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Ingrimm: Böses Blut

Es ist schön, Bands über sich selbst hinaus wachsen zu sehen, junge Bands von Anfang an zu begleiten und zu beobachten. Ingrimm gehören (zumindest was die Lebensdauer ihrer Truppe angeht) noch fast zum Nachwuchs, denn gerade mal drei Jahre ist es her, dass die Mittelalterrocker mit Ihr sollt brennen ihren ersten offiziellen Longplayer herausbrachten. Auf der anderen Seite stecken reife und erfahrene Musiker hinter diesem Namen, wackere Metal- und Medieval-Krieger, die sich wohl gesucht und gefunden haben und mittlerweile (trotz einiger weniger Besetzungswechsel) zu einer Einheit gewachsen sind. Frontmann Fenris darf zurecht stolz auf das was aus einer fixen Idee entstand, nun aber mit Böses Blut seine nächste physische Inkarnation findet.

Dabei sah es Anfangs noch aus, als würden Ingrimm nur als eine der zahlreichen Bands schnell wieder untergehen, die während der großen Charterfolge von In Extremo und Subway to Sally aufkamen. Zuviele nahezu gleich klingende Acts schien es plötzlich zu geben, Ausverkauf eines Genres? Nein, nicht im Falle von Ingrimm. Diese haben Konsequenz und Willen gezeigt, sich auf zahlreichen Bühnen präsentiert und durften dann im letzten Jahr sogar die neu geschaffene Mittelalterbühne auf dem legendären Wacken Open Air headlinen - Ein Höhenflug der sich auch deutlich im neuen Album wiederspiegelt.
Denn Böses Blut klingt noch befreiter, unverkrampfter als die beiden Vorgänger. Die mittelalterlichen Instrumente bekommen mehr Freiraum, so zum Beispiel ein cooles Dudelsacksolo bei Der Rabe. Oder es wird orientalisch, wie bei Stein auf Stein. Besonders beeindruckend ist jedoch Mörder - nicht nur der wütendste Song auf Böses Blut sondern erstmals beweist Fenris, dass er auch von seiner gewohnten Stimmfarbe abweichen kann. An solchen Stellen zeigen Ingrimm ihre wahre Größe, lassen vermuten dass die ersten zwei Alben fast eher als Aufwärmprogramm anzusehen waren.

Bei Todgeweiht haben wir es prophezeit, Ingrimm haben uns nicht enttäuscht. Sie gehören nun zu den Großen, haben ihren eigenen Stil verfeinert und sich von den Fesseln des Newcomer-Daseins endgültig befreit. Böses Blut stellt ein perfektes Reifezeugnis dar.

Trackliste
01. Die Pest
02. Tempus Fugit
03. Böses Blut
04. Eisenwind
05. Stella Maris
06. Stein auf Stein
07. Ad Bestias
08. Der Rabe
09. Mörder
10. Wasser zu Wein
11. Flammenfest
Bonus-Video: "Vogelfrei" (live)

Veröffentlichung: 21.05.2010

Ingrimm - Website
Cover

20.05.2010 by Otti
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