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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Kittie

Wenn vier junge Frauen sich zusammen schliessen um gemeinsam Metal zu machen, polarisieren sie die Szene: Die einen sind begeistert, zumal Kittie gnadenlos guten Sound produzieren, andere jedoch konfrontieren die Band weiterhin mit ihren Vorurteilen. Nachdem uns das aktuelle Album In The Black beinahe das Hirn weggeblasen hat war klar: Diese vier Kanadierinnen können weit mehr als nur dekorativ aussehen. Um mehr über die Mädels zu erfahren schickten wir ihnen einfach ein paar Fragen - Die Antworten von Frontfrau Morgan liessen nicht lange auf sich warten!

Otti:
Hallo Kittie, abgesehen davon, daß ihr eine rein weiblich besetzte Metalband seid, was glaubt ihr ist das besondere an eurer Musik?

Morgan:
Ich glaube wir haben jene besondere Begabung Musik zu kreieren mit einer guten Balance zwischen Licht und Dunkel, brutal und melodisch, welche nicht viele Bands erreichen. Ausserdem sind wir ziemlich zugänglich und erreichbar. Wir sind normale Menschen die etwas Glück mit ihrem Durchbruch als Band hatten, ich denke das macht uns auch zu etwas Besonderem.


"Kanadier sind sehr freundlich und ehrlich gesagt sehr freidenkend"

Otti:
Euer neues Album In The Black ist vor einem Monat auf dem deutschen Markt aufgeschlagen. Seid ihr zufrieden mit der bisherigen Resonanz? Und wie betrachtet ihr das Album mit ein wenig Distanz?

Morgan:
Bisher waren die Reaktionen alle sehr, sehr positiv. Wir haben haufenweise wirklich großartige Reviews bekommen, selbst von Quellen die bisher nicht so nett zu uns waren bezüglich unserer bisherigen Veröffentlichungen. Ich glaube In The Black ist nur der Startpunkt für etwas vollkommen anderes und großartiges für uns! Und wir sind mehr als zufrieden damit, wie es gekommen ist.

Otti:
Eine der beeindruckensten Sachen für jeden Chauvinisten da draussen (und für mich ebenfalls ;) ) ist die große Bandbreite bei Morgans Stimmen. Kannst Du uns kurz mal beschreiben, wie Du deine Stimmbänder in Form hältst?

Morgan:
Ganz ehrlich, ich hatte nie irgendeine Form von Gesangstraining um meine Fähigkeiten im Schreien zu verbessern. Was man hört kommt ganz natürlich von mir und ist das Resultat jahrelanger Übung und Experimente. Ich wärme mich nicht auf und ich vollführe auch keine Rituale vor der Show, um es mir leichter zu machen. Das sind einfach 100% Emotionen und Hass, hehe!

Otti:
Ihr habt angegeben, das Album sei vom klassischen Metal und Rock der 70er und 80er, sowie den "großen" Bands dieser Zeit, beeinflußt. Abgesehen davon, welche Emotionen, Personen oder Ereignisse haben die Entwicklung von In The Black beeinflusst?

Morgan:
Sowohl als Band als auch als Songschreiber reagieren wir immer auf vergangene Situationen und lernen aus unseren Fehlern. Wir hatten ständig Probleme in personellen und Label-Angelegenheiten, was allerdings das Feuer in uns - stärker und brutaler zu werden - nur weiter geschürt hat. In der Entstehungsphase von In The Black haben wir uns bewußt bemüht, Musik zu machen, welche im kompletten Gegensatz zu unserem vorherigen Album steht. Ich denke manche der Erfahrungen, die wir beim letzten Album gemacht haben, haben unsere Ideen bezüglich dessen geschärft was wir mit dem neuen Album erreichen wollten.

Otti:
Als ihr begonnen habt Musik zu machen, musstet ihr da mit irgendwelchen Vorurteilen in einer noch immer von Männern dominierten Subkultur kämpfen?

Morgan:
Auf jeden Fall! Und das passiert uns jeden Tag aufs neue... Es gibt immer jemanden mit einer weniger guten Meinung zu dem was wir machen. Das Einzige was wir da machen können ist, danach zu streben besser zu sein und auf dem Weg zu bleiben den wir für den Besten für uns halten.

Otti:
Metal wird immernoch oft mit Gewalt und agressivem Verhalten in Verbindung gebracht. Was macht dich wütend, und zu welchen Gelegenheiten glaubst Du, daß körperlicher Kampf eine eingebrachte Methode ist um Probleme zu lösen?

Morgan:
Ignoranz, Hilflosigkeit, unloyales Verhalten, Dummheit, Traurigkeit, Verzweiflung und Negaivität sind alles Dinge (nur um eine kleine Auswahl zu nennen), die mich wütend machen. Und obwohl es zahllose Sachen gibt die mich anpissen und stinkig machen, bin ich keine gewalttätige Person und würde niemals versuchen irgendein Problem mit Gewalt zu lösen. Das ist bin nicht ich, das ist nicht meine Art.

Otti:
Euer Bandname deutet an, daß ihr kleine, vierbeinige Katzenwesen mögt. Was ist in deinen Augen das ganz Besondere an diesen Haustieren?

Morgan:
Hahaha ja, ich kann definitiv sagen ich liebe die Gesellschaft meiner Haustiere. Ich habe einen Kater, und er ist großartig. Da liegt einfach etwas ganz besonderes in der bedingungslosen Liebe und Freundschaft die dir diese Tiere schenken. Sie sind unendlich unterhaltsam und nicht nachtragend. Zudem geben sie, im Gegensatz zu Hunden, nen Scheiß drauf. Ich glaube das ist es was ich am meisten an Katzen mag.

Otti:
Allgemein, was denkst Du über Tierversuche und Menschen die Gewalt gegen Tiere verüben?

Morgan:
Ich finde das krank und sehr traurig. Meiner Meinung nach sollten Menschen nur an Menschen solche Tests durchführen.

Otti:
Ich glaube die meisten Deutschen wissen nicht all zu viel über Kanada, einfach weil es bei uns bei weitem nicht so präsent in den Medien ist wie zum Beispiel die USA oder gar Mexico. Abgesehen von euch, was sind die vier schönsten Sachen die Du mir aus eurer Heimat vorstellen kannst?

Morgan:
Die Gebirge im Westen, die Rockies, sind eine der schönsten Dinge in Kanada. Es gibt so viel unberührte Wildnis in Kanada, wodurch es hier so rein und friedlich und wunderschön ist. Kanadier sind sehr freundlich und ehrlich gesagt sehr freidenkend im Gegensatz zu US-Amerikanern. Wir haben eine immense kulturelle Vielfalt hier in Kanada, Menschen aus allen Kulturellen und sozialen Schichten sind hier willkommen und geschätzt. Und wir haben Tim Horton´s Kaffee!

Otti:
Im Januar kommt ihr wieder auf Tour nach Europa um uns zu zeigen, wie man die Bühnen richtig rockt. Was waren die besten Erfahrungen, die ihr hier bei früheren Besuchen hattet?

Morgan:
Wir hatten immer eine großartige Zeit in Deutschland und auch in ganz Europa. Wir hatten so viel Spaß beim Essen, Trinken und den Begegnungen mit großartigen Menschen aller Art. Herumhängen in Amsterdam, Cappuccinos trinken in Paris... Als wir das letzte Mal in Deutschland waren, hatten Mastodon am gleichen tag wie wir einen "Day Off" in der gleichen Stadt wie wir und es machte einfach Laune mit denen zu Quatschen und zu saufen... Auf Tour wird es niemals langweilig!

Otti:
Da ich ein Mann bin, kann ich mir diese Frage nicht verkneifen: Welchen Typ Mann, oder auch Frau, mag jede von euch am meisten? ;)

Morgan:
Das ist ne lustige Frage! Ich schätze wir mögen alle respektable Männer. Rock'n'Roll-Typen mit Sinn für Humor, die gerne ausgehen. Hirn zu besitzen ist auch eine gute Eigenschaft!

Otti:
Generell sind Liebe und Hass wohl die beiden großen Gefühle welche die Menschheit leiten. Was bedeuten diese Worte für dich, und wie sind diese Gefühle miteinander verbunden?

Morgan:
Für mich ist Hass die treibende Kraft hinter dem was ich tue. Liebe ist Komfort und Wohlbehagen. Liebe ist Freude und Ruhe, aber Hass kann dich antreiben, kann dich dazu bringen härter vorzustoßen, stärker zu werden und gibt dir die Kraft, die Pessimisten zu widerlegen.


"Hirn zu besitzen ist auch eine gute Eigenschaft!"

Otti:
Aus persönlichem Interesse: Was war die dümmste Frage die euch ein Journalist bisher gestellt hat? Und wie habt ihr reagiert?

Morgan:
Hahaha, ich erinnere mich da war mal ein Typ, der fragte uns ob wir lustige Hüte tragen um uns von anderen Bands zu unterscheiden. Wir lachten und sagten, nicht wirklich!

Otti:
Und um mal zu nem Ende zu kommen, vervollständigt bitte folgenden Satz: "Wenn Du Kittie niemals live auf der Bühne erlebt hast, [....]"

Morgan:
Rechne damit, daß es dich umhaut!

Mehr Infos: www.kittierocks.com

Art des Interviews: Email
15.12.2009 by Otti

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