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20.000 Meilen unter dem Meer: Perlentauchen mal anders

Die Ozeane - unendliche Weiten. Mit 20.000 Meilen unter dem Meer schrieb Jules Vernes Mitte des 19. Jahrhunderts einen absoluten Klassiker. Der Meeresforscher Professor Arronax, sein Diener Conseil und der Harpunier Ned-Land erleiden bei der Jagd nach einem ominösen Seeungeheuer Schiffbruch. Den sicheren Tod im Auge werden sie gerettet, das vermeintliche Monster erweist sich als gigantisches Unterseeboot unter dem Kommando des eigenbrötlerischen Kapitän Nemo, der sich von der Menschheit abgewandt hat und nun die Geheimnisse der Weltmeere erforscht. Arronax nutzt die einmalige Chance, bisher unerforschte Welten mit eigenen Augen zu entdecken. Ein aufregendes Abenteuer beginnt...

...zumindest in besagtem Roman. Prime Games und Daedelic Entertainment haben nun den Stoff um die Nautilus in einem Suchbildspiel verarbeitet, leider bei weitem nicht so spannend wie es hätte werden können. 20.000 Meilen uinter dem Meer hakt an vielen Ecken und Kanten.

Vor allem die Story ist lieblos umgesetzt. Während die anderen bisher von uns getesteten Spiele dieser Art (Ankh und Der Inquisitor) mit liebevoll umgesetzten Geschichtchen das simple Spielgeschehen aufwerten konnten, wird bei 20.000 Meilen unter dem Meer der Plot sehr vernachlässigt. Erzählt mit den Tagebucheinträgen des Professors und Pseudeo-Zwischensequenzen, die vor Einfallslosigkeit nur so strotzen, verliert die ursprünglich spannende Handlung des Romans schnell an Farbe. Die meiste Zeit werden Suchbilder aneinandergereiht, bei denen sich gerade Anfangs oft nicht erschliesst, warum man zum wiederholten Male am Meeresgrund Gegenstände aufsammeln soll, die da eigentlich gar nichts verloren haben.


Wer die letzte Perle findet... hat 12 Perlen gefunden!

Um der Monotonie entgegen zu wirken, haben die Entwickler verstärkt Minispielchen eingebunden. Diese gehen vom üblichen Schiebebild- über simple Schalterrätsel bis hin zu "setze Gegenstand an der richtigen Stelle im Bild ein". Zwischendurch wird sogar den guten alten Arcade-Klassikern gehuldigt, ein Haischwarm überfällt die Nautilus und man soll die Viecher vorher mit der Harpune abschiessen. Was zunächst nach einer willkommenen Abwechslung klingt erweist sich, wie auch die meisten anderen Minispiele, als schwach und in keinster Weise fordernd.

Durchwachsen ist auch das "Leveldesign" was die Suchbilder angeht. Ist die Meereskulisse anfangs noch sehr schön anzusehen, nutzt sich dieser Hintergrund sehr schnell ab. Zum Glück lockert sich die Optik im späteren Spielverlauf, dann darf man auch mal "Landgänge" machen. Allerdings werden die versteckten Gegenstände zunehmend abstruser - Will heißen: Oft sind Items selbst dann nicht als das zu erkennen, was sie darstellen sollen, selbst wenn man sie letztlich entdeckt hat. So wird zum Beispiel ein "Herz" abgefragt, welches sich dann als Wolke in (grober) Herzform heraus stellt.

In einer Hinsicht haben die Entwickler aber ihren (eigentlich sonst sehr sympathischen) Humor wieder hervor gekramt. In zahlreichen Meeresbildern sind Clownfische abgebildet - Eine Liebevolle und gelungene Anspielung an den kultigen Pixar-Film Findet Nemo. Solche zweideutigen Anspielungen hätten wir uns häufiger gewünscht.

Insgesamt wird bei 20.000 Meilen unter dem Meer eindeutig zuviel Potential verschenkt. Versteht uns nicht falsch, das Spiel hat alles, was ein Suchbildspiel braucht, nur eben in der Storyführung und im Design Mängel, die wir bei den anderen Spielen aus gleichem Hause so nicht finden konnten. Wer das Genre vor allem Aufgrund der Spielart als solche mag, wird hier sicher auch auf seine Kosten kommen, ebenso eignet sich das Game sicher als Unterhaltung für Kinder. Wer jedoch Fan der Vorlage ist, oder einfach nur minimal Wert auf eine schön umgesetzte Rahmenhandlung legt, wird von 20.000 Meilen unter dem Meer leider sehr enttäuscht.


Die Zwischensequenzen bieten leider keinerlei Abwechslung

Tops Flops
+ Tolle Vorlage
+ Netter Zeitvertreib
- Plot schwach umgesetzt
- Minispiele kaum fordernd
- Gelegentlich abstruse Suchbegriffe
- Leveldesign schwankt

Daten

Genre:Suchbildspiel
USK:freigegeben ab 0 Jahren
Plattformen:PC/Mac
Entwickler:Daedelic Entertainment
Vertrieb:Prime Games
Mehrspieler:Nicht vorhanden
Screenshots:Selbst erstellt
Veröffentlichung:10. März 2010

Systemanforderungen PC

Betriebssystem: Windows XP, Windows Vista, Windows 7
Prozessor: 1 Ghz Singlecore
Arbeitsspeicher: 512 MB RAM
Festplatte: 250 MB freier Speicher
Grafikkarte: 64 MB oder größer

Websites:

20.000 Meilen unter dem Meer - Homepage
Daedalic Entertainment
Prime Games

21.04.2010 by Otti

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