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Michael A. Stackpole: Das verlorene Land

Dies ist die Geschichte eines Brüderpaares, das für größeres Auserkoren ist. In einem Reich, welches vor Jahrhunderten von einem magischen Sturm verwüstet wurde, leben Keles und Jorim Anturasi als Enkel des größten Kartographen der Dynastie Nalenyr. Die Macht, die Ihr Großvater Qiro dem Dynasten Cyron verleiht, ist unermesslich: Exakte Land- und Seekarten sind für Handel, Wirtschaft und Krieg unerlässlich. Und so werden die beiden Brüder wie schon so oft getrennt ausgesendet, um das Land zu vermessen und unbekannte Regionen zu erforschen. Doch etwas brodelt in den Dynastien: Rivalitäten verschärfen sich, Attentäter lauern allenthalben und ein Krieg scheint sich zusammenzubrauen. Zudem ist ungewiss, ob die beiden Brüder von ihren Reisen jemals zurückkehren werden...

Michael A. Stackpole gehört schon seit meiner Kindheit zu meinen absolut favorisierten Autoren, hat doch seine Beteiligung an den Romanreihen zu Shadowrun, Battletech und Star Wars maßgeblich zu meiner Begeisterung für Fantasy, SF und letztlich auch für Rollenspiele beigetragen - Ein Fakt der mein Leben entscheidend verändert hat. Stackpole ist ein Meister seiner Kunst, schafft er es doch, wie kaum ein anderer Autor der "eskapistischen" Genres, politische Zusammenhänge, Intrigen, Etikette und Diplomatie leicht verständlich und nachvollziehbar in seine Geschichten einzuflechten und mit Action, tiefbeseelten Charakteren und dichter Atmosphäre zu verweben. Selbiges gilt auch für Das verlorene Land, jenes Taschenbüchlein aus seiner Feder, welches ich soeben zuende gelesen und zur Seite gelegt habe.

Entdeckt habe ich den Roman wie so oft bei einem meiner Streifzüge durch örtliche Buchhandlungen, speziell war ich auf der Suche nach einem netten, in sich abgeschlossenen Fantasyroman für zwischendurch. Diesen glaubte ich in Das verlorene Land gefunden zu haben, der Name des Autors erlaubte mir zudem nahezu blind zuzugreifen. Doch eine Ernüchterung folgte insofern, dass dieser Roman Teil einer Trilogie namens Saga der neuen Welt ist. Leider war dieser Umstand nirgendwo auf dem Einband vermerkt. Tolle Sache, nun darf ich mir die Fortsetzungsbände auch bald zulegen, das war so eigentlich nicht geplant.

Auf der anderen Seite aber freue ich mich natürlich auch darauf, weitere Zeit mit den Anturasi-Geschwistern (zu denen auch Keles Zwillingsschwester Nirati gehört) und ihren Gefährten zu verbringen. Wo Michael A. Stackpole drauf steht, ist eben hochqualitative Unterhaltungskost drin. Zwar holt sich der Autor bei seiner Saga viele Inspirationen und Anleihen aus unserer realen Geschichte, das ist aber in diesem Fall gewollt. Die Art, wie Stackpole Aspekte aus Kulturen wie z.B. den Azteken oder auch der frühchinesischen Zeit in seine Fantasywelt integriert, wirkt nur äußerst selten plagiativ. Meist passt alles und ist stimmig und nachvollziehbar. Ärgerlich bleibt allerdings, dass Das verlorene Land tatsächlich nach seinen gut 730 Seiten mitten im Geschehen aufhört und somit alle Handlungsstränge zu Cliffhangern werden. Hier kommt man einfach nicht drumherum schnellstmöglich auch den nächsten Band zu erstehen.

Ob Stackpole die hohe Qualität und Spannung des ersten Bandes über die gesamte Trilogie halten kann, vermag ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beurteilen. Für sich genommen aber unterstreicht Das verlorene Land meine oben genannten Lobpreisungen über seinen Urheber. Bis auf minimale Abstriche ist dies definitiv eine feine Fantasy-Perle mit exotischem Flair.

Veröffentlicht: 05. Oktober 2009
Verlag: Heyne
Umfang: 736 Seiten
Preis: 8,95 Euro (Taschenbuchausgabe)
ISBN: 978-3-453-52629-7

Cover

18.02.2011 by Otti

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Weitere Beiträge zu Michael A. Stackpole:

31.03.2011Michael A. Stackpole: Der Kampf um die alte Welt(Rezension: Literatur)
13.04.2011Michael A. Stackpole: Die neue Welt(Rezension: Literatur)

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