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EGOamp: Welcome To The Cabinet

Das Kabinett des Dr. Caligari gehört schon lange zu den Kultstreifen aus der frühen, deutschen Stummfilmzeit der 20er Jahre. Bis heute gilt die Geschichte, welche gut und böse verdreht und auch in Frage stellt, als Meisterwerk, und hat zahlreiche expressionistische und phantastische Filme und andere Kunstwerke inspiriert. Zwei der Hauptpersonen (Dr. Asmodi Caligari höchstpersönlich und sein "Ausstellungsstück" Cesare Insomnia) haben nicht nur die damalige Zeit überlebt, sondern sich auch zu einem Musikprojekt zusammengefunden, welches ihre Geschichte, aber auch andere Erlebnisse in Melodien fasst. Nachdem die Remix-EP The Cabinet Ende letzten Jahres schon einen positiven Eindruck des Kommenden gegeben hat, bescheren uns EGOamp, so der Name des Projektes, nun mit ihrem ersten vollwertigen Album: Welcome To The Cabinet.

Man könnte es auch weniger blumig ausdrücken und einfach sagen, dass es sich bei EGOamp um einen noch recht neuen Electroact aus deutschen Landen handelt, welcher sich nun seinen Weg in die Herzen und gehörgänge der Menschheit sucht. Tatsächlich produziert das Duo astreine, wavige Synthpopmusik, die vor allem durch schmeichelnde Klänge und eingängige Melodien überzeugt, diese aber auch immer wieder mit nachhaltigen Hooklines aufgefüllt. Songs wie The Cabinet bauen grundsätzlich auf simple Strukturen, schaffen es jedoch mit teils sphärischen Tönen und tanzbaren Beats stets auch den Gelegenheitshörer dazu zu bringen, sich der Musik hinzugeben. Lyrisch wird dabei sowohl die Thematik des eingangs erwähnten Stummfilms aufgegriffen, gleichzeitig arbeiten EGOamp aber auch mit Metaphern und betörenden Refrains.

Verspielte Elemente wie das Piano-Intro zu The Camera tun ihr übriges, um aus Welcome To The Cabinet ein abwechslungsreiches und doch homogenes Album zu machen. EGOamp schaffen es auf geschickte Art und Weise, einen Hauch Retro-Atmosphäre in ein ansonsten modern klingendes Gesamtwerk zu packen, das zwar auch mal klangliche Ausflüge in die 80er oder 90er macht, aber nie altbacken wirkt. Wenn man dann noch bedenkt, dass es sich hier eben um ein Debütalbum handelt, dann muss man den Hut ziehen vor der Kunst, welche uns dieses Duo präsentiert. Sollten EGOamp auf diesem Niveau weitermusizieren, prophezeie ich ihnen eine erfolgreiche Zukunft.

Trackliste:
01. Holstenwall
02. The Cabinet
03. Curious
04. We Are Freaks
05. The Carnival
06. The Director
07. The Surgery
08. The Camera
09. The Veil
10. Lady And The Tramp
11. Out Of Place
12. Egomaniac Maniac

Veröffentlichung: 22.02.2011
Stil: Electro/New Wave/Pop
Label: Ionium Records
Website: www.ego-amp.com
MySpace: www.myspace.com/egoamp

Cover

22.02.2011 by Otti

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