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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Entera: 20 Jahre Thrashmetal pur

20 Jahre Entera, das ist natürlich Grund zum feiern. Und da die Jungs zu diesem Zwecke halbwegs hier in die Nähe kamen, und im Wild Rover zu Aachen zusammen mit Freakwave und Company of Heroes ordentlich zu rocken.
Bei dieser Gelegenheit setzte ich mich mit der Band zum Interview zusammen, um euch noch ein paar nette Infos über die Thrash-Metaller aus dem schönen Oberfranken zu präsentieren, zudem soll das Gespräch auf der nächsten CD oder DVD von Entera als Video veröffentlicht werden.

Otti:
Im März 1990 wurden Entera gegründet, da war Martin (Drummer) gerade mal geboren.

Martin:
Da war ich noch nicht mal geboren, ich bin erst im Juli geboren.

Otti:
Das ist natürlich schon spannend in einer Band zu sein, die es länger gibt als man selbst.

Martin:
Das stimmt, das ist nicht ohne.


Vlnr: Martin, Otti, Carsten, Jürgen

Otti:
Die Band gibts 20 Jahre. Carsten, wie hat es sich damals ergeben. Wie bist du auf die Idee gekommen Entera zu gründen? Wie waren die Anfänge, die ersten Schritte?

Carsten:
Ich habe als Mischer einer anderen Band angefangen. Das waren Death Revolution, die Band eines Arbeitskollegen. Die haben Thrash / Speed Metal gemacht. Ich hatte dann irgendwann Lust eine eigene Band zu machen. Ein anderer Arbeitskollege spielte Gitarre, ein Kumpel spielte ebenfalls Gitarre und so kam eins zum anderen und wir hatten die erste Entera Besetzung zusammen.

Otti:
Du hast aber am Anfang nicht selber gesungen?

Carsten:
Ich habe nur gesungen und später kam der Bass noch dazu.

Jürgen:
Ein Multitalent!

Carsten:
Nein, ich wurde dazu gezwungen.

Otti:
Hast du damals gedacht, dass das überhaupt so lange hält? 20 Jahre?

Carsten:
Nein. Unser Gitarrist ist z.B. 2-3 Wochen vor unserem ersten Konzert ausgestiegen. Da habe ich gedacht, jetzt ist es vorbei, Schluss mit der Band. Aber es ging doch wieder weiter.

Otti:
Es hat sich natürlich einiges getan in der Zeit. Was waren so die spannendsten Momente, abgesehen von den CD`s, wie du schon in einem anderen Interview mit Nightshade erwähnt hast?

Carsten:
CD`s sind natürlich was besonderes. Konzerte natürlich auch. 2003 das Abschiedskonzert im Saarland vor dem Umzug nach Nürnberg war was besonderes.

Otti:
Was war damals eigentlich der Grund? Private Gründe?

Carsten:
Berufliche Gründe.

Otti:
Und dann dort nochmal neu gestartet?

Carsten:
Ja. Es hat aber leider fast ein Jahr gedauert, bis wir wieder einen Proberaum hatten und Musiker.

Otti:
Ihr habt die Tour jetzt schon einige Zeit am laufen, die Jubiläumstour. Wieviele Konzerte waren es bisher?

Jürgen:
Ich glaube 9 oder 10.

Carsten:
Ich denke es waren 10.

Martin:
Mit mir waren es jetzt 5.

Otti:
Gabs da schon irgendwelche besondere Erlebnisse? Fans die irgendwas besonderes erzählt haben, was sie mit euch verbunden haben?

Carsten:
In Bad Tölz kam einer aufs Konzert, hat seinen Eintritt bezahlt und wollte unbedingt die erste CD kaufen, und ist dann wieder gegangen. So was hatten wir auch noch nicht erlebt.

Otti:
Der wollte das Konzert dann gar nicht sehen?

Carsten:
Ich glaube, der hatte keine Zeit gehabt.

Otti:
Martin, du bist gerade erst seit 5 Konzerten dabei. Was ist mit dem anderen Drummer passiert?

Carsten:
Also der Jonas, der Drummer von der Daily Terror CD, der hat im Februar 2009 aufgehört. Dann habe ich einen Drummer gefunden, der ist aber wieder nach ein paar Wochen ausgestiegen. Dann hat der Marc, Drummer von meiner anderen Band, ausgeholfen. Er hat gesagt, er bleibt so lange dabei, bis wir einen Drummer gefunden haben. Dann haben wir Martin gefunden und mit dem ab Dezember geprobt. Marc hat die Konzerte noch so lange weiter gespielt, bis wir mit Martin so weit waren und dann haben wir getauscht.

Otti:
Ihr kommt alle aus Nürnberg?

Carsten:
Ich ja.

Martin:
Erlangen

Jürgen:
Erlangen

Otti:
Das ist ja um die Ecke. Ihr habt euch ja ganz dem Thrash Metal verschrieben, du Carsten seit 20 Jahren. Was gefällt dir bzw euch an dieser Richtung?

Carsten:
War mir gefällt, dass es da nicht so starre Grenzen gibt wie bei anderen Richtung. Wir können langsame und schnelle Sachen machen. Wir können was mit drei verschiedenen Stimmen machen, wir singen alle drei. Zufälligerweise.

Jürgen:
Das ist was, was mir am meisten Spass macht, dass es nicht so sehr genau eine Richtung ist, immer der gleich Stil, immer der gleiche Rhythmus gleiches Tempo. Die Spannbreite ist sehr groß und das gefällt mir immer wahnsinnig.

Martin:
Es ist auch eine relativ anspruchsvolle Musik. Es ist nicht so einfach gestrickt, wie z.B. bei Punk.

Otti:
Ihr seid sehr flexibel, aber habt ihr mal überlegt, vor allem du Carsten, mal andere Elemente mit rein zu nehmen? Spezielle Instrumente, mal zu experimentieren?

Carsten:
Nein, eigentlich nicht. Wir können ja so musikalisch fast alles machen. Wir können ne Ballade schreiben, was schnelles machen, wir sind da völlig frei. Mit den drei verschiedenen Stimmen, sie singen völlig anders als ich.

Otti:
Gabs das vorher schon mal bei Entera?

Carsten:
Nein, so extrem nicht. Der Jonas hat einige Sachen gesungen und der Daniel, der Gitarrist, der hat mal beim Chorus mitgesungen, aber alleine hat er nicht gesungen. Ich habe es denen aber nicht verboten! Sie durften singen.

Otti:
Wie macht ihr das jetzt? Du Carsten schreibst die Songs alleine?

Carsten:
Nein.

Jürgen:
Nein, gemeinsam.

Otti:
Jürgen und Martin steuern die Ideen bei und ihr arbeitet die gemeinsam im Proberaum aus?

Carsten:
Wir schreiben die Songs komplett im Proberaum zusammen. Für die letzte Entera CD war das eine Ausnahmesituation. Wir hatten einen Aushilfsgitarristen, mit dem wollten wir die Songs nicht schreiben. Deshalb habe ich die alleine geschrieben und wir haben dann die CD gemacht. Jetzt seid der Jürgen dabei ist, haben wir schon vier oder fünf Songs geschrieben und die schreiben wir gemeinsam im Proberaum.

Otti:
Wie oft probt ihr so?

Carsten:
Im Schnitt ein mal pro Woche.

Otti:
Ganz Klassisch.

Jürgen:
Ja.

Otti:
Ihr seid wahrscheinlich alle nebenher noch berufstätig?

Carsten:
Ja natürlich. Jürgen:
Ja.

Martin:
Ich studiere noch.

Otti:
Das habe ich mir fast gedacht.
Das Jubiläumsjahr geht ja auch jetzt vorbei, irgendwann hat alles ein Ende.

Carsten:
Wir feiern das ganze Jahr.

Otti:
Was habt ihr noch an Highlights dieses Jahr geplant, ausser Konzerten?

Carsten:
Erst mal noch die speziellen Konzerte, am 07.05.10 im Saarland, am 08.05.10 in der Pfalz. Da spielt ein Ex- Entera Musiker mit seiner neuen Band und die Woche drauf in Nürnberg eine Feier am 15.05.10 mit Fleshless, Schistosoma und Darkness Ablaze. Ansonsten möglichst viele Konzerte spielen und wenns klappt, nächste Jahr mit der neuen CD anfangen.

Otti:
Dann wieder einen Longplayer? Daily Terror war ja nur eine EP.

Carsten:
Ja. Da waren nur fünf Songs drauf, die nächste soll wieder eine komplette CD werden. Vielleicht noch ein Video mit drauf, mal schauen obs klappt.

Jürgen:
Ich denke, dass bekommen wir hin.

Otti:
Die Songs sind quasi schon ausgearbeitet und heute auf dem Konzert kann man sie schon hören oder auf den anderen Konzerten?

Carsten:
Drei neue Songs spielen wir heute.

Otti:
Jetzt möchte ich mal ein bisschen persönlicher werden. Neben den vielen Musik Fragen, für die Fans ist das vielleicht anders, was sind so eure größten Schwächen jeweils? Als Person?

Jürgen:
Meine größte Schwäche? Das ich manchmal vielleicht nicht schnell genung nein sagen kann. Da bin ich manchmal eher zurückhaltend, immer höflich, versuch immer diplomatisch zu sein. Das kann eine Schwäche sein. Das empfinde ich als Schwäche, ich bin manchmal zu zögerlich irgendjemanden die Meinung zu geigen. Ansonsten... da müsste ich jetzt meine Freundin fragen, die könnte das sofort aufzählen.

Otti:
Einmal den Telefonjoker!

Martin:
Bei mir ist es die Selbstdisziplin, wenn es nicht um meine Hobbys geht, wenn andere nicht davon betroffen sind. Sachen die nur mich betreffen, schiebe ich gerne mal etwas weiter nach hinten, etwas vor mir her.

Carsten:
Meine Schwäche? Oh weih.

Jürgen:
Du hattest jetzt genug Zeit.

Carsten:
Ich könnte besser Bass spielen.

Jürgen:
Nein, dass glaube ich nicht.

Carsten:
Manchmal vielleicht etwas zu genau. Gerade wenn wir Aufnahmen machen, da kams schon mal vor, dass ich die ganze CD wieder gelöscht habe und habe nochmal von vorne angefangen. Wo jeder sagt, es passt eingentlich.

Otti:
Was sind eure größten Leidenschaften? Neben der Musik natürlich.

Jürgen:
Ich mache sehr gerne Sport. Krafttraining und Laufen. Vollyball, wenn es sich ergibt, wenn Leute da sind. Die andere große Leidenschaft sind Computerspiele.

Martin:
Da schließe ich mich an. Man siehts mir nicht an, aber ich mache auch gerne Sport. Baseball, Stock- und Schwertkampf. Ausserdem bin ich ein großer Mittelalterfan, sammele auch meine eigenen Rüstungen. Ich mache auch Computerspiele und schaue sehr viele Filme.

Otti:
Gehts du auch auf Mittelaltermärkte?

Martin:
Ja, auf jeden Fall. Ich gehe auf Mittelaltermärkte oder auf Konzerte auch verkleidet.

Carsten:
CD`s sammeln. Filme schauen. Freundin natürlich.

Jürgen:
Die Freundin kommt natürlich an erster Stelle. Aber die ist ja kein Hobby.

Carsten:
Viel mehr eigentlich nicht, da ich noch eine zweite Band habe. Die hat sich quasi aufgelöst vor zwei Wochen, wir machen aber noch eine CD. Das ist auch sehr zeitaufwendig, deswegen bleibt da nicht viel Zeit übrig. Ich gehe noch auf CD Börsen, auf die Metalbörse.

Otti:
Lässt du dich von den Filmen für deine Text inspirieren?

Carsten:
Nein. Eigentlich überhaupt nicht. Bei uns ist fast alles sozialkritisch, ab und zu ein paar lustige Sachen. Was man so täglich in den Zeitungen liest, aktuelle Nachrichten.

Otti:
Was ist gerade deine Filmempfehlung?

Carsten:
In letzter Zeit ist nicht so viel gutes rausgekommen.

Martin:
Die Geschmäcker sind ja auch sehr verschieden.

Carsten:
Wenns um Komödien geht, dann würde ich sagen Das beste kommt zum Schluss mit Jack Nicholson und Morgan Freeman. Den fand ich ziemlich gut. Der letzte richtig gute Film war Rambo.

Otti:
Wenn ihr jetzt hier euer Konzert gespielt habt, oder ein Konzert beendet habt, worauf freut ihr euch am meisten?

Jürgen:
Aufs Bett.

Martin:
Auf die Dusche! Dann aufs Bett.

Jürgen:
Da es manchmal sehr lange dauert, bis man zu Hause ist, dann ist man fertig und will nur noch ins Bett.

Otti:
Groß nachfeiern ist da nicht?

Carsten:
Könnt man schon mal machen, aber momentan ist es, so wie heute, dass wir nach dem Konzert nach Hause fahren und erst um 6-7 Uhr da sind.

Otti:
Ok. Heute ist wohl ein Extremfall. Was findet ihr den am schönsten am Frankenland?

Carsten:
Gut. Ich bin ja ursprünglich aus dem Saarland. An Nürnberg würde ich sagen, die Altstadt.

Martin:
Bei mir ist es die Stille und die reine Luft. Ich komme sehr vom Land, da ist es sehr still. Nürnberg ist eine Großstadt, aber trotzdem sehr ruhig, nicht so hektisch, eher mein Ding.

Jürgen:
Ich komme ursprünglich auch aus einem kleinen Dorf. Ich bin gebürtiger Mittelfranke, bin dann nach Erlangen und habe das studieren angefangen. Mir hat dort so diese Kultur gefallen, man kann jeden Abend irgendwo hingehen und immer was anderes erleben und es ist nie langweilig. Man kann auch nach Nürnberg fahren und Konzerte besuchen, weil da öfter mal was ist, oder Rock Im Park. Das gefällt mir am besten, dass immer was los ist. Nicht wie in der kleinen Stadt, wo um 20:00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden und dann ist es aus.

Carsten:
Was auch gut ist, man ist mitten in der Stadt, fährt 15Km raus und ist auf dem Land.

Martin:
Ja, es ist nicht eine Stadt neben der anderen.

Otti:
Was wünscht ihr euch neben der Musik noch am meisten, was passieren soll?

Carsten:
Lottogewinn! Otti:
Was würdest du damit machen?

Carsten:
Nur noch Musik machen. Nicht mehr arbeiten. Vielleicht noch ein Festival veranstalten.

Jürgen:
Ja, dass wär was. Ich hätte gerne ein eigenes Haus mit viel Platz, meine derzeitige Wohnung ist nicht so groß und die Gitarren nehmen langsam überhand. Ein großes Haus mit Keller, in dem man auch mal üben kann, verschiedene Zimmer, eins für Instrumente und ein paar zum Wohnen.

Martin:
Ein großes Haus mit allen Instrumenten die es gibt. Jedes Instrument mal spielen.

Otti:
Auch einen Dudelsack?

Martin:
Ja, ich wollte mir mal einen kaufen, aber die sind etwas teuer.

Otti:
Was erwartet ihr euch von dem Abend hier?

Jürgen:
Ich freu mich auf einen Kumpel von mir, der heute abend vorbei kommen wird. Der studiert hier in Aachen.

Martin:
Ich freu mich aufs Konzert.

Otti:
Was verschlägt euch denn ausgerechnet nach Aachen? Das ist bisher das einzigste NRW Konzert.

Carsten:
Wir versuchen eigentlich überall zu spielen. Wir sind jetzt gerade dran an der Schweiz und Österreich, aber es ist schwer da was zu kriegen. Dann gibts auch noch die finanzielle Seite. Wir können nicht jedes Wochenendenach Hamburg fahren, da legen wir nur drauf. Also müssen wir schauen, dass wir im Idealfall zwei Gigs hintereinander machen, dass man Freitag und Samstag spielt, damit es finanziell etwas besser wird.

Otti:
Seid ihr mit dem Bus angereist?

Carsten:
Nein, mit zwei Privatautos.

Otti:
Das wars eigentlich schon. Habt ihr noch was, was ihr loswerden wollt?

Jürgen:
Ich freu mich, dass ich in Aachen bin und hoffe, dass es den Leuten Spass macht und ihnen die Musik gefällt.

www.entera.org

08.05.2010 by Otti

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