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Orden Ogan: Am Ende geht das Licht aus!

Orden Ogan kenne ich eigentlich schon seit vielen Jahren, auch wenn ich nun erfahren musste, dass die offizielle Geschichte der Band eigentlich erst später begann. Klingt komisch, ist aber so, und warum das so ist, erklärt uns Frontmann Seeb dann gleich auch mal im folgenden Interview. Dieses hab ich übrigens wieder im Zuge meiner Arbeit fürs SLAM Magazin geführt, um eine schöne Story über die Arnsberger Metalheads zu verfassen.
Was Seeb insgesamt zu berichten hatte, könnt ihr hier nachlesen - Und freut euch im Übrigen schonmal auf To The End, das neue Orden Ogan-Album. Das wird ne geile Scheibe!

Otti:
Hey Seeb, danke erstmal, dass Du dich meinen Fragen stellst.

Seeb:
...immer wieder gern!

Otti:
Ich möchte mal mit einer ganz allgemeinen Frage beginnen: Was hat dich eigentlich seinerzeit in den wunderschönen Kosmos des Metal getrieben?

Seeb:
...hehe, als ich noch ganz klein war - Grundschule in etwa - bin ich im Sommer immer ins Freibad bei uns um die Ecke gegangen. Da sind immer die ganzen Metalheads mit Maiden Shirts rumgelaufen. Und die Motive fand ich so geil, dass mich interessiert hat, was es damit auf sich hat. Mein Cousin hat mir dann damals ...and justice for all (Metallica) und Arise von Sepultura auf eine Kassette aufgenommen.
Das hab ich dann in der Grundschule tatsächlich schon gehört und bins nie wieder losgeworden. Beides auch heute übrigens immer noch geile Platten.


" Ich bin 100% glücklich mit 100% der Platte."

Otti:
Wenn ich mich recht entsinne, begann alles vor einigen Jahren, als es auf eurer Website Hörproben gab, die durchaus sehr folkig angehaucht waren. Gab es da einen bestimmten Punkt, an dem ihr euch stilistisch selbst überdacht habt?

Seeb:
Jein. Wir selbst zählen die History von Orden Ogan erst seit dem Release Vale 2008 über Yonah Records. Da haben anderen Leute angefangen für die Band zu arbeiten und auch wir haben angefangen das Musikmachen ernst zu nehmen. Den Namen Orden Ogan gab es zwar schon einige Jahre vorher, aber eigentlich war das immer ein totales Spaß-Dingen, mit völlig anderer Besetzung usw. Zwischendrin haben wir z.B. auch einfach mal 1,5 Jahre lang gar nichts gemacht. und auch ansonsten uns eher zum Blödsinnreden im Proberaum getroffen. Ganz ursprünglich haben wir schon relativ harten, schnellen, melodischen Heavy Metal gespielt und haben später immer mehr rumprobiert, in Richtung Folk, Mittelalter oder auch Orchesterarrangements. Aber das war alles die Zeit vor Orden Ogan, wie man die Band heute kennt. Seit unserem ersten Studioalbum sind wir uns ja schon sehr einig mit uns selbst über das was wir da eigentlich machen.

Otti:
Mittlerweile steht euer drittes Studioalbum namens To The End in den Startlöchern, welches ich dankbarerweise gerade schon als Promo belauschen darf. Insgesamt kommt mir das Werk noch ein gutes Stück epischer vor, als die Vorgänger, inwieweit entspricht diese Wahrnehmung denn euren Intentionen?

Seeb:
Interessant, dass du das sagst, denn der Wahrnehmung von etwa 98% aller anderen Journalisten widerspricht das. Insgesamt finde ich dass To The End schneller, härter und straighter ausgefallen ist - mehr "auf die Fresse". Das hat zum einen Produktionstechnische Gründe; wir haben z.B. einfach Ballast abgeworfen und nicht alle Songs bis zum "Geht nicht mehr" mit Orchester Arrangements vollgeballert, sondern einfach mal eine Lead-Gitarre da gelassen, wo auch eine geplant war.
Zum anderen kommen auch viele Songs auf To The End mit ca. 6-9 Parts aus, während ein Song wie Easton Hope gut und gern mal 25 verschiedene Parts haben konnte. Wir wollten uns diesmal noch viel mehr auf die eigentlich Songs denn aufs arrangieren konzentrieren und ein Album machen, das wirklich nach vorne geht.

Otti:
Wo und unter welchen Umständen habt ihr das Teil eigentlich aufgenommen und produziert - Und was hat euch in dieser Zeit geritten?

Seeb:
Da ich mein eigenes Studio habe (GREENMAN STUDIO) recorde und produziere ich die Orden Ogan Sachen immer selbst. Diesmal habe ich auch wirklich sehr viel Fokus darauf gelegt den richtigen "Sound" für die Band zu finden. Das war fast genau so viel Arbeit wie die eigentliche Platte zu schreiben.

Otti:
Selbstkritik zeugt natürlich auch immer von Stärke, und Perfekt ist sicher nichts auf dieser Welt. Gibt es an To The End etwas, was ihr im nachhinein doch gern etwas anders gemacht hättet?

Seeb:
Wir haben den Release zwei Mal verschoben, weil die Songs noch nicht 100%ig perfekt waren. An der fertigen Version habe ich also in der Tat nichts mehr auszusetzen. Auch wenn du sagen würdest "Welchen Song von To The End sollten sich Leute anhören, die Orden Ogan noch nicht kennen?!" würde ich sagen - such dir einen aus. Ich bin 100% glücklich mit 100% der Platte.

Otti:
Wenn es um das Schreiben von Songs geht, was fällt euch denn generell leichter: Kraftvolle Hymnen wie den Titelsong To The End oder eher die emotionalen Stücke wie The Ice Kings?

Seeb:
Emotionale Balladen kommen öfter schneller aus dem Bauch, während man bei den hymnischeren Metalsongs teilweise schon etwas schrauben muss, bis alle Parts sich nahtlos aneinanderfügen und der Song wirklich rund wird. Allerdings kannst du das gleiche Problem auch bei einer Ballade mit dem Arrangement (Orchester z.B.) oder dem Text haben. Ist schwer zu sagen, aber generell denke ich dass es etwas schwieriger ist einen 7 Minuten Uptempo Mosher zu komponieren und zu schleifen als eine 3 Minuten Ballade.

Otti:
Wie wichtig ist es eigentlich, ein starkes Label wie AFM Records im Rücken zu haben, um in den heutigen Zeiten wahrgenommen zu werden?

Seeb:
Sehr wichtig, und vor allem auch in unserem Falle AFM, da dieses Label 150% für Orden Ogan gibt. Du musst als Musiker (in heutigen Zeiten) sowieso schon sehr viel machen, was im ursprünglichen Sinne nicht in deinen Aufgabenbereich fällt - also diese ganzen Managementaufgaben z.B. - streng genommen sollte man sich als Künstler darauf konzentrieren können im Studio und auf der Bühne alles geben zu können und in der zwischenzeit neue Songs zu schreiben. Selbst wenn man wollte könnte man sich nicht um ALLES selbst kümmern, dafür fehlt immer Zeit, Kompetenz und zu guter letzt auch Kontakte und (in den meisten Fällen) Geld. Bei AFM weiss ich auch, dass dort alle Ihre Aufgaben sehr gewissenhaft verfolgen. Das nimmt einem schon mal recht viel Last von den Schultern und Arbeit ab.

Otti:
Aus Erfahrung weiß ich, dass eure Live-Shows mitreißend und energiegeladen sind. Wie nehmt ihr die Verbindung zwischen euch und dem Publikum selbst wahr, wenn ihr auf der Bühne steht?

Seeb:
Vielen Dank. Das kann man so ja generell nicht sagen. Jede Show ist anders und auch uns ist es schon passiert, dass du das Gefühl hast, du erreichst die Leute einfach nicht richtig (was aber nicht unbedingt immer mit der Realität übereingehen muss, was dann hinterher z.B. Merchverkäufe gezeigt haben). An sich sind wir aber sehr gern auf der Bühne und haben einfach Spaß an dem was wir machen. Das nicht nur "ein Job" - und ich glaube das ist das, was unsere Fans auch wahrnehmen.

Otti:
Was steht denn überhaupt so in nächster Zeit an Gig-Highlights an?

Seeb:
Wir sind im November/Dezember mit Freedom Call und Luca Turillis Rhapsody auf Europatour. Für Anfang 2013 ist eine kleinere Headlinertour geplant, aber noch nicht bestätigt.

Otti:
Und zu guter letzt wüsste ich noch gerne: Was macht für euch Orden Ogan im Jahre 2012 am meisten aus?

Seeb:
...das Licht

www.ordenogan.de

Art des Interviews: Email
25.09.2012 by Otti

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