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In Extremo: Sterneneisen

Heute ist es endlich soweit! Knapp 3 Jahre nach Sängerkrieg erscheint das von allen Fans herbeigesehnte neueste In Extremo-Album Sterneneisen. Nachdem wir euch schon vor ein paar Wochen durch das Interview mit Flex, in welchem er unter anderem seinen Heißhunger auf die kommenden beiden Touren betonte, erste Eindrücke verschaffen konnten, will ich euch nun zum Release die neue Scheibe ans Herz legen.

Man möge mir verzeihen, aber mit Sängerkrieg war ich seinerzeit nicht ganz so glücklich wie die meisten anderen Fans... Mir war die Scheibe insgesamt etwas zu straight. Sterneneisen macht da einen kleinen Schritt zurück, der einen gewaltigen Sprung nach vorne bedeutet! Die positiven Elemente der letzten Scheibe wurden beibehalten (Kraft und punkige Highspeed-Komponenten), insgesamt gestaltet sich das aktuelle Werk aber wieder wesentlich vielschichtiger. Schon der Opener Zigeunerskat ehrt die Spielmanns-Wurzen von InEx, handelt von Freiheit und Abenteuer und gibt mit schwungvoller Melodey den Startschuss für ein Top-Album das zu keinem Punkt Qualität vermissen lässt.

Der zweite Track (Gold) zeigt dann auch direkt eindrucksvoll, wie der neue Schlagwerker Specki T.D. das In Extremo-Spiel bereichert: Das Drumintro macht Laune und Lust auf mehr. Es folgt der erste Höhepunkt auf Sterneneisen: Viva La Vida ist ein hitverdächtiger Ohrwurm, der von der morgendlichen Heimkehr nach einer durchzechten Nacht handelt... Einfach nur geil!
Im Anschluss wird es etwas ruhiger und besinnlicher, Siehst Du das Licht bietet einen schönen Kontrapunkt zum mittlerweile doch sehr lauten Gesamtsound der Berliner. das stampfende Stalker wiederum befasst sich mit dem Problem gewisser Menschen, die ihren Opfern das Leben mit ihrem Belagerungsdrang zur Hölle machen... Nachvollziehbar, wenn man es selbst mal erlebt hat. Beim anschließenden Hol die Sterne hat dann auch niemand anders als der Graf von Unheilig mitgewirkt, leider merkt man das dem Song nur dann an, wenn man es weiß. Trotzdem ein schönes Gastspiel, welches eine langjährige Freundschaft unterstreicht.

Der siebte Track und Titelsong Sterneneisen weiß durch richtig ordentliche Metalriffs zu überzeugen und bietet die obligatorische Selbstbeschreibung, welche In Extremo gerne anbringen: Laut, verehrt und angespien. Ganz zu den eigenen Wurzeln zurück kehrt man im Anschluss... Hier wird der Zauberspruch No. VII zum Besten gegeben, um gleich darauf meinem zweiten Lieblingstrack zu weichen: Auge um Auge klingt in gewisser Weise auch nach den besten Stücken von Tanzwut - Wen wunderts, waren Micha aka "Das letzte Einhorn und Teufel doch in früheren Jahren ein Spielmannsduo. Der Song handelt von den Gedanken, die ein zum Tode Verurteilter kurz vor seiner Hinrichtung hat... Und es gäbe keine perfektere und emotionalere Form, diese Thematik musikalisch umzusetzen.

Schau zum Mond ist der eher unaufgeregteste und unauffälligste Song auf Sterneneisen, nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Ganz anders verhält sich das natürlich beim Schwermetall-Kracher Unsichtbar, für das ein zweiter großer Gast gewonnen werden konnte: Mille Petrozza von Kreator. Mittelalter trifft Metallegende, das kann nur gut gehen! Einen besinnlichen und romantischen Abschluss findet das Album schließlich in Ich vermisse Dich - Der Titel ist Programm...

Bleibt einfach festzuhalten, dass In Extremo sich trotz des mittlerweile überwältigen Erfolgs treu geblieben sind und ihre Spielmannsherzen nie verloren haben. Sterneneisen unterstreicht dies in jeder Note, in all seiner Beschaffenheit, und ist mit Sicherheit das vielseitigste Werk, welches diese Band uns bis dato vorgelegt hat. Ein Pflichtkauf für jeden Fan modernen Mittelalterrocks!

Trackliste:
01. Zigeunerskat
02. Gold
03. Viva La Vida
04. Siehst Du das Licht
05. Stalker
06. Hol die Sterne (feat. Der Graf)
07. Sterneneisen
08. Zauberspruch No. VII
09. Auge um Auge
10. Schau zum Mond
11. Unsichtbar (feat. Mille Petrozza)
12. Ich vermisse Dich
Bonus: 13. Interactice Audio (Webplayer mit Bonus Content)

Veröffentlichung: 25.02.2011
Stil: Mittelalter Rock/Metal
Label: Vertigo/Universal Music
Website: www.inextremo.de
MySpace: www.myspace.com/officialinextremo

Cover

25.02.2011 by Otti
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