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Mortemia: Misere Mortem

Allerortens beklagen sich die Leute über den langen und intensiven Winter, der derzeit die nördliche Hemisphäre in seinem Bann hält. Nicht so Morten Veland, seines Zeichens Mastermind von Sirenia und skandinavischer Metal-Routinier - dieser findet in der kalten, dunklen Jahreszeit (die im Übrigen manches mitteleuropäische Weichei zum Heulen bringen würde) Inspiration und Kraft, und so hat Mortem sich einen Herzenswunsch erfüllt, und in diesem Winter Mortemia geboren - Sein ureigenes Soloprojekt. Hier verbindet er seine Leidenschaft für Gothic-Metal noch stärker mit klassischen Elementen, als bei seinen bisherigen Projekten, und hat zudem erstmals gänzlich auf weibliche Vocals verzichtet: Mortemia ist von der Stimme, über die (sehr persönlichen) Texte, bis hin zu sämtlichen Instrumenten nichts anderes als Morten Veland pur!

Okay, bei den häufig eingesetzten Choralen scheinen auch fremde Stimmen eingesetzt zu werden - Entweder das, oder aber der Herr Veland hat hier im Studio sehr geschickt getrickst. So oder so erwartet uns mit Misere Mortem ein beeindruckendes Solo-Debüt eines Mannes, der mit seiner Musik und seinen Bands eindeutig immer wieder neue Akzente in der Szene setzt. Die geschickte Fusion von epischen Klängen, harten Metalparts und finsteren Vocals zeichnet musikalische Bilder, die beim Hörer mit Sicherheit im Gedächtnis bleiben.
Spannend ist dabei auch der Kontrast zwischen Symmetrie und Disharmonie, der bei Mortemia vorherrscht. Angefangen von der eigentümlichen Betitelung der Songs (siehe Tracklist) bis hin zu musikalischen Passagen, die den Hörer im einen Moment auf Wogen der Wärme tragen, um ihn dann durch Screams und schneidende Gitarren in einen emotionalen Abgrund zu reissen - nur damit dann ein weiches, wohlarrangiertes Instrumental-Bett den Sturz gekonnt abfedert.

Tatsächlich wäre es auch zu einfach, Misere Mortem auf den reinen Gothmetal zu reduzieren - Elemente von Death, Black und teils gar symphonischen Kompositionen runden das vielfältige Musikkonzept von Mortemia definitiv ab. Was ein wenig fehlt sind markante Passagen in den Songs, wenn man nicht ganz genau hinhört wirkt das Album fast wie ein durchgängiger Track - Wen das nicht stört, und wer auf spannungsgeladene und intensive Metalklänge der etwas dunkleren Art steht, wird beim Kauf dieser Scheibe in jedem Fall nen Treffer landen.

Trackliste
01. The One I Once Was
02. The Pain Infernal And The Fall Eternal
03. The Eye Of The Storm
04. The Malice Of Life´s Cruel Ways
05. The Wheel Of Fire
06. The Chains That Wield My Mind
07. The New Desire
08. The Vile Bringer Of Selfdestructive Thoughts
09. The Candle At The Tunnel´s End

Veröffentlichung: 26.02.2010

Mortemia @ MySpace
Cover

Boxhaus

10.02.2010 by Otti

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