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Hellveto: Wiara, nadzieja..., potepienie

Der Schwarzmetall als solcher ist eine Musikrichtung, die garantiert noch lange nicht vom Aussterben bedroht ist. Dafür sorgen tausende und abertausende Musikprojekte, welche die Grenzen des Genres sehr weit auslegen und immer wieder neue musikalische Ergüsse von sich geben - Manche recht genial, andere wiederum peinlich oder gar übelst daneben. Auffällig ist auch, dass gerade im BM relativ viele Ein-Mann-Projekte unterwegs sind, was natürlich daran liegen könnte, dass so mancher Anhänger dieser Kultur sich so dermassen in abgedrehte Ansichten und kranke Ideen flüchtet, dass es ihm schwer fällt, gleichgesinnte Mitstreiter zu finden. Was bei Hellveto die Gründe sind, warum hier lediglich ein Herr namens L.O.N. sich für alle Instrumente und Vocals verantwortlich zeigt, können wir an dieser Stelle nicht beurteilen. Vielleicht fragen wir ihn bei Gelegenheit mal.

Bei Hellveto handelt es sich jedenfalls um ein Black Metal-Projekt aus Polen, welches in seinem Heimatland wohl recht bekannt zu sein scheint, aber im Rest der Welt maximal Undergroundstatus inne hat. Bewusst sicherlich, denn L.O.N. wird es bestimmt nicht darauf anlegen, vom Mainstream gefangen zu werden - zu bizarr, antichristlich und voller Abscheu gegen die Gesellschaft wirkt das, was er uns von seiner Welt zugänglich macht. Dieses Image pflegt der Maestro seit über 15 Jahren und ca einem Dutzend Alben. Im Herbst kam ein weiteres Pamphlet des Bösen hinzu: Wiara, nadzieja..., potepienie (zu Deutsch wohl soviel wie "Glaube, Hoffnung..., Verdammung" - Man verzeihe mir wenn Fehler in der Übersetzung sind).
Enthalten sind sieben eher ruhige und recht orchestral anmutende Stücke, die allerdings stellenweise gar etwas blechern klingen. Wer sich das entsprechende Digipack zulegt bekommt zudem drei weitere Extended-Versionen von Hellveto-Songs, die uns allerdings hier nicht vorliegen.

Die Backlist des Künstlers ist mir ebenfalls nicht bekannt... Das vorliegende Album darf man aber durchaus als interessant ansehen. Die Songs kommen ausgesprochen düster daher und wirken oft eher wie Dark Wave oder gar Neofolk, als dass sie nach Metal klingen, dennoch spürt man die Headbangerwurzeln ganz deutlich. Was mich ein wenig wurmt ist natürlich, dass ich über die Inhalte nichts weiter erzählen kann - Dem Polnischen bin ich leider nicht mächtig. Es ist aber zu vermuten, dass die Lyrics sich vor allem mit misanthropischen und antichristlichen Inhalten befassen. Wer gerne in metallischen Untiefen fernab des Mainstreams fischt, sollte hier auf jeden Fall einmal sein Netz auswerfen: Dieses Album von Hellveto ist, bis auf gelegentlich übertriebenen Hall, echt überraschend wohlklingend und spannungsgeladen.

Trackliste
CD1:
01. Dramatu won
02. Gdy ogien u bram zaplonal
03. Kto zawisnie dzis...
04. Wiara, nadzieja..., potepienie
05. Jam glosem niemych
06. Swit zalamania
07. Od zachodu na wschod
CD2:
01. Kry
02. Od poludnia na polnoc
03. Wiara, nadzieja..., potepienie

Veröffentlichung: 10.11.2010
Stil: Black Metal
Label: Pagan Records
Website: www.hellveto.com
MySpace: www.myspace.com/hellveto

Cover
Greenist

03.01.2011 by Otti

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