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Dagmar Isabell Schmidbauer: Marionette des Teufels

Sophia Weberknecht ist ein aufstrebender Stern am Passauer Opernhaus - Bis sie eines Tages erschlagen in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Ein Tod, der Rätsel aufwirft, zumal im Passauer Umland immer mehr Leichen auftauchen. Kripo-Hauptkomissar Berthold Brauser hatte sich die letzten Wochen vor seiner anstehenden Pension weitaus stressfreier vorgestellt. Erst recht ahnte er nicht, dass er auf seine alten Tage zum Spielball der Ereignisse werden würde...

Ist es eine reine Beziehungstat der die Opernsängerin erlegen ist? Anfangs scheint es so, zumal der Täter sie nicht lange hat leiden lassen und sie auch fein säuberlich auf ihr Bett drapiert wurde. Die Weberknecht schien unnahbar, obwohl sie viele Verehrer hatte. Oder ist der Mörder in der Familie zu finden? Immerhin hat die reiche Weberknecht-Sippe so manches dunkle Geheimnis im Keller vorborgen. Brauser und seine Mitarbeiter stehen vor einem großen Rätsel, zumal auch unter den Kollegen der Toten so manch verdächtige Gestalt herum schleicht...

Marionette des Teufels ist der dritte Kriminalroman aus der Feder von Dagmar Isabell Schmidbauer, Geschichten, die insgesamt über viele Jahre entstanden, der Autorin aber immer mehr Renommee verschafft haben.

Es ist sicherlich nicht zuletzt der angenehme, lockere Stil der Schmidbauer, der ihr Werk lesenswert macht. Aber auch sonst macht sie nahezu alles richtig: Marionette des Teufels ist ein komplexer, aber nicht verworrener Kriminalroman, in sich schlüssig und durchweg spannend. Glaubhafte und lebendige Charaktere laden zum mitfiebern ein. Gut recherchierte Anekdoten und gezielt angebrachtes Wissen sorgen dafür, dass neben der Unterhaltung auch die Bildung nicht zu kurz kommt. So lernt der Leser "nebenher" ein wenig über die Passauer Geschichte, oder aber erhält Basiskenntnisse in Sachen Oper. Auch soziologische und psychische Zusammenhänge werden wunderbar in Dialogen und Monologen eingeflochten, die aber allesamt zur Story gehören und so niemals fehl am Platze wirken.

So frisst man sich förmlich durch die Seiten dieses Buches, hungrig nach mehr Informationen und mit dem Verlangen, sowohl mehr über die beteiligten Figuren zu erfahren, als auch endlich des Mörders habhaft zu werden. Spannung bis zur letzten Seite ist garantiert, ein kleiner aber fairer Cliffhanger macht Lust auf den nächsten Roman, der dann im Herbst diesen Jahres erscheinen soll.
Und so lässt sich nur eines festhalten: Marionette des Teufels ist ein makelloses, hoch interessantes Stück Literatur, welches seine Lesestunden absolut wert war und zeigt, dass Dagmar Isabell Schmidbauer das Zeug hat, zu einer ganz großen Autorin zu avancieren!

Veröffentlicht: 11. November 2011
Genre: Krimi
Verlag: Edition Renumero
Umfang: 540 Seiten
Preis: 12,80 Euro (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-943395-00-6

Cover

08.08.2012 by Otti

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