinere Fragen. Wie habt ihr euch gefunden, wie ist Carnival of Dreams entstanden?

Jens:
Okay, dann werde ich mal versuchen, die letzten 10 Jahre in einige wenige Sätze zu fassen.
„Carnival of Dreams wurde 1995 von Daniel Trautwein und mir (Jens Gräbedünkel) gegründet. Daniel war zu dieser Zeit Keyboarder und Songwriter der Gothik-Formation „Tatmotiv Angst", um deren Management ich mich kümmerte. Wir hatten bereits einige Stücke für diese Band zusammen gemacht und wussten daher, dass wir musikalisch gesehen sehr gut zusammenarbeiten konnten. Daniel konnte sich bei „Tatmotiv Angst" nicht voll entfalten und ich hatte noch einige Songs und Texte, die nicht zu dieser Band passten. Dies war die Geburtsstunde von „Carnival of Dreams".
Als wir für die Produktion unseres ersten Albums "The awakening of long forgotten feelings" ins Studio gingen, fanden wir dort optimale Produktionsbedingungen vor und ließen uns bei der Auswahl der Sounds inspirieren und beraten, ohne unsere Eigenständigkeit zu verlieren. Bei der Umsetzung unserer Vorstellungen halfen uns zwei wundervolle Gastmusiker. Eric Burton, der charismatische Frontmann von "Catastrophe Ballet" und Patricia Nigiani (ex-"Project Pitchfork", "Aurora Sutra") wirkten bei verschiedenen Songs mit und verliehen diesen dadurch eine einmalige Ausdruckskraft. Die Veröffentlichung der CD erfolgte 1997 bei Ausfahrt Rec./EFA und stellte einen ersten Achtungserfolg, getragen durch sehr positive Resonanzen/Reviews in einschlägigen Szenemagazinen und Fanzines und die Lizensierung des Songs "Dimension behind the sun" für den "Goth-Paradise"-Sampler dar.
Ebenfalls im Jahr 1997 machte ich die Bekanntschaft von "Yello"-Mitbegründer Carlos Peron, welcher unsere weitere Entwicklung einschneidend prägen sollte.
Im Oktober 1998 nahmen wir einige neue Songs im Studio auf. Da unser damaliges Label Ausfahrt Rec. von dem Material nicht überzeugt war und es nicht veröffentlichen wollte, hatten wir zwar einige unserer Meinung nach aussichtsreiche Songs aufgenommen, waren jedoch ohne Plattenvertrag. Die folgenden Monate waren frustrierend. Da Carlos zu dieser Zeit, gemeinsam mit dem Gründer und ehemaligen Inhaber von Strange Ways-Records, Lothar Gärtner, gerade ein neues Label gründete, veröffentlichten wir im Oktober 1999 die Maxi-CD "Dreidimensional" bei "Himmelpforten"/Indigo. "Dreidimensional" schoß unmittelbar nach der Veröffentlichung in die TOP 20 der DAC-Charts. Es folgten positive Pressereaktionen, diverse Radioeinsätze und ein Fernsehauftritt in Berlin.
Nun machten wir einen folgenschweren Fehler. Um die sehr hohen Erwartungen an unser folgendes Album nicht zu enttäuschen, arbeiteten wir ganze drei Jahre daran und bei dessen Veröffentlichung im Jahr 2002 hatte uns das schnelllebige Musikbusiness bereits vergessen.
Ende 2003 veröffentlichten wir dann eine EP, um thematische und inhaltliche Themen, insbesondere aus der „Dreidimensional"-Trilogie, abzuschließen. Seit Januar 2004 haben wir dann an „My heart so white" gearbeitet.


Otti:
Welche Projekte stehen für euch als nächstes an? Gibt es schon Pläne für die Zukunft?

Jens:
Nein, es gibt noch nichts Konkretes, obwohl es schon wieder neue Songideen gibt. Wir sind zunächst mal gespannt, was die „geneigte Hörerschaft" zu „My heart so white" sagen wird.

Otti:
Und welchen Hintergrund hat der Bandname? Wie seid ihr darauf gekommen?

Jens:
Das kann ich gar nicht mehr so ganz genau sagen. Aber ursächlich hing es wohl mit meiner Liebe für Venedig und der Tatsache zusammen, dass unsere ersten Songs eher emotional, melancholisch und verträumt waren.

Otti:
Laut meinen Infos besteht Carnival of Dreams aus Jens und Daniel, die restlichen Musiker und Sänger sind als Gastmusiker ausgewiesen. Wird es dabei bleiben oder gibt es Pläne auch in Zukunft mit den gleichen Leuten zusammenzuarbeiten?

Jens:
Wir sind sehr dankbar und stolz, dass wir mit so phantastischen Musikern arbeiten durften. Momentan gibt es jedoch diesbezüglich noch keine Pläne, obgleich das nichts ausschließen soll.

Otti:
Was wünscht ihr euch fürs neue Jahr?

Jens:
Wenn ich jetzt antworten würde, dass mein Traum aus „Ich hab´ geträumt" in Erfüllung geht, wäre das sicher sehr idealistisch und dennoch sehr realitätsfremd, wenn nicht gar naiv. Leider.
Doch wie Saint-Exupery schon sagte, können wir die wichtigen Dinge nur mit dem Herzen sehen.
Wir wünschen uns, dass viele Menschen ihre Ohren und vor allem ihre Herzen öffnen werden und sich von „My heart so white" entführen lassen.

Otti:
Und wollt ihr unseren Lesern sonst noch etwas sagen?

Jens:
Danke, dass Du fragst. Vielleicht gestattet ihr mir am Ende noch ein paar Worte in „eigener Sache". Wie ihr vielleicht schon wisst, ist am 04.12.2005 unser Freund und Labelchef Lothar Gärtner gestorben.
Er hat seiner Zeit das fast schon legendäre Strange Ways Records-Label gegründet und sehr viele Musiker und Bands im Independentbereich unterstützt. Leider durfte er die Veröffentlichung unseres neuesten Albums, in dessen Produktion er stark integriert war und an das er so sehr geglaubt hat, nicht mehr erleben. Ohne ihn, seinen Enthusiasmus und seinen tiefen Glauben an unsere Musik hätten wir „My heart so white" nie vollenden können. Wir möchten ihm dieses Album widmen.

Danke.

Da dieses Interview per Email geführt wurde möchte ich mich auch im nachhinein nochmal bei Jens für die Zeit und die interessanten Antworten bedanken. An einigen Stellen hätte ich vielleicht noch etwas nachgehakt in einem persönlichen Interview, aber ich hoffe ja mal daß dies nicht das letzte Mal war daß ich etwas über Carnival of Dreams berichten durfte.

Art des Interviews: Email
05.01.2006 by Otti
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01.12.2005Carnival of Dreams: My Heart So White(Rezension: Musik)

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