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Das kleine Feenvolk: Braucht deine Hilfe!

Eine junge Frau erbt von ihren Großeltern einen Antiquitätenladen. Als sie das Geschäft betritt trifft sie fast der Schlag: Ein verwahrlostes Chaos erwartet sie, überall trifft sie auf Unordnung, Dreck und Staub. Als dann auch noch ihr Hund Ginger in dem Chaos verschwindet, bricht fast ihre Welt zusammen. Doch plötzlich erscheint ihr eine kleine Fee namens Fae, welche ihr vom Geheimnis des Feenreiches erzählt, das in einer Sphäre hinten in dem kleinen Ladenlokal lebt. In diese Welt ist gezogen worden, ein Ort wo derzeit vor allem Trauer herrscht, da die Feenwesen ihr Licht und ihre Freude verloren haben - Fae bittet also unsere Protagonistin darum, ihr und ihren Artgenossen zu helfen, das Feenreich in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Im Gegenzug wollen die Fabelwesen helfen, den Antiquitätenladen in Ordnung zu bringen.

Die Rahmengeschichte von Das kleine Feenvolk ist schnell erzählt und an sich auch eher ein nebensächlicher Vorwand, um dem Spiel etwas mehr Tiefe zu verleihen. Viel wichtiger gestalten sich das Spielprinzip und die Welt der Feen an sich, denn beide bergen ein großes Unterhaltungspotential!

Bei Das kleine Feenvolk handelt es sich um ein sogenanntes Aufbau-Strategiespiel, bei dem man die Geschicke der kleinen Kreaturen lenken und leiten muss. Nachdem die Großeltern unseres Hauptcharakters sich nicht mehr ordentlich um die Fabelwesen kümmern konnten, ist es mit deren Welt bergab gegangen. Feen sind nämlich zwar eigentlich sehr freudvolle Wesen, die aber das selbstständige Arbeiten nicht unbedingt für sich erfunden haben. Spiegel und heilige Stätten sind verdreckt und zerbrochen, die Glühwürmchen, welche sich ursprünglich für das Licht im Feenreich verantwortlich zeichnen, sind ebenso verschollen wie die Bienenkönigin und ihr leckerer Nektar. Die meisten Feen haben sich irgendwo in den Weiten der Wälder verirrt, weswegen nur ein hartgesottener Kern sich noch leidlich um die Geschicke im Dorf kümmert. Und als wäre das noch nicht genug, treiben sich überall im Feenreich wehmütige Geister rum, sonderbare Spukerscheinungen, welche die Feen mit ihren traurigen Geschichten in den Bann ziehen und ihnen die Lebensfreude nehmen.

Unsere Aufgabe ist es also, das Feendorf wieder mit Leben, Freude und neuem Glanz zu füllen. Hierzu gilt es, die zerstörten Einrichtungen im Dorf zu reparieren, die verschollenen Einwohner zurück zu locken und verlorene Artefakte wiederzubeschaffen. Damit die Feen dabei nicht ihren Spaß verlieren müssen wir immer für ausreichend Nahrung und gelegentliche Feen-Feiern sorgen und dabei die wehmütigen Geister ablenken. Es gibt also reichlich zu tun, packen wir es an!

Bei unserer Mission stehen uns natürlich ein paar Helfer zur Seite. Allen voran wäre das Fae, die uns nicht nur in einem sehr gut gemachten Tutorial alles beibringt, was wir für den Spielverlauf wissen müssen, sondern auch später immer wieder mal Tipps gibt, wenn man ansonsten den Überblick verlieren würde. Dann ist da noch Ginger, unser Hund, der mit seiner Spürnase Artefakte und Aufgaben aufspürt und natürlich die Feen, welche wir steuern können: Pixies, Leprechauns, Gnome und Dryaden. Sie alle verfügen grundsätzlich über die vier Fähigkeiten "Natur, Entdeckung, Wissen und Musik", wobei jede Feenart hier eine besonders ausgeprägte Fähigkeit hat und eine, die ihr so gar nicht liegt.

Die Fähigkeiten können wir im Laufe des Spiels immer wieder steigern, indem wir unsere kleinen Helfer an entsprechenden Orten im Dorf absetzen und sie dort "lernen" lassen - Was immer dann Sinn macht, wenn dem entsprechenden Winzling gerade keine Quest zugeteilt ist. Um im Spiel voran zu kommen gilt es nämlich, Hauptquests und Nebenaufgaben zu lösen. Erstere sind wichtig um das Spiel voran zu bringen und das Reich der Feen zu retten, letztere bringen zusätzliche Boni und Verbesserungen, die unseren Feen das Leben angenehmer gestalten. Und im Laufe des Spiels werden diese Aufgaben natürlich schwieriger, da gilt es dann eben auch höhere Stufen einer Fähigkeit zur Verfügung zu haben, oder auch mal mehrere Feen an ein und dieselbe Aufgabe zu setzen.

Besonders wichtig ist es dabei, immer dafür zu sorgen, dass unsere Helfer bei Laune bleiben - traurige Feen tun nämlich rein gar nichts ausser sich selbst zu bemitleiden. Hierzu gibt es viele Möglichkeiten: Die Viecher haben Spaß daran, sich untereinander zu unterhalten, Quests zu erledigen, zu lernen, zu essen und zu feiern. Im Grunde ist das einzige, was ihnen so richtig die Stimmung vermiest ein wehmütiger Geist, der sie mit seinen traurigen Geschichten zutextet. Die Geister aber wiederum sind anfällig für Musik, weswegen wir ihnen immer einen Musiker auf den Hals hetzen sollten, der sie ablenkt. Natürlich wird so ein Musiker, der sich permanent um einen wehmütigen Geist kümmert, auf Dauer auch traurig, dann gilt es ihn mit einem anderen abzulösen, damit er sich regenerieren kann.

Hieraus ergibt sich auch der größte Kritikpunkt an Das kleine Feenvolk: Der extrem niedrige Schwierigkeitsgrad. Man kann kaum was falsch machen und keine wirklichen Rückschläge erleiden. Im schlimmsten Fall wird eine Fee mal traurig und rennt vor einem wehmütigen Geist weg, aber wir können sie dann kurzerhand füttern und alles ist wieder gut. Eine große Herausforderung stellt das nun nicht unbedingt dar.

Dennoch hatten wir bei unserem Test unglaublich viel Spaß an diesem kleinen Spielchen. Das liegt an vielen Faktoren, wie zum Beispiel der hübschen Grafik, den knuddeligen Charakteren und den (zunächst) vielfältigen Aufgaben. Zwar traten bei uns gelegentliche Grafikfehler auf - der Hintergrund von Infoboxen verschwand oder das "Buch des Wissens" wurde nicht ordentlich dargestellt - aber dem Spielspaß tat das keinen Abbruch. Recht cool ist es auch, dass man das Spiel getrost schliessen kann und die Feen dennoch ihren zugeteilten Aufgaben weiter nachgehen, man also nicht permanent am Rechner gefesselt ist um voran zu kommen.

Allerdings fällt das Spiel auch etwas kurz aus. In unserem Test hatten wir Das kleine Feenvolk nach anderthalb Tagen durchgespielt, und das obwohl wir wirklich nur nebenher gedaddelt haben und die meiste Zeit auf den niedrigeren Spielgeschwindigkeiten geblieben sind. Zwar kann man auch nach Abschluss der Hauptstory das Spiel noch weiterführen, um eventuell übriggebliebene Nebenquests zuende zu bringen, aber hierbei sinkt die Herausforderung dann wirklich nah an den Faktor 0. Wenn man zu diesem Zeitpunkt noch nicht genug von Das kleine Feenvolk hat, bleibt nur noch die Option, neu zu starten und alles zu wiederholen.

Trotz der Kritikpunkte möchten wir an dieser Stelle Das kleine Feenvolk zwingend empfehlen. Warum? Ganz einfach, weil es für kleines Geld ein paar Stunden toller Unterhaltung birgt, und das für Menschen aller Altersstufen. Kinder dürften hier natürlich eher noch eine Herausforderung finden, aber auch der Ü30-Tester und Autor dieses Artikels ist hin und weg von dem, was uns die Leute von Kylotonn Entertainment hier bieten. Würden wir Auszeichnungen vergeben, Das kleine Feenvolk wäre heisser Anwärter auf den Titel "Bestes Casual Game des Jahres 2010"!

Tops Flops
+ Lustige Spielidee
+ Putzige Welt und Kreaturen
+ Leicht erlernbar
+ Fesselnd und unterhaltsam
- Sehr niedriger Schwierigkeitsgrad
- Kleinere Grafikfehlerchen
- Leider zu kurz

Daten

Genre:Aufbau-Strategie
USK:freigegeben ab 0 Jahren
Plattformen:PC
Entwickler:Kylotonn Entertainment
Publisher:Prime Games
Mehrspieler:Nicht vorhanden
Screenshots:Prime Games
Veröffentlichung:01. Oktober 2010

Systemanforderungen PC

Betriebssystem: Windows XP, Windows Vista, Windows 7
Prozessor: 1 Ghz Singlecore
Arbeitsspeicher: 512 MB RAM
Festplatte: 124 MB freier Speicher
Grafikkarte: 128 MB oder größer

Websites:

Das kleine Feenvolk - Homepage
Kylotonn Entertainment
Prime Games

27.10.2010 by Otti

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