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Lacrimosa: Konzert vom 15.09. in Köln (mit Eisblume)

Warum Lacrimosa als Band einen besonderen Stellenwert in meinem Leben hat, will ich an dieser Stelle nicht wieder erläutern... Aufmerksame Nightshade-Leser wissen dies vielleicht, oder können es zumindest relativ schnell nachlesen. Kurzum hat aber mein Lebensweg nicht zuletzt dahin geführt, daß ich neben meiner schreiberischen Tätigkeiten nunmehr auch Mit-Vorsitzender und -Begründer des neuen Lacrimosa-Fanclub Lichtgestalten bin - Und somit reichlich Gründe habe, Konzerte der Band zu besuchen so oft es nur geht.
Tatsächlich war es aber bisher so, daß sich alle meine "Lacri-Live-Erlebnisse" auf Festivals beschränkten... Jedes Einzelne war aber ein Highlight für sich. Um so mehr freute mich dann natürlich, daß es dieses Jahr endlich wieder eine Tour geben sollte, auf der auch mehrere Deutschland-Gigs geplant waren. Wirklich in meine Nähe kam die Band zwar nur am 15. September nach Köln, aber dafür war der Zeitpunkt aus privaten und beruflichen Gründen ideal. So ließ ich mir diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen...

Blöd war allerdings, daß ich zu diesem Konzert in der Live Music Hall mal wieder alleine losziehen musste. Zum Einen liegt das wohl daran, daß in meinem aktuellen Freundeskreis recht wenige bekennende und/oder aktive Lacrimosa-Fans zu finden sind, zum Anderen ist es ja nunmal leider so, daß Konzerte unter der Woche oft mit den Arbeitszeiten mancher Leute kollidieren.
Da ich an solche Sachen aber gewöhnt bin und gelegentliche Solo-Ausflüge sogar Spaß machen, setzte ich mich zeitig ins Auto um noch vor Einlass in Köln anzukommen... Wohlgemerkt sehr früh, da ich am Wochenende zuvor auf der gleichen Strecke gleich zweimal in einen Stau geraten bin. An jenem Dienstag war der Verkehr jedoch überschaubar, so daß meine Ankunft gar eine Stunde vor Öffnung der Pforten stattfand. Vor der Live Music Hall tummelte sich auch schon eine kleine Meute von Fans, bei denen ich mich artig einreihte und mit den Umstehenden auch ein wenig auf Tuchfühlung ging. Ein wenig ärgerte mich doch der "Zwang" zur Autofahrerei, das eine oder andere Bierchen mit meinen Wartens-Genossen hätte die Stunde sicher angenehm verkürzt.

Insgesamt war das Warten aber sehr erträglich, und da ich sehr weit vorne in der doch mittlerweile sehr langen Schlange stand, kam ich wenigstens frühzeitig aufs Gelände, holte mir ohne Probleme meinen Fotopass ab und konnte das eintreffende Volk bei meinem einen Aufwärm-Kölsch genießen. A propos Kölsch, Gruß an dieser Stelle an den netten Mann hinter der Theke, der mir auf sehr sympathische Weise nahelegte doch lieber das "große" zu nehmen. Die kleine Bechervariante hatte irgendwie was von den Behältnissen, die Mann bei der Bundeswehr-Musterung füllen darf...
An sich hatte ich ja auch gehofft, an diesem Abend den einen oder anderen aus unserem Fanclub zu treffen und kennenzulernen, aber daraus wurde leider nichts. Entweder man hat sich nicht erkannt, oder es war niemand sonst da, letzteres würde mich allerdings wundern. Echt schade drum.

Eines meiner Hauptanliegen war natürlich, wie meist bei Konzerten, schöne Fotos mitzubringen. Aus diesem Grunde platzierte ich mich zeitnah am Eingang zum Pressegraben, um bei Eisblume mir einen guten Platz zum Ablichten zu ergattern. Als es dann losging war ich aber dann doch überrascht... Übers gesamte Konzert waren inklusive mir nur 4 offizielle Fotografen vor Ort, recht ungewöhnlich eigentlich. Aber um so besser, denn so hatte ich ausreichend Platz um mich im großzügigen Graben frei zu bewegen.

Eisblume

Als Support für die Konzerte im deutschsprachigen Raum hatten Lacrimosa die junge Combo Eisblume mitgenommen, was im Vorfeld bei den Fans für hitzige Diskussionen und manche Unmutsäußerung gesorgt hatte. Die Band um die süße Frontfrau Ria hatte ja im Frühjahr mit ihrem Erstling Unter dem Eis auf sich aufmerksam gemacht, nicht zuletzt auch wegen der darauf enthaltenen Coverversion vom Subway to Sally-Hit Eisblumen. Dieser Song wurde in diversen Radio-Stationen rauf und runter gespielt, wodurch das Quintett natürlich gleich dem "Scheiss-Kommerz"-Geschrei der Szenewächter ausgesetzt war.
Mir egal, ich mochte das Album schon im März, und freute mich darauf die Band mal live zu sehen. Tatsächlich war es dann auch so, daß Eisblume ausgesprochen gut beim Publikum ankamen, und mit ihrem leidenschaftlich hingelegten Gig wohl noch so manchen Skeptiker überzeugen konnten. Das Live-Repertoire bestand natürlich fast ausschliesslich aus Songs die vom dem genannten Erstling bekannt waren, so z.B. Ich bin aus Eis, Leben ist schön und natürlich der Hit Eisblume. Dazwischen gab sich Ria überzeugend und souverän, gab manchen lässige Kommentar von sich und stellte ihre multifunktionale Rockband vor, bei der man den Keyboarder auch schonmal als zweiten Gitarristen "missbrauchen" kann. Besonders amüsant war dann, als sie auch mal wie ein Schlagzeuger den Drumstick ins Publikum werfen wollte... Und dem am Kopf getroffenen Gast ein schüchternes "Tschuldigung" hinter her warf.
Mit der schmachtenden und gefühlvollen Ballade Louise verabschiedeten sich Eisblume dann nach einem kurzen, aber intensiven Auftritt von der Bühne. Und ich glaube, nicht nur mir hat die Band an diesem Abend großen Spaß gemacht.

Anzumerken wäre hier auch noch, daß ich zumindest ganz kurz das Vergnügen hatte, Eisblume in der Umbaupause "kennenzulernen". Zufällig stand ich nämlich neben einem Bekannten der Band, und wurde dann gleich überschwänglich mitbegrüßt... Zwar hab ich den Irrtum gleich aufgeklärt, aber die paar gewechselten Worte verstärkten nochmal den sympathischen Eindruck, den Ria und ihre Männer schon vorher hinterlassen hatten.

Lacrimosa

Dennoch waren natürlich Lacrimosa die Stars des Abends... Und es war schon etwas ganz besonderes, die ersten Songs aus der ersten Reihe, genauer gesagt dem Fotograben, mitzubekommen. Tilo, Anne und Co hautnah und live zu erleben ist ein Gänsehautgefühl schlechthin. Zwar war ärgerlicherweise gerade bei diesen ersten Stücken das Licht noch etwas schwach, was mir als Fotografen eher unangenehm auffiel, die Action und Leidenschaft der Protagonisten machte dieses Manko aber wieder wett. Wobei Tilo zunächst die Bühne gar nicht betrat. Stattdessen hatte man auf der Bühne einen großen Flachbildfernseher aufgebaut, auf den sein Antlitz übertragen wurde, während er hinter der Bühne trällerte.
Um so frenetischer wurde der Meister natürlich bei seinem realen Erscheinen gefeiert, und mit jedem Song stieg die Stimmung auch. So ging die musikalische Reise quer durch die Geschichte von Lacrimosa, es gab Klassiker wie Durch Nacht und Flut und Tränen der Sehnsucht, genauso wie Mandira Nabula oder Feuer vom aktuellen Album Sehnsucht. Gefeierte Höhepunkte waren natürlich die Überhits wie Brennender Komet, Alles Lüge und Copycat, und gerade Stolzes Herz lockte in mir süßliche Erinnerungen an einen Menschen aus meiner Vergangenheit hervor... Aber was erzähl ich, die meisten Lacrimosa-Songs berühren irgendeine Erinnerung, irgendein Gefühl welches mich mit dieser Musik verbindet. So war auch dieser Abend eine Achterbahn der Emotionen, ein sinnliches Erlebnis und auch eine Reise durch meine ganz persönliche "Geschichte"...

Mit lachendem und weinendem Auge nahm ich dann eben auch die Zugaben wahr, bevor ich mit Rückenschmerzen (hatte am vorherigen Wochenende mir irgendetwas verzogen) wieder Richtung Heimat reiste... Im Ohr noch nachhallend die Hymne unseres Fanclubs: Lichtgestalt. Danke an dieser Stelle an Eisblume, Lacrimosa und alle Beteiligten für einen unvergesslichen Konzertabend.

Websites:
www.lacrimosa.com
www.eisblume.de
Bildergalerien:
Eisblume
Lacrimosa 1
Lacrimosa 2

28.11.2009 by Otti

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