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Kiju: demo(n)cracy

Ich weiß nicht was mich mehr erschrecken sollte... Daß ich auf einmal eine CD aus Italien geschickt bekomme? Daß die enthaltene Musik im Gegensatz zu allem was ich sonst hier bekomme krachender Hardcore/Nu Metal ist? Oder daß ich diesen Krach auch noch geil find? ;)
Zumindest ist diese unverhoffte Post ein weiteres Zeichen dafür, daß Nightshade über die Grenzen hinaus bekannt wird... Und damit meine ich sowohl musikalische, als auch nationale Eingrenzungen. Alleine das ist schon wieder ein Motivationsgrund für mich mehr, das hier fortzuführen.
Das hat aber natürlich nichts mit dem Album an sich zu tun, um das es hier geht.
Hardcore/Nu Metal/Nu Rock, oder alswas auch immer man "Kiju" einordnen könnte, ist nun so gar nicht mein Fachgebiet. Im Laufe der Jahre habe ich zwar schon an vielen Stilrichtungen Freude gefunden, und zu meiner Sammlung zählen auch Bands wie "Clawfinger", "Sepultura", "Disturbed" oder "System of a Down", aber Kompetenz will ich mir hier nicht anmaßen.
Auf der anderen Seite kann das aber auch ziemlich egal sein, mit (Pseudo-)Fachwissen und anderer Klugscheißerei langweile ich euch ja eh nicht so gerne in meinen Reviews. ;)

Und so ist "demo(n)cracy" für mich in erster Linie ein geil gemachtes Krachwerk! Auch wenn mir grad die Vergleichsmöglichkeiten mit Genre-typischen Bands fehlen, oder vielleicht gerade deswegen, gibt es nix zu mosern. Die Italiener hauen in die Saiten und maltretieren das Schlagzeug, als wollten sie die Mauern des Vatikans dem Schicksal des biblischen Jericho folgen lassen... Und vielleicht ist sogar genau das Ziel von "Kiju".
Musikalisch und inhaltlich wird eine geballte Ladung Hass auf die Mißstände in der Gesellschaft ausgekotzt, ohne dabei stumpf und klischeemäßig zu werden. Das komplette Album klingt wie ein Krieg gegen die Verlogenheit der Demo(n)kratie, ein Kreuzzug gegen die Scheinmoral. Dabei nehmen die fünf kein Blatt vor den Mund, erzählen in einer makaberen Ironie davon, wie geil es doch sein muss, in einem ölverseuchten Meer zu surfen, oder schreien ihre Wut gegen Kriegstreiber, Faschisten und gewisse Politiker heraus. Und doch prägt der erste Satz des ersten Songs "tag your bones..." die Vision, die "Kiju" nie aus denAugen verliert: "No more Violence, this is what still I dream..."

Wie eingangs erwähnt, ich bin weder Experte auf diesem musikalischen Gebiet, noch habe ich allzuviele Vergleichsmöglichkeiten. Gerade deswegen kann ich nur ganz subjektiv sagen: "demo(n)cracy" hat sich in meine Venen gebrannt. Für Freunde brutalen Hardcores sicher besonders empfehlenswert.

Tracklist:

01. tag your bones...
02. inside
03. I don't tolerate who's not tolerant
04. deserve the truth
05. disappear
06. seized by the neck
07. bean
08. surf diesel
09. bullshit handbook
10. born aborted
Bonus Tracks:
15. VI
16. dog

Veröffentlichung: 2005

Kiju - Homepage

Cover

29.04.2007 by Otti

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