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Faun: Paganfolk in der Matrix - Die Faune sind zurück

Esoterische Klänge, rhytmisches Trommeln, engelsgleiche Chöre... Faun sind und bleiben eine Ausnahmeerscheinung auf dem deutschen Musikmarkt. Trotz, oder vielleicht auch wegen der jüngsten Umbesetzung im Bandensemble. Ihr nunmehr sechstes Konzert als Teil der Band hat Sandra Elflein vergangenen Donnerstag bestritten, und man darf vorweg nehmen: Sie hat sich nicht nur in die Band eingefügt, sondern das Konzert auch bereichert.

Nach der Trennung von Lisa im Winter war dies wohl auch sicher eine der Hauptsorgen der Fans. Kann jemand Lisa ersetzen? Die Antwort ist klar: Nein! Denn ein Ersatz ist dieser "Personalwechsel" sicher nicht, vielmehr ein neuer Weg. Sandra hat sich jedenfalls perfekt in ihre jetztige Aufgabe eingefunden, und in der Matrix sowohl durch ihre Sangeskünste, als auch durch ihr beeindruckendes Geigenspiel, sicher die Herzen vieler skeptischer Fans erweicht. Und auch wenn der Abschied von Lisa manchen wehtut, die Geschichte von Faun geht weiter...


Temple of Twilight

Aber das nur vorneweg. Wie schon erwähnt, spielten die Faun am Donnerstag in der Matrix zu Bochum, Grund genug für mich, mal nen Tag frei zu nehmen und die 100 Kilometer Reise zu bewältigen. Wie so oft hatte leider von den Leuten, die ich fragte keiner Zeit oder Lust mitzukommen, wozu ich im nachhinein nur sagen kann: Selbst schuld. ;) Im Gepäck hatte ich auch noch ein paar Interviewfragen, und so konnte ja eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Um den Abend möglichst stressfrei zu halten fuhr ich auch sehr zeitig los, nahezu pünktlich zum Einlaß kam ich dann auch an der Venue an. Also galt es zur Band durchzudringen, und ich fragte oben am Einlass, wie ich denn nun zu Faun kommen könnte. Der nette Chef-Sicherheitsmensch meinte dann zu mir, ich solle doch zum ebenfalls netten Menschen unten am noch verschlossenen Eingang zur Konzerthalle zu bitten, mich durchzulassen, "mit einem schönen Gruß vom Holger". Eben jener zweite Türsteher hatte aber kurz vorher schon den Tourleiter beinahe ausgesperrt, da dieser ihm kein "Bändchen" vorweisen konnte.
Trotzdem bin ich brav nach unten getapert, um mir die zu erwartende Abfuhr abzuholen. Ohne Bändchen oder Holger kein Zutritt! So stiefelte ich die vielen Stufen wieder nach oben, erstatte Holger Meldung. Das Ende vom Lied war, er schickte mich in Begleitung eines anderen Kollegen ins Backstage zu Faun.

An dieser Stelle ein lieber Gruß ans wie immer gute Security-Team der Matrix. Besser solch genaue Kontrollen, als die chaotischen Zustände bei manch anderen Gelegenheiten. Das ist lobenswert, zumal ihr auch immer freundlich bleibt. :)

Im Backstage angekommen blieb die Suche nach Oliver Satyr allerdings erfolglos, stattdessen traf ich Niel, den Synthie-Quäler der Band, welcher auch bei meinem ersten Gespräch mit Faun damals im Spö mitgewirkt hat. Nachdem Oliver sich dann entschuldigen ließ (Grippal angeschlagen), schleiften Niel und ich einfach mal Sandra in ihr augenscheinlich erstes Interview für Faun. Das Gespräch verlief wie erwartet locker und amüsant, und auch wenn Sandra noch etwas zaghaft war, hat sie doch ihren Teil beigesteuert. Das Ergebnis werdet ihr in Kürze hier auf Nightshade bewundern können, ich muss nur noch die Zeit finden das zu bearbeiten.
Im Anschluss ans Interview durfte ich auch noch den Gitarristen der Vorband Temple of Twilight kennenlernen, einen sehr sympathischen Zeitgenossen, der dann wenige Minuten später auch auf der Bühne stand.

Etwas ungewöhnlich war der Kontrast zum Hauptact zwar schon, als Temple of Twilight mit Gothic-Metal-Rock-Tönen den Abend eröffneten. Trotzdem konnten die Jungs überzeugen. Mir bis zu jenem Abend noch recht unbekannt, überzeugte die Band mit kraftvollem Gothic-Rock, gutem Sound und einer schweißtreibenden Show. Vom Publikum ebenfalls gefeiert, was bei einer Vorband ja nicht immer der Fall ist, sind Temple of Twilight durchaus weiterzuempfehlen. Im Herbst veranstalten sie in der Matrix auch ein kleines Gothic-Festival, dessen Namen ich leider vergessen habe - aber ihr werdet schon noch früh genug hier auf Nightshade davon hören.


Faun

Faun als Hauptband ließen sich danach allerdings etwas Zeit auf die Bühne zu kommen. Das, und das übertriebene Flashlight, welches beim ersten Lied das Publikum beinahe erblindete, sind auch die einzigen Kritikpunkte des Abends. Strobo schön und gut, aber die entsetzen Seitenblicke der Zuschauer ließen mich schon eine Massenflucht befürchten.
Diese blieb zum Glück aus, stattdessen ging der Abend in angenehmen warmen Farbtönen weiter, die auch wesentlich besser zur Musik der Paganisten auf der Bühne passten. Ein gefühlvoll vorgetragenes "Rosmarin" zum Beispiel versöhnte das Publikum schnell, und die Party war im vollen Gange. Ollis Infekt hielt ihn nicht davon ab, zuckersüße Ansagen von sich zu geben, die Band spielte sich die Seele aus dem Leib, und durch die eingangs beschriebene Formationsänderung kamen viele Songs im ungewohnten, aber dadurch auch gerade frischen Gewand daher. Dies war nicht mein erstes Faun-Konzert, und trotzdem fasziniert es immer wieder, wieviel Magie diese 5 versprühen.

So lieferten Faun den anwesenden Gästen wieder einen vollen Abend voller Tanzfreuden, Besinnlichkeit, Humor und exotischer Fantasy, welcher in dieser Form bei keiner anderen Band zu finden ist. Ein ganz besonderer Dank an dieser Stelle an Fiona, Oliver, Rüdiger, Niel und Sandra, sowie an das Team im Background, für einen weiteren unvergesslichen Abend mit euch.

Bei der ersten Zugabe ist mir dann übrigens auch unser >Ralle über den Weg gelaufen, der sich recht kurzfristig wohl zum Konzert entschlossen hatte. Ihn hatte ich nicht gefragt, ob er mitkommt, da ich davon ausgegangen bin das passt mits einen Arbeitszeiten nicht. Denk dran, nächstes Mal sagst Du Bescheid... ;)

Interview und Fotogalerie folgen in Kürze.

Faun online: www.faune.de

24.04.2008 by Otti

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