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Weto: Live in der Werkstatt Köln, 20.10.2011

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Weto sei ein Nebenprojekt von Schandmaul. Das stimmt natürlich nicht, Weto war zuerst da, hier erübrigt sich also die Henne-Ei-Diskussion... Aber ich brauchte halt gerade mal einen Anlauf, um in diesen Bericht einzusteigen. Denn es begab sich doch tatsächlich vor einigen Tagen, dass ich diese, von mir seit längerem schon geschätzte Band, erstmals auch live gesehen habe. Bereits im August haben Weto ja bereits ihr lang ersehntes, zweites Album Schattenspieler auf den Markt gebracht, für diesen Herbst war dann die gleichnamige Tour angekündigt - Und die wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen!

Ein paar der geplanten Termine der "Schattenspieler"-Tour wurden im Vorfeld abgesagt, weil wohl deutlich zu wenig Karten verkauft wurden. Das hat mich doch sehr überrascht, zähle ich Weto doch, auch trotz ihrer häufigen Schaffenspausen, zu den etwas bekannteren Acts im Untergrund, aber bei sowas steckt man ja nicht drin. Zum Glück fand jedoch das für mich erreichbarste Konzert am 20.10.2011 in der Werkstatt zu Köln wie geplant statt.


Weto

Die Location hatte ich selbst übrigens bis zu diesem Tage noch nie besucht, kannte sie nur vom Namen. Dementsprechend überrascht war ich, dass sie in der gleichen Ecke wie die Live Music Hall und das Underground ist, was das Parken nicht unbedingt vereinfachte. Trotzdem fand ich einen Stellplatz für mein Gefährt und bald auch den Eingang zur Werkstatt, wo sich bereits eine kleine Schlange zum Einlass gebildet hatte. Es dauerte allerdings nicht lange bis die Pforten geöffnet wurden, und nach einer kurzen Kontrolle durch die sympathische Security konnte ich mir auch gleich ein Bild vom Laden machen. Tatsächlich ist die Werkstatt gemütlich aber unspektakulär eingerichtet und hat einen vergleichsweise kleinen Innenraum, ideal also für Konzerte von Bands, die zwar eine gewisse Zugkraft haben, aber keine Megahallen füllen. Ein Fotograben war nicht vorhanden, weswegen ich mir gleich mal einen Stammplatz vorne rechts neben der Bühne suchte. Von dort beobachtete ich, wie sich die anfangs noch recht leere Werkstatt immer weiter mit Leuten füllte und machte mich mit meiner gerade wenige Tage zuvor gekauften neuen Camera vertraut. Endlich mal ein neues, besseres Spielzeug, das wollte an diesem Abend eingeweiht werden! =D

Als Vorband waren an diesem Abend Resomus aus Trier geladen, eine junge Rockband mit vornehmlich deutschsprachigen Texten und in meinen Augen eine gute und passende Wahl als Opener für Weto. Ich hatte Resomus letztes Jahr einmal ganz kurz beim Feuerfänger Festival in Trier gesehen, wo mir aber nur ein paar Minuten blieben, da ich hier einen Verkaufsstand hatte und generell nicht viel von den Konzerten mitbekam. Um so freudiger war die Überraschung, diese mir nicht vollkommen unbekannte Bande mal in Ruhe begutachten zu können.


Resomus

Und das was ich da sah war durchaus beachtlich. Resomus existieren erst seit 2009 als Soloprojekt, als Band gar erst seit letztem Sommer, haben sich aber ungezwungen professionell präsentiert. Wo andere Support-Acts oft durch ihre Nervosität dem kritischen Publikum Nahrung geben, haben Danny, Michael, Joshua und Johannes ihre Songs (die meisten vom Debütalbum Meine Welt) mit viel Spaß und Action vorgetragen und fleißig mit dem "Volk" vor der Bühne interagiert. Gespielt wurden unter anderem Schnauze, Sein und Zeitzeuge, wenn ich mir die Titel richtig notiert habe, zudem haben Resomus ein paar CDs an Leute im Publikum verschenkt. Verdient positiv viel dann auch die Gesamtresonanz aus, auch mir hat es wirklich gefallen. Wer sich mal näher mit dieser Band befassen will, besuche doch einfach mal www.resomus.de, kann ich nur empfehlen.

Die Stimmung war also angenehm, als Weto die Bühne betraten, die Werkstatt ordentlich gefüllt (wenn auch nicht bis zum Rand) und der Mainact konnte sein Set aufnehmen. Wie Frontmann Thomas im Laufe des Gigs anmerkte, war dies übrigens auch der bestbesuchte Termin der Tour. Nach zahllosen Schandmaul-Konzertbesuchen meinerseits waren mir die Herren auf der Bühne natürlich bereits bestens bekannt, und dass es nicht schlecht werden konnte, war so sicher wie der Abpiff beim Fußballspiel. So feuerten Weto ein gewaltiges Set ab mit nahezu allen Songs (oder waren es gar alle?) von Schattenspieler, aber natürlich auch vielen Stücken vom Debüt Das 2weite Ich. So wurde zum Beispiel Eiszeit performt, aber auch Feuertanz, bei dem Thomas sich dann auch wieder augenzwinkernd über die bösen Schandmaul beschwert hat, die diesen von Weto "geklaut" haben. Auch betonte er, dass es ja wirklich schön sei mal wieder in kleinen Clubs zu spielen, er aber Kabel hasse... Die Sehnsucht nach seinem Funkmikro war dem armen Kerl echt ins Gesicht geschrieben. Und überhaupt!
Jeder, der Schandmaul oder eben auch Weto mal live gesehen hat, weiß wohl um die Geschwätzigkeit des Sängers, der eigentlich zu jedem Song eine witzige, traurige oder einfach interessante Anekdote zu erzählen weiß. Das kann man gar nicht in einem Bericht wie diesem wiedergeben, das muss man einfach selbst erlebt haben! Und ist sicher auch ein Grund warum die Konzerte dieser Recken immer wieder Spaß machen.
Ein anderer Grund ist natürlich die geniale Musik, Weto haben hiervon eine Menge zu bieten und die sympathischen Männer auf der Bühne haben sich eben wahrlich nicht lumpen lassen. Songs wie Orient & Okzident oder Irrlicht packen einfach, und nach zahllosen weiteren schönen Songs wurde dann In unserer Mitte zum Schlusspunkt des Hauptsets, gewidmet einem alten Freund (Bart?), der bei einer Hotelparty vom Dach fiel.


Weto

Dass es damit aber längst nicht vorbei sein konnte war klar. Weto enterten nach den frenetischen Zugabe-Rufen erneut die Bühne, woraufhin Thomas an Gitarrist Ducky folgende Worte richtete: "Natürlich muss da noch was kommen. Wir haben dich doch nicht stundenlang üben lassen für deine Gitarrensoli, ohne dass wir jetzt Gitarrensoli spiel´n". Das durfte er dann auch während der Zugaben, die unter anderem Wolfsherz umfassten, bei denen Gastmusiker eingespannt wurden (u.a. Roadie Josef, Gitarrist von Heavy Ride), und die dann im finalen und traumhaft schönen Wie zwei Raben gipfelten, welches Thomas seiner Frau widmete.

Mein erstes Weto-Konzert war also (erwartungsgemäß) ein fantastisch schönes Erlebnis, welches ich nicht missen möchte. Um so unverständlicher der Umstand, dass die Jungs nicht alle Hütten der Tour restlos ausverkauft haben und eben gar ein paar Gigs absagen mussten... Alle ihr, die ihr daheim geblieben seid, habt was verpasst! So, das musste mal gesagt werden. ;)

Mehr zu Weto gibt es natürlich auch auf deren Website: www.wetomusic.de.

Bilder vom Abend findet ihr in dieser Galerie.

06.11.2011 by Otti

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16.08.2011Weto: Schattenspieler(Rezension: Musik)
21.02.2012Blackfield Festival 2012: Update(Pressemeldung: Veranstaltungen)
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