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Don Harris: Die Abenteuer des Psycho-Cops

Bereits im Jugendalter merkte Don Harris, dass er anders war... Visionen und seltsame Ereignisse ließen ihn an seinem Verstand zweifeln. Erst später entdeckte er seine besondere Gabe: Don ist mit visionären Fähigkeiten ausgestattet. Er sieht Dinge, die erst kurz darauf passieren, und nicht nur das - Es stecken noch viel mächtigere Energien in ihm. Doch all diese Erkenntnisse bringen auch große Gefahr mit sich. Als Agent des europäischen Geheimdienstes ESI deckt er die Machenschaften einer korrupten Organisation auf. So gerät er ins Visier des "Clubs der Höllensöhne"...

Zugegeben, die Grundgeschichte von Don Harris - Psychocop klingt erstmal reichlich platt, und auch manche Stilmittel muten seltsam an. So erscheint dem Protagonisten ein klischeebeladenes drittes Auge auf der Stirn, wenn sich seine mystischen Kräfte aktivieren. Wer sich davon jedoch abschrecken lässt, dem entgeht eine fesselnde Hörspielreihe, die es in sich hat.
Regisseur Oliver Döring inszeniert die Geschichte um den PSI-begabten Geheimagenten nach der Vorlage des Autors Jason Dark, welcher vor allem durch seine John Sinclair-Romane große Bekanntheit erlangt hat. Anders als bei Sinclair trifft Harris jedoch kaum auf übernatürliche Wesen, die Mystik entsteht durch zumeist dezente psionische Kräfte der Protagonisten, eingebettet in eine moderne, in der heutigen Zeit angesiedelten Geschichte. Nicht zuletzt durch diese Realitätsnähe verursachen die Hörspiele einen Nervenkitzel, der sich gewaschen hat.

Pointierte und aufreibende Soundeffekte, professionelle Sprecher und die detaillierte Beschreibung von Gewaltszenen, sowie auch gelegentlichen sexuelle Zusammenkünfte, ziehen den Hörer tief in die Abenteuer des Protagonisten, sind aber dabei auch mit Vorsicht zu geniessen. Die Reihe um den Psycho-Cop ist auf keinen Fall Kinder-Unterhaltung, und selbst erwachsene Konsumenten sollten hier ein dickes Fell beweisen...

Hauptcharaktere

Don Harris: Der Held der Geschichte ist das, was man in eingeweihten Kreisen einen Psioniker nennt. Vor allem Vorahnungen helfen ihm im Berufsleben, immer einen Schritt weiter als seine Widersacher zu sein. So ist es ihm zum Beispiel möglich, Pistolenkugeln auszuweichen, weil er Augenblicke vorher schon deren Flugbahn kennt. Aber diese seherischen Fähigkeiten machen nur einen Teil der in ihm schlummernden Macht aus...
Abgesehen von seiner Gabe ist Don ein intelligenter, aber auch sehr menschlicher "Held". Die Lust an der Leidenschaft, ein gewisser Sarkasmus und gelegentliche Gereiztheit zeichnen ihn ebenso aus wie die Fähigkeit, äußerst brutal vorzugehen, wenn es die Situation verlangt.

Elektra: Recht früh schon begegnet Harris jener geheimnisvollen Frau. Ebenfalls mit scheinbar magischen Kräften ausgestattet, gewinnt sie schnell das Vertrauen unseres Helden, wird zu seiner Partnerin und Bettgefährtin. Doch irgendwas stimmt mit ihr nicht, schnell findet Don heraus, dass Elektra nicht zu altern scheint. Bereits auf Fotos von der Hochzeit seiner Eltern taucht diese mysteriöse Frau auf, und scheint sich seit damals nicht verändert zu haben. Zudem weicht sie seinen Fragen nach dem Sinn hinter all dem Ganzen gerne aus, und verschwindet oft tage- oder wochenlang spurlos, um dann wie aus dem Nichts wieder aufzutauchen.

Terry Sheridan: Terry ist Dons Freund aus Jugendtagen, und schuld an dessen Spitznamen "Psycho-Cop". Schon früh bekam Sheridan die Kräfte seines Freundes am eigenen Leib zu spüren, war dieser ihm doch zum Beispiel beim Box-Training immer einen Schritt voraus. Heute ist Terry Polizist und einer der wenigen Menschen außerhalb der ESI, welche um die Begabung des Don Harris wissen. Seine Kontakte und seine Freundschaft helfen Don dabei nicht nur, manche brenzlige Situation zu überstehen, sondern sorgen auch dafür, dass der Psioniker nicht gänzlich vom Boden der Tatsachen abhebt.

Jack O´Donell: Dons Chef bei der ESI ist zunächst ähnlich undurchschaubar wie Elektra. Anfangs scheint es noch, als sei Jack O´Donell gar nicht gut auf seinen Eso-Schützling zu sprechen, gelegentliche Wutausbrüche und hartes Durchgreifen unterstreichen die Autorität des ESI-Offiziers. Doch er weiß viel, mehr als man zunächst glauben mag... Und wird so schnell zu einer Schlüsselfigur im Ränkespiel mit den Höllensöhnen und in Dons persönlichem Selbstfindungsprozess.

Der Club der Höllensöhne

Vom eher amüsant klingenden Namen sollte man sich nicht irritieren lassen. Die Höllensöhne sind eine weltweit agierende Geheimorganisation. Ihre Ziele liegen zwar im Verborgenen, doch dass der Club nichts Gutes im Schilde führt ist offensichtlich. Einsatz von Killerkommandos, Folter und anderen finsteren Methoden gehören hier zur Tagesordnung, das bekommen Widersacher und Verräter gleichermaßen zu spüren. Die Machenschaften der Höllensöhne werden nicht zuletzt von schier endlosen finanziellen Mitteln gestützt, was die Vermutung nahelegt, dass ihre Kontakte bis in die höchsten Positionen von Politik und Wirtschaft reichen.

Was bisher geschah

Es folgen ganz kurze Zusammenfassungen der bisher erschienenen 6 Folgen. Wir versuchen natürlich, so wenig wie möglich zu verraten, aber wer sich der Spannung nicht berauben lassen will, sollte gegebenenfalls diesen Abschnitt überspringen.

Folge 1: Das dritte Auge:
In der ersten Folge erfährt man Auszüge aus Dons Jugend, sowie seiner Anfänge beim ESI. Sein Vater stirbt, bei der Beerdigung tritt eine Frau namens Elektra an ihn heran. Noch ahnt er nicht, wie sehr sich sein Leben nun ändern soll. Scheinbar zufällig stolpert er über den Club der Höllensöhne, und so fangen die Verwicklungen erst an.

Folge 2: Der Club der Höllensöhne
Don hat eine große Aktion des Clubs durchkreuzt - Das macht ihn zur Zielperson Nummer 1 für die Finsterlinge. Don entgeht zunächst dem Anschlag, doch nun weiß er, in welch großer Gefahr ist. Zum Glück ist Elektra wieder da. Vertraut scheint ihm die Fremde, sie kommen sich näher. Gemeinsam gehen sie auf Spurensuche, stets im Visier des Clubs der Höllensöhne. Und scheinbar sichere Freundschaften entpuppen sich als große Gefahr.

Folge 3: Das schwarze Amulett
Nachdem Elektra wieder verschwunden ist und das Mordkommando abgewehrt zu sein scheint, kehrt der Alltag in Don Harris Leben zurück. War vielleicht alles nur ein Traum? Doch dann lockt eine seltsame Eingebung Don nach Spanien. Dort trifft er erneut auf Elektra, welche ihm zu einem magischen Amulett verhilft - Doch da ist noch die Killerin Azucena, welche ebenfalls Interesse an dem Kleinod zeigt...

Folge 4: Das Erbe der Wächter
Azucena hat das Amulett an sich gerissen, doch statt es wie befohlen bei ihren Auftraggebern abzuliefern, versucht sie es in Sicherheit zu bringen. Ein Fehler - Verrat wird bestraft! Don und Elektra erfahren von den Geschehnissen, und versuchen der geläuterten Azucena zu Hilfe zu kommen.

Folge 5: Das Killer-Kommando
So langsam reicht es den Höllensöhnen. Immer wieder durchkreuzt dieser Psycho-Cop ihre Pläne, und so gilt es, den Störenfried ein für allemal aus dem Weg zu räumen. Geschickt stellen die Bösewichte Don eine Falle, locken ihn in seine Geburtsstadt Glastonbury und hetzen ihm erneut ein Killer-Kommando auf den Hals.

Folge 6: Das Glastonbury-Rätsel
Bei der ESI geht ein Hilferuf aus Ägypten ein. Dort scheint jemand eine unglaubliche Entdeckung gemacht zu haben, doch noch während des Telefonats wird der Anrufer erschossen. Die ESI schickt ihren besten Mann zur Aufklärung los. In Begleitung von Elektra macht Don sich auf die Suche nach der Wahrheit - Nicht ahnend, dass es um eines der größten Geheimnisse der Menschheit geht. Und nicht nur das, neben den Höllensöhnen bekommt er es nun noch mit einer weiteren Untergrundorganisation zu tun...

Mitwirkende (Auszug):

Regie: Oliver Döring
Erzähler: Douglas Welbat
Don Harris: Dietmar Wunder
Elektra: Claudia Urbschat-Minques
Terry Sheridan: Gerrit Schmidt-Foss
Mac "Silver" Sterling: Frank Glaubrecht
Jack O´Donnel: Bernd Rumpf
Azucena: Katrin Fröhlich
Pablo: Björn Schalla

Fazit:

Anfänglich machte sich Skepsis bei mir breit, als die sechs Folgen von Don Harris bei mir auf dem Schreibtisch landeten. Ein seltsamer Titel (Psycho-Cop?!) und dieser komische orangene Schriftzug sprachen die Otti-Seele mal so gar nicht an. Aber was solls, dachte ich mir, das gehört zur Arbeit dazu. Und als dann eine etwas längere Autofahrt zu überbrücken war, schien das zumindest ein guter Zeitkiller zu sein... Und brachte mich so in Lebensgefahr! Bereits nach den ersten Minuten entwickelte Don Harris seine faszinierende Atmosphäre und zog mich in den Bann - Nur um mich dann so dermaßen zu erschrecken, dass ich beinahe das Lenkrad verrissen hätte!
Mit Verlaub, ich gehöre eher zu den Menschen, die kaum durch Horrorfilme und ähnliche Medien zu beeindrucken sind, doch diese Hörspielreihe hat es geschafft. Geschafft, meine Nerven blank zu legen.

Detaillierte Beschreibungen, eine an die Psyche gehende Soundkulisse und vielschichtige Charaktere machen Don Harris zu einem unglaublichen Hörspielerlebnis, welches aber - und ich betone es nochmal - definitiv nichts für Minderjährige ist. Hätte ich diese Geschichten damals, statt He-Man und TKKG, zum Einschlafen gehört, man könnte mich wohl heute in der Nervenklinik wiederfinden.
Zum Schluss noch eine dringende Empfehlung: Wer sich die Reihe zu Gemüte führen will, sollte auf jeden Fall bei der ersten Folge anfangen, und dann jeden Teil nacheinander hören. Zwar sind die Abenteuer des Psycho-Cops auch immer thematisch einigermaßen in sich geschlossen, aber insgesamt baut sich eine komplexe Grundgeschichte auf. Fragen werden später beantwortet, aber anderes versteht man nur schwerlich, wenn man die vorherigen Ereignisse nicht kennt. Und es wäre schade, das Phänomen Don Harris nur halb zu durchschauen...

Relevante Websites:

www.jason-dark.de
www.folgenreich.de

13.04.2010 by Otti

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