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Letzte Instanz: Tourauftakt in Jena 30.03.07

Nachdem der harte Kampf mit meiner Diplomarbeit endlich gewonnen schien, ich wieder etwas Kraft tanken konnte und offen für Neues war, freute ich mich sehr auf das Letzte Instanz Konzert in Jena. Eigentlich war lediglich geplant deren Auftritt in Leipzig (April) zu besuchen, aber ein sehr glücklicher Umstand, ermöglichte es mir den Tourauftakt live miterleben zu können. An dieser Stelle sei noch ein mal Katrin ganz lieb von mir gegrüßt, die mir ganz selbstlos ihre Freikarte zur Verfügung stellte.:)


Wir sind Gold - Jetzt im Handel

Das eine Woche vorher veröffentlichte Album Wir sind Gold erwies sich nach mehrfachen reinhören, als echter Ohrwurm mit sehr anspruchsvollen Texten und Gedankengängen und ich freute mich sehr auf diesen Abend. Letzte Instanz Konzerte sind für mich immer etwas ganz Besonderes. Oftmals erwies sich schon die Hinfahrt als unvergessliches Abenteuer- ob Dauerregen, Nebel oder Schneestürme oder auf der Heimfahrt als sehr unangenehm in Erinnerung behaltene Autopannen und unnütze Umwege (dank mangelnder Orientierung)- jeder Abend mit der Instanz verspricht Überraschungen. Seit nunmehr sieben Jahren kenne und schätze ich die Jungs und habe ihre Entwicklungsstadien, sei es die hohe Fluktuation der ständig wechselten Bandmitglieder oder die musikalische Entfaltung, immer mitgetragen. Und ein für mich persönlich sehr bedeutender Nebeneffekt: im Dezember 2000 verliebte ich mich bei „Zarter Engel" in Martin, der mich seitdem auf fast jedes der ca. 40 von mir erlebten Letzte Instanz Konzis begleitete und die Jungs uns dadurch sehr schöne sinnliche Momente schenkten. Nach Jena sind es vom wunderschönen Erzgebirge aus ca.140 km und Martin, meine Schwiegermutti und ich, machten uns gegen 18.15 auf den Weg zum Ziel. Auf der Autobahn und in Jena registrierten wir mit einem mulmigen Gefühl unsere in grüner Uniform bekleideten „Freunde und Helfer", die sich in wirklich einer sehr großen Anzahl bereit hielten, um - wie wir noch mitbekommen sollten- bei einem Fußballspiel in der Stadt für Ruhe und Ordnung oder so ähnlich zu sorgen.

Die Parkplatzsuche in der Nähe des F-Hauses strapazierte wie sooft unsere Nerven. Aber dieses kleines Hindernis sollte uns nicht im geringsten davon abhalten den Veranstaltungsort zu entern. Wie gewohnt zeigten sich die Bandmitglieder schon vor ihren Auftritt als sehr publikumsnah und mischten sich unters Volk. Ich für meinen Teil nahm mit einer etwas abseitsstehenden Couch vorlieb und machte es mir dort so richtig gemütlich. Bei „Kiloherz" hatte ich keinerlei Bühnenkontakt, was aber auch nicht zwingend notwendig war. Zum einen hatte ich die Band schon ein mal gesehen, zum anderen trifft diese nicht wirklich meinen Geschmack. Immerhin waren diesmal die Lieder von mehr durchgehenden Texten geprägt und dem Publikum schien die Musik zu gefallen. Bei ihrem letzten Song erhob ich mich von dieser wirklich sehr angenehmen Couch und war doch etwas überrascht, wie sehr sich der Saal gefüllt hatte. Mir fiel auf, dass das Publikum sehr jung war. Klar ich hab auch als Jugendliche angefangen auf Konzerte zu gehen, aber da waren die Jungs der Instanz ja auch noch jünger. Die Kluft zwischen Bandmitglieder und Anhängern hinsichtlich des Alters erscheint mir stetig zuzunehmen. Wie in alter Gewohnheit erkämpften wir drei uns einen guten Platz in der 3-5 Reihe am rechten Rand- nicht nur um gut zu sehen und zu hören, sondern auch um immer in Holly D.s Nähe zu sein. Das Intro war kurz und prägnant und es folgte ein Song vom neuen Album: „Du und Ich". Alles im allen soll jetzt keine chronologische Abfolge der Setliste wiedergegeben werden, sondern ein paar mir in Erinnerung gebliebenen, Szenen. Mir fiel auf, dass die Bühnenshow mal wieder sehr schlicht gehalten wurde. Keine Banner, kein Logo und auch die vielfach geliebten Spiele mit dem Feuer blieben aus. Zudem verprasste Holly ordentlich einen angenehmen Tourauftakt, indem er bei mindestens vier Liedern entweder den Text vergaß oder die falsche Textzeile sang. Also Holly bitte üben, üben, üben. Ich gestehe sein origineller Hüftschwung erschädigte diese Patzer ansatzweise. Meiner Meinung nach beging die Band einen Fehler, indem sie gleich zu Beginn drei langsame Songs vom neuen Album spielte. Mir persönlich fiel es danach sehr schwer in die Gänge zu kommen und meinen Rhythmus zu finden. Gut 80% der Lieder war neues Material und live für mich sehr gewöhnungsbedürftig, wenn ich es auch sehr schätze, dass die Streicher wieder schön in den Vordergrund rücken und die Songs dadurch genial abrunden. Specki am Schlagzeug grinste wieder ordentlich vor sich hin und erfreute sich seiner Tätigkeit, währenddessen der Rest sich ebenso ins Zeug legte. Alles im allen harmonierte die Band und die alten Krachen fehlten auch nicht, obwohl es meiner Meinung nach ruhig noch mehr hätten sein können. Sehr amüsant fand ich die Spezial-Einlage bei „Rapunzel". Da die Tour erst angefangen hat, möchte ich nicht zu viel verraten. Aber Hollys Satz: „ihr seht, wir sind uns für nichts zu schade" war gerechtfertigt und der volle Körpereinsatz v.a. von Muttis Stolz, beschert mir auch jetzt noch ein Lächeln auf dem Gesicht. Fotos hab ich leider keine gemacht, wer dennoch das Bedürfnis hat, welche sehen zu müssen, der sei direkt auf die Homepage der Band verwiesen. Unter http://www.letzte-instanz.de werden sicherlich bald professionelle Bilder online gestellt.


Letzte Instanz am 29.10.2006 in Oberhausen

Das Besondere an diesem Abend aber war mein Freund. Im letzten halben Jahr hatten wir so einige Reibereien und stellenweise glaubte ich keinen richtigen Zugang mehr zu ihm finden zu können. Die vergangenen Wochen harmonierten wir wieder besser und am 30.03. spürte ich seit langem wieder, dass es oftmals die kleinen Dinge sind, die Beziehungen zu etwas Speziellen machen können. Auch ohne große Worte wussten wir was der andere dachte und ertappten uns gegenseitig dabei die ein oder andere Querassoziation im selben Moment zu haben. Und ganz klar: den ersten Preis des Institutes für komisches Tanzen, gewannen wir im Doppelpakt, aber ich denke die Letzte Instanz kann sich getrost mit einreihen. Und das Fazit des Abends? Auch wenn Menschen sich oftmals sehr weh gegenseitig tun, lohnt es sich zu kämpfen, zu vertrauen und v.a. schätzen zu lernen, was Mensch im/am Leben hat. Ein Konzert kann ein Erlebnis sein, Erinnerungen aufleben zu lassen, Spaß zu haben, sich zu der Musik treiben zu lassen, abzuschalten und sich ins Gedächtnis zu rufen: oftmals sind es die vielen kleinen Wunder, statt ein großes, die es zu etwas ganz Einzigartigen werden lassen. In diesem Sinne Friede, Liebe, Mitgefühl, eure Eisprinzesin.

04.04.2007 by Eisprinzessin

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