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Zeraphine: Live im Luxor Köln, 08.10.2010

Zeraphine gehören definitiv zu den sympathischsten und angenehmsten Bands, die derzeit im "dunklen" Spektrum der deutschen Musiklandschaft unterwegs sind. Für mich persönlich haben die Berliner aus diversen Gründen eine ganz tiefe Bedeutung, auf die ich an dieser Stelle nicht näher eingehen will - Fakt ist aber, dass ich mich bereits über das aktuelle Album Whiteout wahnsinnig gefreut habe. Live durfte ich Zeraphine ebenfalls schon oft erleben, allerdings immer auf Festivals - Eine Clubshow blieb mir lange verwehrt. Bis zum 03. Oktober diesen Jahres, wo ich es endlich mal schaffte die Jungs auch auf Tour zu genießen.

Als Begleitung kam wie so oft Nicole mit mir. Diese hatte die Band schon am Vortag in der Matrix in Bochum erlebt, was mir aus terminlichen Gründen leider verwehrt blieb. Um so mehr freute mich über die Reise nach Köln, genauer gesagt ins Luxor, wo ich zuletzt vor ein paar Jahren beim SubStyle-Konzi zugegen war. Die Anreise entpuppte sich dabei gar nicht als so einfach... Zwar umfuhren wir alle vom Radio prophezeiten Ferien-Staus, allerdings standen wir dann in Köln selbst ne gute halbe Stunde in einer nicht enden wollenden Autoschlange. Zum Glück plant ein Otti ja mittlerweile gescheit und fährt frühzeitig los, weswegen wir immernoch mehr als pünktlich an der Location ankamen.


The Slimp

Als Vorband waren The SlimP angekündigt, ein Gig auf den ich ebenfalls sehr gespannt war. Ich hatte die Kölner Lokalhelden vor ein paar Jahren im dem Luxor benachbarten Blue Shell gesehen und in recht guter, wenn auch nicht überragender Erinnerung. Musikalisch bewegen sich The Slimp im Bereich des 80er-Goth-Rocks mit starker Affinität zu Bands wie The Cure und Siouxsie and the Banshees, eine Richtung die mir extrem liegt. Als Elisa und ihre Mitstreiter dann loslegten war ich zunächst etwas enttäuscht - Ich kenn die Songs zu wenig, aber mit sehr ruhigen Stücken anzufangen halte ich für etwas gewagt, da hierdurch nicht unbedingt Stimmung aufkommt. Zum Glück heizten sie danach aber mit Coversongs und eigenen kräftigen Krachern dermaßen los, dass auch die skeptischeren unter den Besuchern plötzlich begeistert mitfieberten. Zum Schluß blieb ein richtig toller Eindruck, es ist eigentlich schade, dass diese Band sich selten außerhalb Kölns auf der Bühne blicken lässt.


Zeraphine

Nach einer kurzen Umbaupause war es dann auch schon soweit, Zeraphine legten gleich los mit ihem beeindruckenden Showfeuerwerk: Erwachen, Lieber Allein und No Tears machten den Auftakt einer fulminanten Show, mit einem gewohnt energiegeladenen und gut gelaunten Sven Friedrich am Mikro. Höhepunkte waren für mich vor allem die schmachtenden Stücke wie Louisa und Die Wirklichkeit, Songs für die man Zeraphine einfach nur lieben kann. Ein ganz besonderes Geschenk kam aber mitten im Set, als die Berliner auf einmal einen meiner absoluten Lieblingssongs als Coverversion anstimmten: Pictures Of You von The Cure war in der Adaption zwar ungewohnt, aber gerade durch die neue Interpretation inklusive Svens einmaliger Stimme entfesselte das Stück eine ganz neue Eigendynamik, die dem Original in nichts nachstand. Anzumerken sei noch, dass zwischendurch eine Stange von der Decke runterflog und direkt senkrechtvor Svens überraschtem Gesicht landete - Worauf er nur meinte, dass nun das Poledancing auch eröffnet werden könnte. Insgesamt spielten Zerpahine sich natürlich vor allem quer durch die neuen Songs von Whiteout, immer aufgelockert mit Rückblicken auf alte Alben und gespickt mit all den Hits, die Zeraphine über die Jahre bei den Fans so beliebt gemacht haben.

Auch wenn ich an besagtem Abend mit Rückenproblemen und leichten Ermüdungserscheinungen zu kämpfen hatte, zudem auch nichts dabei hatte um mir genauere Notizen zu machen... Es war wundervoll. Im Club, ganz nah an der Band, fühlen sich Zeraphine noch um einiges authentischer an als auf den großen Festivalbühnen und zeigten einmal mehr, dass sie sich nicht umsonst in wenigen Jahren eine riesige Fangemeinde erspielt haben. Sven ist zudem einer der bodenständigsten und humorvollsten Typen die ich bisher kennenlernen durfte, sowohl auf der Bühne als auch als Mensch an sich - Und ich hoffe und freue mich noch auf viele Alben, Shows und Begegnungen mit der Band.

Bildergalerie vom Abend

www.theslimp.com
www.zeraphine.de

14.10.2010 by Otti

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