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Tatort London: Die mysteriösen Fälle von Sherlock & Watson

Sherlock Holmes, die Romanfigur, die Sir Arthur Conan Doyle Ende des 19. Jahrhunderts erschaffen hat, gehört sicherlich zu den bekanntesten Detektiven, die es gibt, um nicht zu sagen: Er ist die Personifizierung dessen, was wir uns heute unter einem Detektiv vorstellen; dabei war es damals neu, dass kriminalistische Fälle nicht durch Zufall, sondern durch scharfsinniges Beobachten und rational-analytisches Denken gelöst werden. Dies sowie seine allgegenwärtige Pfeife und die pointierten Gespräche, vor allem mit seinem Kollegen Dr. Watson, zählen zu den Markenzeichen Holmes.

In Tatort London – Die mysteriösen Fälle von Sherlock & Watson kann der Spieler an der Seite des berühmten Detektivs die unterschiedlichsten Fälle aufklären. 16 sind es an der Zahl, wobei die Themen immer abwechslungsreich sind: Mal verschwindet ein Erfinder angeblich durch eine selbstgebaute Zeitmaschine, ein anderes Mal eine Millionärstochter oder gar der „Weihnachtsmann“, und selbst dem berühmt-berüchtigten Jack the Ripper kann Sherlock Holmes mit Hilfe des fleißigen Spielers das Handwerk legen. Dabei wird an insgesamt 40 Orten in ganz London nach Gegenständen gesucht, durch die der Täter überführt werden kann, ehe das Puzzle aus Verdächtigen in der Baker Street 221b zusammengesetzt wird und Holmes in einem Rückblick, der sich als stilvoll in schwarz-weiß gehaltene Videosequenz zeigt, die Lösung des Falles erläutert.

Lobenswert sind hierbei die liebevoll gestalteten Suchbilder, die zudem auf physikalischen Gesetzen beruhen – so steht zum Beispiel eine Vase immer auf einem Untergrund, auf dem sie in der Realität auch platziert sein könnte, und hängt nicht irgendwo in der Luft herum. Oft sind auch mehrere einzelne Hinweise zu einem ganzen wieder zusammenzusetzen, wie Notizen, alte Tonkrüge oder auch Taschenuhren. In jedem Bild ist zudem die berühmte Pfeife von Sherlock Holmes zu finden, die einem einen zusätzlichen ausspielbaren Hinweis im Bild einbringt.
Durch eine relativ große Auswahl an anderen Minispielen wird das Geschehen zusätzlich aufgelockert, so darf man etwa ein paar Noten am Klavier klimpern um den Mord an einem Musiker aufzudecken. Nebenbei besucht man auch noch viele bekannte Örtlichkeiten Londons, zum Beispiel Stonehenge und der Tower of London, um nur zwei von insgesamt 40 Orten zu nennen.
Anzumerken ist hierbei auch, dass die 16 Fälle auf vier Bücherregale verteilt sind, wobei man in dem Regal, in dem man sich gerade befindet, freie Wahl hat, welchen davon man zuerst lösen möchte. Man muss also nicht stur einen Fall nach dem anderen machen, auch wenn man jeweils ein Regal komplett lösen muss, um mit dem nächsten beginnen zu können.


Was sagen Sie dazu, Holmes?

Außerdem gibt es wie bei Suchbildspielen üblich zwei Varianten, den „Spaßmodus“ und den „Zeitmodus“, in dem man schon mal Gas geben muss, damit einem der Täter nicht entwischt.
Schön ist zudem die Sprachausgabe, die natürlich – Überraschung – in Englisch ist. Es wäre ja auch seltsam, wenn Holmes extra für uns Deutsch gelernt hätte ;). Wer des Englischen nicht so mächtig ist, kann aber den recht gut übersetzten Text unten auf Deutsch mitlesen. Verfechter des puren Suchbildes ohne Rahmenhandlung können in den Optionen die Dialoge auf ein Minimum reduzieren, wodurch meiner Meinung nach aber viel an Spannungsaufbau verloren geht.
Etwas eintönig gestaltet sich nach dem Suchen der Hinweise für Verdächtige allerdings das Lösen des Falles, das immer nach dem selben Schema abläuft: zuerst sortiert man die Verdächtigen nach Merkmalen wie Geschlecht, Haarfarbe oder ob der Verdächtige ein Spion ist; dann werden die dazugehörigen gefundenen Gegenstände angezeigt, die man sich merken muss, um falsche Verdächtige auszusortieren, bis nur noch der Täter übrig bleibt. Zum Schluss folgt die bereits erwähnte Videosequenz in schwarz-weiß, in denen man von Sherlock Holmes erklärt bekommt, warum und wie die Tat begangen wurde. Dieses System ist an sich nicht schlecht, allerdings ist damit der Spieler in das Lösen des Falles nur insofern involviert, als dass er die Hinweise für Holmes aufsammelt. Er kann nicht einmal erraten, wer der Täter sein könnte, ehe er es nicht vom Meisterdetektiv erfährt. Zudem ist es halt auf Dauer schon etwas langweilig, die Verdächtigen immer wieder nach dem selben System auszuschließen. Hier wäre ein wenig mehr Abwechslung, wie dies bei den Minispielen gut umgesetzt wurde, schön gewesen.


Das Auflösen der Fälle ist leider etwas repetitiv

Insgesamt hinterlässt Tatort London – Die mysteriösen Fälle von Sherlock & Watson aber einen durchaus positiven Gesamteindruck: 16 spannende Fälle, die es zu lösen gilt - da ist für jeden Suchbildfan ein „Lieblingsfall“ dabei. Auch die Grafik ist für ein Suchbildabenteuer gelungen, die Objekte sind nach den Gesetzen der Physik da, wo sie hingehören, und durch eine Vielzahl von Minigames kommt auch nicht so schnell Langeweile auf. Dass man beim eigentlichen Aufdecken der Fälle mit Sherlock Holmes höchstpersönlich nicht mithalten kann, sondern eher eine Art Spürhund darstellt, lässt sich da verschmerzen.


Wieso sind Erfinder nur immer solche Chaoten?

Tops Flops
+ ideenreiche, spannende Fälle
+ detail- und abwechslungsreiche Suchbilder
+ Sprachausgabe auf Englisch
+ logische Anordnung der Suchobjekte
+ recht große Vielfalt an Minispielen
- kein eigenes Aufdecken der Fälle
- Ausschließen von Verdächtigen immer nach dem selben Schema

Rahmendaten

Genre:Suchbildabenteuer
USK:freigegeben ab 0 Jahren
Plattformen:PC/Mac
Entwickler:Legacy Interactive
Vertrieb:Prime Games
Mehrspieler:Nicht vorhanden
Screenshots:Selbst erstellt
Veröffentlichung:18. Mai 2010

Systemanforderungen PC

Betriebssystem: Windows XP, Windows Vista, Windows 7; MacOS kompatibel
Prozessor: Pentium III 1GHz oder vergleichbar
Arbeitsspeicher: 512 MB RAM
Festplatte: 400 MB freier Speicher
Grafikkarte: 128MB Video Card; DirectX 8.1 kompatibel

Websites

Tatort London – Homepage
Legacy Interactive
Prime Games

21.06.2010 by Sijaita

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