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M´era Luna 2010: Feiern unter Freunden

Irgendwie hat das M´era Luna die Angewohnheit, bei mir gerne mal unter einem schlechten Stern zu stehen. So auch in diesem Jahr, wo pünktlich eine Woche vor dem Veranstaltungswochenende ein persönliches Debakel ein tiefes Loch in meine Stimmung riss... Hinzu kam, dass nahezu die gesamte Truppe vom Vorjahr aus diversen Gründen ihr erscheinen absagen musste. So stand ich nun da, mit einer Presseinladung, orientierungslos, traurig und ohne genauen Plan, dieses Festival aber fest im Terminkalender. Ich war kurz davor das ganze abzusagen, doch letztlich bin ich froh, dies nicht getan zu haben. Das M´era Luna 2010 verlief zwar vollkommen anders, als ich es ursprünglich gedacht hatte, doch es war der existentielle Beweis dafür, dass ein solches Event, in Kombination mit guten Freunden und anderen liebenswerten Menschen, mitunter magisch wirken kann...

Zunächst geht mal ein ganz fetter Dank an Cutter und Vroni, die mich recht spontan noch in ihre Reise- und Zeltplanung mit eingeschlossen haben, wodurch mir schonmal viel Stress erspart geblieben ist, und die auch eine äußerst angenehme Begleitung darstellten. Cutter war ja wie ich als Pressevertreter (festivalhopper.de) unterwegs, und gerade in den letzten Monaten haben wir uns schon oft gegenseitig unterstützen und ergänzen können.
Insgesamt waren eh wieder zahlreiche Freunde und Bekannte auf dem M´era Luna zugegen, die aber in diesem Jahr wirklich alle verstreut auf dem Zeltplatz hausten - Ein Umstand, der dazu führte, dass ich viel Zeit damit verbrachte, ihnen allen mal einen Besuch auf Met oder Bier abzustatten. Aber das ist nunmal auch Teil des Flairs vom M´era - Als eines der größten Gothic-Festivals Deutschlands zieht es zahlreiche Menschen an, und die Party auf dem Zeltplatz ist mindestens so spannend wie das grandiose Livespektakel auf den zwei Festivalbühnen.


Fabelwesen

So kommt es auch, dass ich tatsächlich die wenigsten Bands bewusst erlebt habe. Meist schallte die Musik irgendwo aus dem Hintergrund, und den Hangar habe ich mal wieder gar nicht betreten... Ich mag eben keine geschlossenen Hallen bei einem Open Air Festival. ;)
Hier aber mal meine persönlichen Highlights:
The Sisters Of Mercy: Ich hatte im Vorfeld viel darüber gehört, wie schlecht Andrew und co mittlerweile geworden sein sollen... Aber da ich die Band selbst noch nie live gesehen habe, was bei meinem Konzert-Pensum schon fast schändlich ist, musste ich mir das an diesem Wochenende ohne Frage antun. Und was soll ich sagen? Ich war begeistert! Musikalisch ja eh einer meiner Favoriten, feuerten die Sisters nicht nur einen Smash-Hit nach dem anderen ins Publikum, sondern schafften es, meinem emotionalen Chaos ein lösendes Ventil zu geben.
Rabenschrey: Das war (neben Sisters Of Mercy der einzige Gig, den ich mir von vorne bis hinten angeschaut habe... Einfach wegen dem Templerschaf. Durch mein Markenzeichen-Lieblingsshirt fühle ich mich diesem Song und dadurch der Band irgendwie verbunden. Die Show war aber auch Klasse, so früh am Tag so derbe zu rocken ist ne tolle Leistung.
Zeraphine: Vier Song habe ich mir ganz bewusst angeschaut, danach wäre es zuviel geworden. Ich liebe Zeraphine, aber an diesem Tag wäre mehr für mich ein Gefühls-Gau gewesen. Dennoch war dies ein Highlight, einfach weil die Band eine Ausnahmeerscheinung ist.

Richtig geärgert habe ich mich, Das Ich, Faith And The Muse und The Other zu verpassen. Die ersten beiden spielten ja nunmal im überfüllten Hangar, letztere einfach zu früh am Tage... Wenn der Otti 20 Minuten vor Beginn des Gigs aus dem Zelt krabbelt, ist das einfach schlechtes Timing. ;)
Aber auch viele andere Bands rockten, so war die Stimmung bei Unheilig, In Extremo und Saltatio Mortis gewohnt Klasse, und die Editors waren für mich ebenfalls eine spannende Überraschung. Tiefere Eindrücke konnte ich aber auch hier nie sammeln, dazu war ich viel zu viel unterwegs.


Das Ich

Als prägend und besonders schön erwies sich zudem etwas ganz anderes. Wie einige sicher wissen, schreibe ich ja auch für das Negatief, welches auf dem M´era Lune mit einem Stand vertreten war. Als dann im Vorfeld angefragt wurde, wer denn dort auch mal ein wenig aushelfen könne, war ich sofort Feuer und Flamme - Schliesslich war dies mal die perfekte Gelegenheit, einen Teil des Teams und der Redaktion endlich mal persönlich kennenzulernen. Und was soll ich sagen? Meine Kollegen sind allesamt unheimlich nett und spassig drauf... Auch wenn mich ein gewisser kleiner Quälgeist ständig getreten hat und verkaufen wollte. :P Da macht die Arbeit fürs Negatief natürlich gleich um so mehr Spaß. :)

Was ist sonst noch erwähnenswert? Auf jeden Fall, dass das M´era Luna in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord aufstellen konnte: Runde 24.000 Schwarzkittel trafen sich in Hildesheim!
Diese Menge bringt allerdings auch einen Nachteil mit, um den sich Veranstalter Scorpio dringend kümmern muss: Bereits am Freitagnachmittag wurde die Zeltplatz-Situation kritisch, weil einfach zu wenig Platz für zu viele Besucher eingeplant war. Beim sonst nahezu perfekt organisierten Festival war dies ein leider nicht ausser Acht zu lassender Makel.
Einziger anderer Kritikpunkt ist die restriktive Presse-Foto-Politik. Nur soviel dazu: Es ist ja okay, wenn man hier Einschränkungen für die Presse heraus gibt, allerdings sollte dann gleiches auch für Besucher gelten. Denn es ist seltsam, wenn ich als Pressefotograf damit rechnen muss, vom Gelände verwiesen zu werden, weil ich eine Band fotografiere, während die Besucher in den ersten Reihen stehen und die Konzerte mit ihren Handys und Cameras teils sogar mitfilmen. Aus diesem Grund gibt es auch von diesem Event bei uns keine eigenen Galerien.

Ganz lobenswert erwähnt sei hier (neben der runden und wie immer makellosen Orga) noch einmal die Verpflegungspolitik. Dass man tatsächlich Tetra-Paks mit aufs Konzertgelände nehmen darf, ist ja leider längstnicht bei jedem Festival selbstverständlich. Die Getränkepreise dort sind auch vergleichsweise moderat, und so bietet das M´era Luna die Möglichkeit, sich - ohne arm zu werden - über Wasser zu halten, egal ob man nun nur seinen Durst löschen will oder sich auch mal dem Alkoholgenuss hingeben möchte.

Bleibt noch zu erwähnen, dass der Termin fürs M´era Luna 2011 bereits feststeht: Vom 13. bis zum 14. August 2011 wird Hildesheim wieder eine gothische Subgemeinde aufnehmen, deren erster Stargast mit Asp bereits feststeht. Nach den Erfahrungen in diesem Jahr steht für mich erst recht fest, wenn nichts dazwischen kommt bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei! Danke an den Veranstalter, die Leute vom Negatief, die Bands und natürlich meine Freunde und Wegbegleiter für dieses schöne Wochenende.

www.meraluna.de

11.08.2010 by Otti

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