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Rock Hard Festival 2011 Gelsenkirchen Amphitheater: Samstag 11.06.11

War das Freitag noch schön als es um 15 Uhr los ging mit den Bands, aber heute und nach einer viel zu kurzen "Nacht" ist es um kurz vor 13 Uhr doch verdammt früh um vor der Bühne zu stehen. War echt zu viel Camping und Partyzelt Action gestern! Wenigstens ist das Wetter ganz gut an diesem Samstag sodass man nicht mit Regenmassen zu kämpfen hatte. Leider änderte sich auch das im weiteren Verlauf des Festivals aber dazu kommen wir später!

Den Startschuss am "Samstag-morgen" machten die jungen Schweizer von DREAMSHADE. Freunde das melodischen Death Metals a la alte IN FLAMES, SOILWORK und CHILDREN OF BODOM kamen bei den Musikern voll auf ihre Kosten. Die Band legte eine ordentlich wilde Performance auf die Bühne und wollten den wenigen Leuten in der "Arena" zeigen, dass auch im südlichen Europa es man auch versteht modernen Melo-Death zu frönen.

”Dreamshade”

Ihre Debutalbum "What Silence Hide" ist doch sehr keyboardlastig ausgefallen, aber hier auf dem “Rock Hard Festival“ fehlte es komplett. Daher kamen die Songs aggressiver und rauer rüber, was ich persönlich auch gut fand. Keyboardss sind doch echt überbewertet und DREAMSHADE klangen so pur einfach besser. Als Startschuss waren sie schon mal recht ordentlich! Einige junge Fans feierten die Band auch ordentlich ab, waren das vielleicht auch Bekannte und Freunde von den Jungs?

Weiter ging es mit den "jungen Wilden“ in der Form von IN SOLITUDE aus Schweden. Die sich aber mehr dem traditionellen Metal verschrieben haben, musikalisch wie optisch! Recht so, schön das sich viele junge Bands an das Erbe ihrer Eltern orientieren und den "alten" Sound würdigen. Stimmlich war ihr Material zwar etwas zu dick und schräg vorgetragen, aber musikalisch boten sie eine solide eingängige Mischung aus alten IRON MAIDEN und MERCYFUL FATE.

”In

Das Amphitheater wurde jetzt auch etwas voller und junge wie alte Fans spendeten reichlich Applaus. Auch wenn die Schweden noch Luft nach oben haben, an dem Gesang sollten sie wirklich arbeiten und auch an ihren Solis, kamen sie ehrlich und authentisch rüber. Gut zu wissen, dass die junge Band den traditionellen Sound zu schätzen weiß!

DISBELIEF hatten einige technische Probleme als sie mit "A Place To Hide" einstiegen, vom verpatzten Intro mal ganz zu schwiegen. Aber das legte sich bald und so kam ihr wuchtiger brachial Sound, ich nenne es mal emotionaler Doom Death Metal, richtig zu Geltung. Aber DISBELIEF passen schon lange in keine spezielle Schublade mehr sodass das jetzt nur so eine klein Orientierungshilfe ist. Sänger Jagger überzeugte mal wieder mit seinem emotionalen und leidenden tiefen Gesang und seine Hintermannschaft legte eine energiegeladene Performance auf die Bühne des Amphitheaters.

”Disbelief”

Songs wie "Sick", "Navigator" und "Room 39" walzten förmlich alles platt und unterstreichen die Urgewallt ihres Sounds optimal. Leider wollte der berühmte Funke nicht so recht auf alle im Publikum überspringen, denn die Reaktionen auf DISBELIEF waren zwar ordentlich aber nicht überwältigen wie ich es eigentlich erwartet habe. Aber trotzdem gehört die Band immer noch zu den intensivsten Doom Death Metal Walzen in Deutschland.

Mit den Holländern EPICA steht dann auch die einzige Frau auf diesem Festival am Mikro und die sechs Musiker bieten eine Lehrstunde in Sachen epischen Symponic-Metal. Sängerin Simone überzeugt mit ihrer variablen Stimme und der Rest der Gruppe punktete mit einer große Spielfreude.

”Epica”

Mehr kann ich auch dann so richtig nicht mehr darüber sagen denn EPICA machen genau die Musik bei der ich immer die Flucht ergreife! Bombastischer Keyboard-Sound gemixt mit vielen eingängigen Melodien war noch nie meine Welt. Aber trotzdem waren am Ende des Gigs alle Fans von EPICA denke ich mal doch sehr angetan von dem Auftritt. Auch die "Ausziehen" Rufe konnte sich Sängerin Simone mit einem knappen "Nein Danke" entziehen.

Jetzt war Partytime angesagt. BULLET sind auch schon "alte" Bekannte auf dem Rock Hard Festival und konnten hier schon immer überzeugen mit ihrem rotzigen Mix aus AC/DC und ACCEPT! Dementsprechend wurde es auch voll vor der Bühne und auf den Rängen. Die positiv bekloppte Band legte auch leidenschaftlich los mit "Highways Pirates" und ab jetzt war bei den Fans kein Halten mehr möglich. Die Schweden wurden gnadenlos gefeiert und die Texte wurden lauthals mit gegröhlt von Party-Nummern wie "Turn It Up Loud", "Stay Wild", "Roadking" und "Bite The Bullet".

”Bullet”

Durch diese Reaktionen drehte die Band noch mehr auf und keiner stand auch nur eine Sekunde still auf der Bühne. Ja, das war Spielfreude und Partyspaß pur und man sah überall kreisende Matten, gereckte Fäuste und glückliche Gesichter. Hier schwappte echt extrem viel positive Energie von der Bühne und diesen Auftritt von BULLET kann man einfach nur mitreißend nennen. Ein wahres Highlight an diesem Samstag und ich denke da wird mir kaum einer wieder sprechen der sich die Band angesehen hat.

Auf MORGOTH freute ich mich ganz besonders als Death Metal Fanatiker. Ihre ersten 4 Veröffentlichungen sind absolute Highlights des deutschen Todes-Stahls und kaum eine andere Band klang damals Anfang der 90er so originell wie die Sauerländer aus Meschede! Zwar sehe ich Reunions immer etwas skeptisch entgegen, aber nach den beiden ersten Songs "Body Count" und "Exit To Temptation" waren meine Bedenken verflogen. Die Haare sind zwar kürzer geworden und auch nicht alle Original Mitglieder standen auf der Bühne aber die Band spielte verdammt gut zusammen und brachten ihre alten Songs extrem gut rüber.

”Morgoth”

Jetzt hagelte es ein Death Metal Hit nach dem anderen und die Songs überzeugten genauso wie zu ihren Anfangszeiten. Sänger Marc Grewe sah man deutlich an, dass er mächtig Spaß hatte und alle anderen Mitglieder legten sich auch so richtig ins Zeug. Ich bekomme jetzt noch Gänsepelle wenn ich an Brecher denke wie "Suffer Life", "Pits Of Utumno", "Sold Baptism", der Übersong "Under The Surface" und "Isolated". Aber egal was sie hier raus hauten, jeder Song war ein Knall in die Fresse. Verdammt gut kann ich da nur sagen und Marc war auch bestens bei Stimme, auch wenn er ein wenig höher sang als auf ihren Scheiben, besonders seine Schreie waren echt fies!

”Morgoth”

Reunion, zumindest auf der Bühne, erfolgreich abgeschlossen und wenn sie ihre Form so halten, werden sie auf jedem Festival, wo sie noch auftreten, bestens bestehen! Zum Schluss kannte auch der Himmel kein Halten mehr und öffnete mal wieder seine Pforten. Wieder Eimerweise knallte der Regen runter und nach dem letzten Song "White Gallery" war man komplett nass! Schön das meine Regenjacke im Zelt lag, wenigsten war die trocken!

Durch den starken Regen und auch Wind stieg der erste Headliner des Abends AMORPHIS fast ohne Publikum auf die Bühne. Die Finnen sind aber Profi genug, dass sie sich davon nicht beeindrucken ließen. Souverän wie eh und je zockten sie ihr Material runter und schafften es auch die Leute wieder zurück ins Amphitheater zu holen. Blickfang ist natürlich Sänger Tomi der die Bühne mit seinen langen Dreadlocks trocken föhnt, wenn er zum Propeller-Banging ansetzte.

”Amorphis”

Auch stimmlich kann er wieder mal total überzeugen und schafft locker den Spagat zwischen tiefen Growls und melodiösem Klargesang. Seine Hintermannschaft hält sich da leider immer etwas zurück, aber wenn man so einen agilen Frontmann in seiner Band hat, da kann man ruhig ihm die Show überlassen. Viele alte Stücke gaben die Finnen zum Besten und würzten das mit ein paar Songs neueren Datums. Auf Scheibe tue ich mir Band eigentlich nicht an aber live, wo sie auch deutlich härter herüberkommen, ist auf AMORPHIS eigentlich immer Verlass seitdem sie Tomi als Sänger in der Band haben.

2008 wurde Matt Barlow im Schoss der Familie ICED EARTH wieder aufgenommen und es war damals ein Gig der wohl kaum jemand vergessen hat der dabei gewesen war. Hier und heute galt es mal wieder Abschied zu nehmen von einem der besten und sympathischsten Sänger der Metal-Szene. Die Amerikaner boten eine absolute Best-Off - Songauswahl ihres Schaffens und es wurde ein noch emotionaler Auftritt wie vor ein paar Jahren. Matt wurde die ganze Zeit extrem abgefeiert und zwischen ihren Songs waren die Matt Rufe lauter als die Band selber.

”Iced

Auch wenn man vorne an der Bühne verweilte sangen die Fans mehr als laut die Texte mit. Gerade bei ihren Balladen wie "Watching Over Me", "I Died For You" und "Melancholy" war es besonders beeindruckend, mit welcher Inbrunst da mitgesungen wurde. Die gesamte Band legte einen hohen Energielevel an den Tag und Matt war absolut blendend bei Stimme dass man immer wieder Gänsehaut bekam. Auch der Himmel schien mit den Fans zu trauern das Matt seinen Job bei ICED EARTH aufgibt und der Regen kam zu "Jack" und "The Hunter" zurück! Das schmälerte aber den Gig nur so am Rande denn zum trocken Bangen hatte man noch genug Zeit!

”Iced

Bei der Mega Setlist, die alle wichtigen Alben mit Matt berücksichtigte, blieben auch keine Wünsche offen, außer dass der Mann seinen Ausstieg wieder rückgängig macht vielleicht, aber bei den emotionalen Fan-Reaktionen müsste selbst ihm sein Rücktritt noch schwerer fallen. Los ging es mit dem fulminanten "1776" weiter mit "Burning Time", "Declaration Day", "Vengeance Is Mine", dem schnellen Thrasher "Violate" danach kam die erwähnte Halbballade "Watching Over Me". Mit "Last December" wurde wieder Fahrt aufgenommen, danach folgte "Travel In Stygain" und nach der Ballade "I Died For You" ging es im Regen weiter mit "Jack" und "The Hunter" und fast ohne Regen wurde es wieder ruhiger mit "Melancholy (Holy Martyr)". Den letzten Abschnitt des Sets bildeten "Prophecy", "Birth Of The Wicked", "The Coming Curse", "Colors", "My Own Savior" und das finale "Iced Earth".

Ja... danach konnte man entweder heulen gehen oder im Partyzelt diesen denkwürdigen Abend gebührend abfeiern. Ich entschied mich fürs Partyzelt. Paff Ende!

11.07.2011 by Gisela

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