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Emscherkurve 77: Punk ist...

Ruhrgebiet/Niederrhein, deutscher Punkrock und Fußball? Das ist doch genau mein Ding! Okay, ich bin nun kein Fan von Rot Weiß Oberhausen, wie es die Jungs von Emscherkurve 77 sind, aber ansonsten passt das einfach. Gegründet hat die Band sich übrigens ursprünglich nicht zuletzt aufgrund eben jener gemeinsamen Liebe zum Club, aber dazu unten mehr. Ich jedenfalls war sofort angefixt und konnte nun Gitarrist Marcel für ein kleines, feines Interview gewinnen, welches ihr im Folgenden lesen könnt.

Otti:
Hey, erstmal Danke für die Zeit die ihr euch nehmt. Zunächst mal rein zur Klärung: Wie fing es eigentlich damals an mit Emscherkurve 77, was hat euch dazu bewogen gemeinsam den Punk zu rocken?

Marcel:
Die Band wurde 2000 als RWO-Nebenprojekt von Spiller und Leuten der Band Sondaschule gegründet. Ich bin seid 2005 am Start und bin da eher durch Zufall reingerutscht. Ich hatte eines Tages eine Mail vom Spiller im Postfach, ob ich nicht Lust hätte bei EK77 bei ein paar Shows auszuhelfen. Damals habe ich noch bei Tears Of Blood gespielt, das war mehr so ne` Hardcore Band. Da das zeitlich aber passte, habe ich zugesagt. Und was soll ich sagen? Ich bin immer noch dabei.


"Wir haben den ganzen Ballast der letzten CD über Bord geworfen"

Otti:
Eure neue Scheibe Dat soll Punkrock sein?! hat ja nun das Licht der Welt erblickt. Wie habt ihr denn diese Geburt gebührend gefeiert?

Marcel:
Eine Release Party o.ä. haben wir nicht gemacht. Natürlich sind wir alle froh, nach dieser intensiven Arbeit an dem Album das fertige Produkt nun endlich in der Hand zu halten. Ich denke das ist immer eine Erleichterung. Auch wenn ich innerlich schon wieder das Gefühl hab, dass wir neue Songs machen müssen. Dieses mal wollen wir so schnell wie möglich ein neues Release nachlegen. In welcher Form das sein wird, steht noch nicht fest. Wir freuen uns aber über die positiven Resonanzen, welche gerade reinkommen.

Otti:
Ohne jetzt schleimen zu wollen, ich find die Scheibe geil, ehrlich und eben so wie Punk sein sollte. Wie betrachtet ihr das neue Material denn jetzt im Nachhinein?

Marcel:
Danke!!! Uns war es wichtig, den EK77 Sound deutlich moderner zu gestalten, ohne dabei aber die Wurzeln zu verlassen. Und das ist uns auch gut gelungen. Wir haben den ganzen Ballast der letzten CD über Bord geworfen wie z.b. Off Beat Gitarren, unnötige Coverversionen oder Bläser. Wir haben ganz großen Wert auf gute Melodien gelegt und die Songs sollten direkt auf den Punkt kommen. Zudem waren wir auch in einem besseren Studio und haben auch verschiedene Sounds ausprobiert wie z.b. bei den Gitarren. Von daher ballert die Scheibe auch ordentlich.

Otti:
Gab es irgendwelche skurrilen Ereignisse, die euch während der Aufnahmen zum Lachen oder zum Stöhnen gebracht haben?

Marcel:
Im Studio arbeiten wir wirklich sehr hart und konzentriert. Da werden sicher einige enttäuscht sein, das bei uns nicht morgens vor den Aufnahmen die ersten Biere aufgemacht werden. Wenn du von morgens um 10, bis abends um 22 Uhr Musik machst, vergeht die Zeit sehr schnell und du fällst direkt ins Bett. Zum Weinen gab es gar keinen Anlass. Und dass die Stimmung im Studio sehr gut war, hört man an Songs wie Zyklopen oder Der Mann für Untenrum, welche spontan im Studio entstanden sind. Es war für uns auch eine Befreiung, so arbeiten zu können wie wir wollen, das war mit unserem alten Sänger leider nicht möglich.

Otti:
Sehr schick finde ich auch den Song Wir ham den Punk verstanden... Mal ganz blöd gefragt: Was ist denn nun eigentlich genau Punk für euch?

Marcel:
Punk heißt für uns, das zu machen was wir wollen. Auch wenn wir nicht die typischen Iros haben und nicht den ganzen Tag auf`m Marktplatz zum Saufen abhängen. Das hat für mich nichts mit Punk zu tun. Die ganzen Punks die immer "Deutschland Verrecke" rufen, sollen mal eine Woche in ein Kriegsgebiet fahren oder in ein Land wo Hunger und Armut herrscht. Mal sehen, ob sie das danach immer noch machen. Klar, es gibt sicher auch einiges, was bei uns nicht so Rund läuft, aber wenn man sich auf der Welt so umschaut, auch in Europa, geht es uns doch immer noch sehr gut wie ich finde.

Otti:
Nach dem legendären Die Macht vom Niederrhein habt ihr nun mit Rot Weiß Oberhausen eine neue Hymne auf den gleichnamigen Club nachgelegt. Die Liebe zu einem Verein ist meist schwer zu erklären, aber vielleicht könnt ihr es ja trotzdem versuchen?

Marcel:
Die Emscherkurve hat sich ja quasi für den RWO gegründet und es ist einfach ein Verein, der vor der Türe liegt und der bei uns hier einfach eine große Tradition hat. Und 10 Jahre nach der Macht Vom Niederrhein war es einfach mal wieder an der Zeit, eine neue Hymne für den RWO zu schreiben.

Otti:
Und sicher habt ihr den Song auch schon dem Club vorgestellt, oder? Wie waren denn da die Reaktionen?

Marcel:
Klar. Der Song läuft bereits im Stadion und kommt super bei den Leuten an. Es war auch schon ein Kamera Team vom RWO bei uns im Proberaum, die den Song gefilmt haben. Ich denke, der Song gefällt auch den Leuten, die zu Hause nicht unbedingt Punk Musik hören.

Otti:
Eure Verbundenheit zum Ruhrgebiet und zum Niederrhein ist ja unüberhörbar. Was ist denn für euch das Besondere an dieser unseren Heimat?

Marcel:
Du sagst es schon: Es ist unsere Heimat. Wir sind alle hier aufgewachsen oder haben den größten Teil unseres Lebens hier verbracht. Der Song A40 bringt es eigentlich am besten auf den Punkt. Hier ist es wunderschön, zugleich auch hässlich, aber wir lieben es. Ich bin immer gerne unterwegs, fahre in andere Städte oder Länder. Aber ich freue mich immer tierisch, wenn ich wieder nach Hause komme. Wir fühlen uns schlicht und einfach wohl hier. Mir ist es auch wichtig zu sagen, das EK77 schon immer Songs über das Ruhrgebiet gemacht haben und nicht auf den Zug aufspringen, wie es ja zur Zeit leider auch Mode geworden ist. Jeder macht plötzlich nen Song über das Ruhrgebiet.

Otti:
Auf eurer Facebook-Seite habe ich was von Reinhard Mey und dessen Sohn gelesen, der wohl offenkundig eure Musik mag. Was war denn da los? Und wäre es nicht mal eine Idee, Reinhard nach einer Split-EP oder ähnlichem zu fragen?

Marcel:
Wir haben die Söhne und die Managerin von Reinhard auf einer Show in Cottbus kennengelernt, als wir dort mit den Kassieren auf Tour waren und so hat sich eine Freundschaft daraus entwickelt. Der jüngste Sohn von Reinhard liegt leider seit 2 Jahren im Wachkoma. Und da ihm im Krankenhaus nach wie vor unsere Musik, wie auch die der Kassierer vorgespielt wird, war Reinhard sehr daran interessiert Wölfi und Spiller mal kennenzulernen. Über eine Split wurde da aber nicht geredet.

Otti:
Aktuell seid ihr immer mal auf Konzerten unterwegs, so stehen z.B. noch Gigs mit Die Kassierer und Betontod an. Was ist denn sonst noch so von eurer Seite geplant in den nächsten Wochen und Monaten?

Marcel:
Genau. Dann gibt es noch eine Unplugged Show zu Silvester in der Punkeria in Duisburg. Es trudeln so nach und nach die ersten Gigs für 2012 rein, wie zb für das Son of a Bastard Festival in Oberhausen. Wir wollen natürlich wieder so viel wie möglich Live spielen und hoffen natürlich auf eine Tour die eventuell im Herbst 2012 über die Bühne geht.

Otti:
Mal eine ganz sinnfreie Frage: Wer ist in euren Augen der größere Punkrocker, Dschingis Khan oder John Travolta? Und wieso?

Marcel:
Weder noch. Louis De Funes ist der größte Punkrocker. Warum? Sieh dir einfach seine Filme an und du weißt Bescheid. Rock `n` Roll auf Zelluloid sage ich da nur.

Otti:
Jedes Interview braucht auch ein passendes Ende. Was sollte denn eurer Meinung nach hier als letztes stehen?

Marcel:
Danke für das Interview und dein Interesse an EK77. Checkt einfach die neue CD an und besucht uns auf einem Konzert oder online auf www.facebook.com/emscherkurve77

www.facebook.com/emscherkurve77

17.11.2011 by Otti

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29.11.2011Emscherkurve 77: Dat soll Punkrock sein?!(Rezension: Musik)

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