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Deine Lakaien: Indicator Tour, 10.10.2010 im E-Werk Köln

Deine Lakaien... Ich kann an sich nicht genug Lobeshymnen auf diese Band anstimmen. Seit ich mit dem "schwarzen" Volk zu tun habe, gehört die Formation von Alexander Veljanov und Ernst Horn zu meinen absoluten Favoriten, hat vielen Lebensabschnitten einen Teil des Soundtracks beigesteuert und mir mein Leben versüßt. Es ist diese einzigartige Kombination aus Horns genialen Kompositionen und Veljanovs unvergleichlicher Stimme, gepaart mit Inhalten die das Herz und den Geist gleichermassen berühren, welche die Lakaien bis heute unerreicht macht. Vergangenen Monat führte ich ein Interview mit Alexander - das ich euch in dennächsten tagen auch noch präsentieren werde - und bei der Gelegenheit erinnerte er mich dran, dass ich ja diesen Monat auch zum Konzert in Köln kommen könnte. Nichts lieber als das, dachte ich mir, und machte mich am 10. Oktober auf in die Domstadt...

Eigentlich wollte mich Nadine an diesem Tag begleiten und unterstützen, allerdings wurde sie kurzfristig von ihrer Arbeitsstelle verplant. Also machte ich mich mal alleine auf den Weg nach Köln ins E-Werk, eine schöne Location, die ich schon lange nicht mehr besucht hatte vorher. Im Grunde war dieser Soloausflug auch mal angenehm, ich hatte ein anstrengendes Wochenende mit Die Zwerge Live, dem Gothic Family Markt, einer Hochzeit und wenig Schlaf hinter mir. Da tat es dann gut, ein Konzert ganz für mich zu genießen, ohne auf irgendjemanden Rücksicht nehmen zu müssen.

Am E-Werk hatte sich bereits eine beachtliche Schlange gebildet, als ich dort ankam, was mir aber egal war. Aus der Vergangenheit wusste ich, dass es dort für Presse und Gäste einen gesonderten Einlass gibt - genauso verhielt es sich auch an diesem Tag. Ganz entspannt enterte ich also die Halle und harrte der Dinge die da kommen sollten. Während ich so da stand sprach mich einer der Bühnen-Securities auf meine Camera an, was mich etwas überraschte, aber da ich ja einen Fotopass vorweisen konnte war er schnell beruhigt. Allerdings informierte er mich darüber, dass wir Fotografen unsere Ausrüstung nach den ersten drei Liedern der Hauptband aus dem E-Werk entfernen mussten, Anweisung des Veranstalters. Etwas unschön wie ich finde, da ich zum einen mein Auto recht weit weg geparkt hatte und daher dann natürlich einiges vom Konzert verpassen würde, zum anderen habe ich eigentlich kein gutes Gefühl wenn ich eine teure Camera unbeaufsichtigt in meinem Auto liegen lassen muss. Aber gut, Regel ist Regel, und von sowas lässt sich ein erfahrener Journalist ja nicht weiter die Laune verderben.


Vic Anselmo

Als Support hatten sich Deine Lakaien die bezaubernde Vic Anselmo mitgebracht, deren Album Trapped In A Dream ich euch vor zwei Jahren mal vorgestellt habe. Ich muss allerdings gestehen, dass ich die Karriere der Künstlerin seitdem nicht weiter verfolgt hatte seitdem und nur noch gelegentlich den einen oder anderen Song zufällig in meiner Playlist hören durfte. Daher kann ich euch beim besten Willen nicht sagen, wie die Stücke hiessen, die Vic an diesem Abend vortrug. Insgesamt war es ein echt schöner Auftritt, die äußerst attraktive junge Dame saß halt die ganze Zeit an ihrem Keyboard, gab einen Song nach dem anderen zum Besten und bewies, dass sie auch live mit ihrer unglaublichen Stimmvielfalt punkten kann. Sehr atmosphärisch war es, ruhig... Aber natürlich war dies kein Show-Act, sondern eher eine Art Kammerspiel.
Etwas skurril fand ich dabei, als in den ersten Reihen jemand eine Wunderkerze entzündete plötzlich ein Bühnensecurity energisch einschritt und den Delinquenten aufforderte, diese umgehend zu löschen. Ich musste sofort an die vielen Großbrände denken, die schon durch Wunderkerzen entfacht wurden und fragte mich, wie dieser Sicherheitsmann wohl bei einem Westernhagen-Stadion-Konzert reagieren würe, wenn Marius Freiheit performt...

Anzumerken sei hier noch, dass angenehm wenige Fotografen sich im sehr geräumigen Bühnengraben tummelten. So hatte jeder von uns ausreichend Platz, die Sicht des Publikums wurde nicht permanent gestört und es machte einfach nur Spaß die Künstler abzulichten, sowohl bei Vic Anselmo als auch bei Deine Lakaien.

Ncah einer angenehm kurzen Umbaupause ging es dann los mit dem Hauptact. Passenderweise eröffneten die Lakaien ihr Konzert mit On Your Stage Again vom aktuellen Album Indicator, zu dem dies ja auch die gleichnamige Tour war. Mit den Klassikern Over And Done und Fighting The Green legte die Band auch gleich ordentlich nach, nicht nur mein Herz schlug höher bei meinen großen Hits, auch der Rest des Publikums stand gleich in Flammen...
Danach hiess es ja, wie bereits erwähnt, Cam wegbringen, weswegen ich gut 10 Minuten des Konzerts verpasste, aber immerhin kam ich kurz an die frische Luft.


Deine Lakaien

Bei meiner Rückkehr erzählte Alexander gerade etwas von "100 Jahre Deine Lakaien hier in Köln", was von den zahlreichen Fans mit amüsiertem Gelächter aufgenommen wurde. Überhaupt zeigte sich der Mann mit der fantastischen Stimme extrem gut gelaunt und voller Humor, so gelöst habe ich ihn schon lange nicht mehr auf der Bühne erlebt. Und auch Ernst Horn und die anderen Musiker sprühten vor Energie, was sich demenstprechend aufs Publikum übertrug und zu frenetischem Applaus nach jedem einzelnen Song führte. Zudem machte Veljanov klar, dass "Deine Lakaien" jeden im Publikum lieben, egal ob 16 oder 60 Jahre alt, diskutierte fröhlich mit Zwischenrufern darüber, warum diese nicht die Playlist zusammenstellen würden, er habe ja nichts mehr zu sagen, oder er suchte nach einer Möglichkeit, das Dach vom E-Werk zu öffnen, um die angestaute Hitze entweichen zu lassen.

Beim Set bewiesen Deine Lakaien ein gewohnt gutes Händchen und brachten sowohl Songs vom neuen Album wie Six o´Clock und Europe als auch die großen Hits wie Where You Are und ließen den Hauptteil des Konzertes mit einer genialen Version von Return enden, die mir endgültig die Tränen in die Augen trieb.

Natürlich sollte das Konzert noch längst nicht vorbei sein. Die Lakaien liessen das Publikum zwar recht lange warten, aber dann enterten sie doch erneut die Bühne. Auch dieses Mal gab es wieder zahlreiche Zwischenrufe von Songs, die noch gespielt werden sollten, was Alexander mit einem augenzwinkernden "Jetzt rede ich" unterband und verschmitzt hinzufügte: "Auch Lakaien können aufmüpfen!" Es folgte eine überaus geniale Extended-Version von Mindmachine, bei der die attraktive Violistin - die zuor schon häufiger Backing Vocals gebracht hatte - ihre wahren Gesangskünste auspacken durfte und zu einem perfekten Konterpart zu Alexanders tiefer Stimme avancierte. Als im Anschluss die Wünsche des Publikums einfach nicht versiegen wollten schlug der Sänger kurzerhand vor, in Zukunft jeden dritten Samstag in Monat ein Deine Lakaien-Wunschkonzert in Köln aufzuführen, eine Idee die, die von der Audienz natürlich begeistert aufgenommen wurde.

Insgesamt ließen sich Deine Lakaien dreimal zu Zugaben auf die Bühne bitten, wobei dann noch unter anderem Through The Hall vom April Skies-Album, das älteste Stück überhaupt (Colour-Ize) und das fantastische Reincarnation performt wurden. Mit dem wunderschönen Along Our Road vom aktuellen Album endete dann aber auch die dritte Zugabe und damit eine beeindruckende Show.

Ein wenig traurig war ich wohl, dass ich an diesem Abend nicht in den Genuss von Love Me To The End kam. Entweder wurde es gar nicht gespielt, oder aber Deine Lakaien haben diesen Song genau in der Zeit vorgetragen, als ich gerade meine Camera zum Auto brachte - So oder so war es sehr schade. Davon abgesehen bin ich um eine tolle Erinnerung reicher, einen wundervollen Konzertabend, der mir wieder einmal gezeigt hat, warum ich diese Band nur lieben kann. Daher geht an dieser Stelle ein ganz besonderer Dank an Alexander, Ernst und ihre Mitmusiker für ein traumhaftes Erlebnis, welches ich nicht missen möchte.

Bildergalerie vom Abend

www.deine-lakaien.com

17.10.2010 by Otti

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