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Drakensang: Das Ferdoker Pergament von Florian Don-Schauen (Hörbuch)

Alles beginnt mit einem Wettbewerb: Gwidion ist in seiner Diebesbande eher geduldet, denn akzeptiert. Deren Anführerin, Mora, will in einem Wettstreit um den Titel des "Königs der Diebe" einen waghalsigen Coup landen, und daher ein mysteriöses Pergament aus einem Fürstenhaus entwenden - Während dort gerade ein großer Ball zugange ist. Der ursprüngliche Plan geht schief, aber Gwidion schafft es, das Dokument doch noch an sich zu bringen. Er ahnt allerdings nicht, dass er sich dadurch in die Schusslinie gleich mehrerer Parteien bringt, und letztlich sogar als des Mordes Verdächtiger gejagt wird...

Lange von uns angekündigt und sowohl in der Printausgabe als auch als Hörbuch verlost, sollten aufmerksame Nightshade-Leser längst von Das Ferdoker Pergament gehört haben. Autor Florian Don-Schauen erzählt hier die packende Geschichte des jungen Diebes Gwidion, eine Geschichte, welche mit den Geschehnissen aus Drakensang: Am Fluss der Zeit verknüpft ist und somit tiefere Einblicke in die Ereignisse am Großen Fluss im Jahre 1009 nach Bosparans Fall birgt.


Drakensang: Das Ferdoker Pergament (Hörbuch)

Grobe Handlung -> Spoilergefahr!


Das Ferdoker Pergament - Roman-Cover

Wer sich von der Handlung in Das Ferdoker Pergament selbst überraschen lassen will, sollte den folgenden Abschnitt überspringen, allen anderen fassen wir hier ganz grob zusammen was passiert.

Der junge Gwidion ist ein Aussenseiter, selbst in seiner Diebesbande wird er eher geduldet denn anerkannt. Anführerin der Bande ist die schöne Mora, welche Am Fluss der Zeit-Spielern nur zu gut bekannt sein sollte. Als Meisterdiebin befindet sie sich in einem Wettkampf um den Titel "König der Diebe" in Havena, ihr ärgster Konkurrent ist Cuano, seines Zeichens einer der Hauptcharaktere und festes Gruppenmitglied im Computerspiel.
Um diesen Titel für sich beanspruchen zu können wird ihr ans Herz gelegt, das namensgebende Ferdoker Pergament aus dem Fürstenpalast in Havena zu entwenden. Gwidion soll dabei eigentlich nur den Notnagel spielen, aber Phex scheint andere Pläne zu haben. Mora und die restlichen Bandenmitglieder werden in ihren Aktionen gestört, und nun liegt es an ihm, den Auftrag zu beenden. Also schleicht sich Gwidion in die Bibliothek des Palastes, wo er auf die Hesindegeweihte Swanja trifft, der gegenüber er sich als Diener ausgibt, mit dem Auftrage, besagtes Pergament seinem Herrn, dem "Schwertkönig", zu bringen.

Swanja hilft ihm bei der Suche, nicht jedoch ohne einen Blick auf das geheimnisvolle Pergament zu werfen, welches sofort ihre Neugier weckt. Gwidion schafft es somit durch seine Schauspielerei, die Pergamentrolle zu entwenden und mitsamt seinen Freunden zu der Hehlerin Thoris zu bringen, die Mora den Auftrag gegeben hatte, das Schriftstück zu besorgen, zudem ist die alte Dame Gwidions Mentorin. Doch kurz darauf wird Thoris ermordet, und schnell wird der Bande klar, dass ein gewisser Adeliger namens von Nebeltal und seine Begleiter (unter anderem ein finsterer Magier) hinter der Sache stecken. Um ihre Freundin zu rächen, beschliessen die Diebe, Das Ferdoker Pergament dem Übeltäter erneut zu entwenden. Das gelingt zwar, doch diese Aktion hat fatale Folgen. Fast alle von Gwidions Freunden werden getötet, er selbst wird von der Obrigkeit des Mordes in mehreren Fällen verdächtigt und ist gezwungen aus Havena zu fliehen. Es beginnt eine Hetzjagd: Nebeltal und seine Gesellen wollen das Pergament zurück, Swanjas angehender Schwiegervater, der Geweihte Tormin vom Berg, ist ebenfalls hinter dem Pergament (und somit hinter Gwidion) her, und die Magierin von Sperberling hat den Auftrag, den Mord an Thoris sowie einige ähnliche Fälle aufzudecken - Auch hier gilt unser kleiner Dieb zunächst als Hauptverdächtiger. Gwidion scheint verloren, doch Hilfe kommt oft von ungeahnter Seite. So erfährt Gwidion im Laufe des Abenteuers die Wahrheit über seine Herkunft und findet ein wundervolles Artefakt, den sprechenden Dolch Gump. Immer wieder entgeht er seinen Häschern nur knapp, um letztlich in einigen von ihnen sogar Freunde zu finden, und letztlich Teil des epischen Finales zu werden, in dessen Verlauf das Geheimnis um Das Ferdoker Pergament gelüftet wird.

Lebendiges Aventurien

Florian Don-Schauen schafft es in seinem Roman, eine packende Geschichte um den liebenswerten Hauptcharakter zu stricken, welcher Anfangs bemitleidenswert scheint, sich aber mehr und mehr zu einem tapferen und gewitzten jungen Mann entwickelt. Nicht zuletzt sind es die wundervoll ausgearbeiteten und glaubhaften Charaktere, von denen Das Ferdoker Pergament lebt. So kann man gar nicht anders, als Tugol - den Diener der Frau von Sperberling - in sein Herz zu schliessen. Dieser ist stets in Begleitung seines Eichhörnchens Flix und seiner Katze Schneefuss anzutreffen, die zudem ihren ganz eigenen Teil zu den Geschehnissen beitragen.
Aber auch die Magierin selbst ist wunderbar gezeichnet, wirkt zunächst oberflächlich versnobt, zeigt aber in den richtigen Momenten immer wieder Herz und menschliche Züge... Und so verfährt der Autor mit fast allen Charakteren. Diese beweisen Vielschichtigkeit, offenbaren oft erst im Laufe der Geschichte ihre wahren Beweggründe und sorgen somit dafür, dass Gwidions Abenteuer lebendig und glaubhaft wirkt. Überraschende, aber immer passende Wendungen, und das Rätsel um Das Ferdoker Pergament als solches, welches Schritt für Schritt gelüftet wird, fesseln den Leser (bzw in unseremfall Hörer) von der ersten bis zur letzten Sekunde. Lobenswert sei auch erwähnt, dass selbst das Ende in sich rund und nachvollziehbar ist. Nicht zu episch, aber auch in keinster Weise enttäuschend.

Hörbuchumsetzung

Wir selbst haben Das Ferdoker Pergament in der Hörbuchvariante getestet, weswegen wir natürlich besonderes Augenmerk auch auf dessen Umsetzung legen wollen.
Zunächst sei gesagt, dass auch hier (wie bei den DSA-Hörbüchern meist üblich) eine ganze Reihe von Sprechern agiert. Es gibt einen Haupterzähler, der die Geschichte und auch einige Charaktere vorträgt, viele der Figuren jedoch bekommen durch weitere Mitwirkende ihre ganz eigene Stimme.
Dabei mag es manchen überraschen, dass Michael Holdinghausen statt Axel Ludwig den Erzähler mimt, war letzterer doch immer als "Die Stimme von DSA" gesetzt. Das liegt daran, dass Axel aus persönlichen Gründen von der Arbeit pausieren musste, er übernimmt aber in Das Ferdoker Spergament wieder einige Sprechrollen. Die Umgewöhnung für eingefleischte Fans der DSA-Hörbücher gestaltet sich auch anfangs etwas schwierig, einfach weil Michael Holdinghausen ein ganz anderer Stimmtyp ist, etwas knarrender und finsterer als die Erzählbär-Stimme des Herrn Ludwigs. Michael Holdinghausen erweist sich als fabelhafter Sprecher und macht seinen Job perfekt, dennoch vermissen wir unseren Axel Ludwig schon ein wenig.
Ebenfalls markant ist die Stimme von Carolin Schmitten, die schon oft die weiblichen Parts in den Geschichten um Das Schwarze Auge übernommen hat, und immer wieder eine Wohltat fürs Fantasy-hungrige Ohr ist - selbiges gilt natürlich auch für die bezaubernde Tanja Haller.
In weiteren Rollen finden sich dann noch André Helfers, Nicole Grill und... Florian Don-Schauen! Der Autor selbst hat es sich spannenderweise nicht nehmen lassen, seine eigene Geschichte mit zu vertonen, und spricht den Tormin vom Berg. Zwar merkt man ihm an, dass er im Gegensatz zu den anderen Mitwirkenden nicht so geübt ist, dennoch meistert er seine Aufgabe mit Bravour und zeigt zudem, wie sehr er hinter Das Ferdoker Pergament steht.

Verknüpfung mit Drakensang: Am Fluss der Zeit

Groß angekündigt war Das Ferdoker Pergament als das (Hör-)Buch zu Drakensang: Am Fluss der Zeit, woraus sich aber auch die einzigen Kritikpunkte ergeben. Tatsächlich erfährt ein Fan des Computerspiels fast nichts neues über die Hintergründe der Handlung im PC-Spiel. Anfangs begegnet Gwidion zwar zwei wichtigen Protagonisten aus Drakensang: Am Fluss der Zeit, Cuano und Mora, aber beide verabschieden sich recht schnell in Richtung der Geschehnisse rund um Nadoret, und tauchen im Buch dann auch nicht mehr auf. Ansonsten sind lediglich die Beweggründe des Herrn von Nebeltal an die Drakensang-Ereignisse angeknüpft, Gwidion und seine Gefährten jedoch erleben ihr eigenes, unabhängiges Abenteuer. Dieses bietet zwar Spannung, aber als Ergänzung zum Spiel ist es leider nur sehr bedingt gefällig.
Hinzu kommt, dass eben jener Cuano sich in Spiel und Buch grundlegend unterscheidet. In Drakensang: Am Fluss der Zeit hat er dunkles Haar, und wirkt wie eine Mischung aus Robin Hood und Don Juan, mit angenehmer Stimme und charmantem Auftreten. Florian Don-Schauen hingegen beschreibt ihn als blond, und durch die ihm zugeteilte Sprecherstimme wirkt er eher wie ein schmieriger Halunke, denn wie ein Gentleman-Dieb. Für manchen mag das unwichtig erscheinen, uns ist diese divergente Personendarstellung in den beiden Medien aber etwas aufgestossen.


Drakensang: Am Fluss der Zeit (Testbericht)

Fazit

Sieht man davon ab, dass Das Ferdoker Pergament eben doch nicht so eng mit Drakensang: Am Fluss der Zeit verknüpft ist wie ursprünglich angekündigt, hat Florian Don-Schauen hier ein literarisches Meisterwerk abgeliefert, welches Fantasy-Fans jeglicher Coleur begeistern sollte. Selbst wenn diese Das Schwarze Auge (noch) nicht kennen oder mögen. Die Hörbuchvariante ist zudem eindrucksvoll inszeniert, mit perfekten Sprechern besetzt und sorgt dafür, dass Tugol mit seinen Tierchen und "Gump" zu den heimlichen Stars der Geschichte avancieren - Allein schon deren Dialogen und Monologen zu lauschen lässt den Hörer macht unglaublich Spaß. Schade nur, dass die Geschichte so in sich abgeschlossen ist, dass eine Fortsetzung unwahrscheinlich scheint... Aber wer weiß, was die Zukunft bringt?

Weiterführende Links:

Drakensang: Am Fluss der Zeit (Testbericht)
Lighthouse Home Entertainment (Vertrieb DSA-Hörbücher)
Horchposten (Macher des Hörbuches)
Das Ferdoker Pergament (Hörbuch) in unserem Onlineshop

19.05.2010 by Otti

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