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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Das Pack: Laut und gut

Zwei Hamburger Recken, ein Ziel: Mucke machen. Daraus resultierend: Spaß haben. Das Pack rockt sich schon seit ein paar Jahren durch die Gegend, und hat sich im Untergrund heimlich zu einer der interessanteren deutschen Kombos gemausert. Irgendwo zwischen Punk und purem Rock´n´Roll bestechen die beiden durch klare Linie, humorvolle und intelligente Texte, sowie eine Attitüde, die provokant ist, aber nicht durch übertriebenes Prollgehabe nervt.
Mit Macht doch was ihr wollt haben Das Pack gerade eine richtig geile Scheibe hingelegt, nun wollen wir ein wenig mehr über das infernale Duo wissen.

Otti:
Hey Jungs, erstmal Danke, dass ihr euch Zeit für meine Fragen nehmt. Was mich zunächst mal interessiert: Wie und wann hat es eigentlich mit Das Pack seinen Anfang genommen?

Das Pack:
In einer stürmischen, finsteren Nacht in Hamburg trafen wir uns in einer miesen Spielunke. Es war zwischen uns einfach sofort eine tiefe Liebe und Zuneigung da. Und wir haben beschlossen, gemeinsam die Welt zu erobern. Das war so Ende 2005. Erst wollten wir ein Trio sein, Pensen hat Gitarre gespielt und Flozze Bass. Aber nachdem wir sämtliche Hamburger Schlagzeuger verschlissen und gebrochen zurückgelassen hatten, beschlossen wir, es zu zweit zu tun. Zu weinerlich und schwach, diese Typen. Pensen hat sich dann einen feinen Gitarrenbass geschnitzt und Flozze sich ein Schlagzeug geklaut und es zu spielen gelernt und endlich waren wir komplett. Das war im April 2008, und der endgültige Startschuss.

Otti:
Musik lässt sich ja schwer in Schubladen packen, und eure ganz besonders: Mit eigenen Worten, was macht für euch den Sound von Das Pack aus?

Das Pack:
Er ist laut und gut. Er besteht aus Schlagzeug und verzerrten Gitarren. Er wird mit deutschen Worten betextet und meistens von Pensen, aber manchmal auch von Flozze gesungen. Und er darf erstmal alles sein was er gerne möchte, ohne in eine eben solche Schublade passen zu müssen. Obwohl man schon sagen kann, dass das, was wir da tun, im weitesten Sinne Rockmusik ist.

Otti:
Macht doch was ihr wollt heißt euer neues Album, das zweite meines Wissens nach. Wenn ihr die Scheibe mit drei Sätzen beschreiben müsstet, wie würdet ihr deren Kern zusammenfassen?

Das Pack:
Sie ist eine logische Weiterentwicklung der ersten Platte. Sie ist knüppelhart und grimmig, aber auch liebevoll und augenzwinkernd. Sie besteht aus ausschließlich sehr guten Liedern.

Otti:
Beim ersten Album macht man oft Fehler, die man beim zweiten mal gerne wiederholt. Was habt ihr denn dieses Mal besser gemacht als beim letzten Mal?

Das Pack:
Das kann man eigentlich so nicht sagen, da beide Platten unter komplett verschiedenen Voraussetzungen entstanden sind. Beim ersten Album kannte uns kein Mensch, niemand hat auf eine Platte von uns gewartet. Dementsprechend hatten wir natürlich viel mehr Zeit und Ruhe. Und jetzt haben wir ein Album schreiben, proben, arrangieren, aufnehmen, mischen, mastern, designen müssen, hatten dabei die Zeit im Nacken und haben währenddessen noch Konzerte gespielt. Und wir finden, wir haben uns diesen Dingen hervorragend gestellt und ihnen angsteinflößend ins Gesicht gelacht. Das haben wir gut gemacht.

Otti:
Eure Texte sind ja doch sehr interessant. Inwieweit basieren denn Songs wie Du bist eine Nutte und Weils geils auf persönlichen Erfahrungen?

Das Pack:
Auch wenn man einen witzigen Text schreibt, basiert der ja auf Dingen die man erlebt hat, oder Situationen, in denen man was gesehen hat und dachte, dass dieses Bild, dieses Gefühl oder diese Story stark genug ist für ein gutes Lied. Insofern beruhen alle unsere Songs auf persönlichen Erfahrungen. Wir sind ja nicht irgendwelche Musik-Design-Idioten die sich was ausdenken wovon sie denken dass es Erfolg haben könnte. Wir sind halt derbe reale, heftige Motherfucker! Hahaha...

Otti:
Überhaupt scheint ihr zu den Bands zu gehören, die sich selbst nicht zu ernst nehmen, gleichzeitig aber doch einiges zu sagen zu haben. Welche Themen liegen euch denn derzeit besonders am Herzen?

Das Pack:
Fußball, Liebe, Politik, Globalisierung, Fußball, das Wetter, Urlaub, Kapitalismus, Freunde, Fußball, Musik, Fußball.

Otti:
"Nur" zu zweit zu sein hat sicher Vor- und Nachteile. Wie sieht denn euer Verhältnis untereinander aus? Und seid ihr live auch ausschließlich als Duo auf der Bühne?

Das Pack:
Wir sind seit 2008 immer nur zu zweit auf der Bühne gewesen. Wir hatten einmal zwei männliche Backingsängerinnen dabei und unser Freund und Helfer Dragan lungert oft auf der Bühne rum und sieht verdammt gut aus dabei. Ansonsten immer nur wir, was anderes würde unser Ego auch gar nicht zulassen. Unser Verhältnis untereinander war immer und ausschließlich gut. Wenn wir Streit haben suchen wir uns jeder eine dicke Frau auf der Strasse und lassen die gegeneinander Schlamm-Catchen. Und derjenige, dessen Pferdchen dann gewinnt, hat für die nächsten Tage immer und in allem Recht. So regeln wir das wenn wir Interessenskonflikte haben. Und das raten wir auch den Politikern. Ihre Streitereien so zu lösen. Gewaltfrei und unterhaltsam.

Otti:
A propos Live - Euer Tourplan zum Album ist ja sehr ordentlich gefüllt. Was macht für euch den größten Reiz an Konzerten aus?

Das Pack:
Man ist ja leider nicht oder nur sehr selten dabei, wenn andere Leute die Musik die man sich ausgedacht hat hören. Deswegen ist es wunderschön, Konzerte zu spielen. Ekstatisch und sehr unmittelbar. Schleierhaft wie Künstler aus anderen Bereichen das aushalten, über einen längeren Zeitraum an ihren Sachen zu arbeiten und diese ungefilterte, pure Reaktion niemals zu spüren. Wer sich davon mal ein Bild machen möchte, auf unserer Homepage guterporno.de, gibt es eine Rubrik mit Tourberichten, Podcasts und Fotos, einfach mal reinschauen und fröhlich sein.

Otti:
2012 steht ja laut sicheren Quellen der Weltuntergang an - Seid ihr entsprechend vorbereitet?

Das Pack:
Ja. Um Heinz Strunk zu zitieren (Buch: Fleckenteufel, sehr zu empfehlen): Wir haben den ganzen Keller voll mit Sex-Sklaven. Die Apokalypse kann kommen, wir schließen uns dann vergnügt für die nächsten hundert Jahre da unten ein und feiern rauschende Ballnächte. Falls jemand Interesse hat, ein paar Plätze sind noch frei. Einfach reservieren auf guterporno.de

Otti:
Und mal im Ernst: Was sind eure Wünsche und Hoffnungen für das neue Jahr?

Das Pack:
Wir hoffen natürlich, dass wir eine tolle Tour spielen und viele Leute kommen, um uns zu besuchen und mit uns zu feiern. Und wir hoffen natürlich auch, dass unseren Fans und auch denen, die vielleicht mal welche werden könnten, unsere neue Platte so gut gefällt wie uns. Außerdem wünschen wir uns natürlich Gesundheit für uns und unsere Lieben und Weltfrieden und dass Helge Schneider endlich unser neuer Bundespräsident wird. Und die neue Nationalhymne wird das Lied Pommesbude. Damit können sich ja bestimmt viele Deutsche sehr gut identifizieren.

guterporno.de

Art des Interviews: Email
24.02.2012 by Otti

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