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Medal of Honor: Multiplayer-Freuden

Vor ein paar Tagen stellten wir euch den Einzelspieler-Modus vom neuen Medal Of Honor vor - Das Fazit lautete in etwa: Ist schon cool, aber ohne Online-Verbindung und Mehrspieler-Option halt etwas zu knapp. In den letzten Tagen haben wir nun die zusätzlichen Optionen getestet, die sich euch bieten, wenn ihr das Game ans Internet bringt - Und siehe da: Gleich macht Medal Of Honor nochmal soviel Spass. Was wir bei unserem Test erlebten, wollen wir euch nun schildern.

Als Erklärung vorne weg: Der Otti hatte sich halt vor ein paar Monaten eine XBox 360 zugelegt, nachdem ein Spielepublisher einfach mal die entsprechende Test-Version eines Spiels für die Konsole statt der PC-Variante rumgeschickt hatte. Man gönnt sich ja sonst nichts, so wird man halt über Nacht auch zum Konsolen-Spieltester. Mit Sicherheit bereue ich dieses Schritt nicht, zum einen macht das Daddeln ja höllisch Spaß, zum anderen wird so die Nightshade-Pressearbeit um weitere spannende und abwechslungsreiche Optionen erweitert. Allerdings gab es da ein Problem: Ich hab noch die alte XBox ohne W-LAN erstanden, aus praktischen Gründen sind hier allerdings Internet-Router und Konsolen-Testzone in weit auseinander zwei komplett unterschiedlichen Räumen aufgestellt, wodurch sich das Testen von Online-Parts auf der Microsoft-Konsole bisher umständlich gestaltete.

Bei den bisherigen Titel war das ja auch nicht zwingend notwendig - Anders eben bei Medal Of Honor. Einen solchen Shooter nicht auch in Mehrspieler-Massenschlachten zu testen ist gelinde gesagt doof. Die Lösung bestand in einem endlos langen LAN-Kabel, welches hier nun als Stolperfalle quer durch die Räume liegt und dafür sorgt, dass ich ab sofort auch mit der Xbox weltweit vernetzt bin - Juhu! Aber was schwafel ich euch hier zu, kommen wir zu dem wichtigen Dingen.

Tier 1 Modus

Stolz wurde ja von EA der sogenannte Tier 1-Modus angekündigt - Der aber dann eben nur bei bestehender Online-Verbindung gespielt werden kann. Warum das so sein muss ist mir immernoch schleierhaft, das einzige was da Online passiert, ist dass man sich mit den Bestzeiten anderer Spieler vergleichen kann.
Inhaltlich bietet der Modus im Grunde eine verschärfte Version der Fusstruppen-Missionen aus dem Hauptspiel. Statt sich gemütlich durch die Level zu ballern heisst es hier wirklich taktisch vorzugehen: Munition ist echte Mangelware, die Gegner härter und man spielt gegen die Uhr. Wenn man eine Mission dann unter der vorgegebenen Zeit schafft bekommt man eine tolle Auszeichnung... Das wars eigentlich auch schon.

Im Grunde habe ich mir hier wirklich mehr erwartet. Identische Missionen wie schon in der Kampagne zu spielen ist irgendwie fad, auch wenn der sehr hohe Schwierigkeitsgrad natürlich schon einen Reiz für Extrem-Gamer darstellt. Nennen wir das Ganze mal einen netten Bonus.

Multiplayer

Viel wichtiger ist aber eben die Frage, ob Medal Of Honor im Multiplayer ordentlich rockt. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis ich das System der Konsole aktualisiert und mich bei XBox Live angemeldet hatte, aber danach flutschte alles ohne Probleme. Erster Schritt: Einfach mal ein schnelles Spiel starten und hinein ins Getümmel. Das Ergebnis: Ich befinde mich im Spielmodus Kampfeinsatz, weiß erstmal gar nicht was ich tun soll und diene den Gegenspielern fröhlich als Kanonenfutter.
Ich fluche, finde die Welt scheisse und will den Entwicklern ihr Spiel am liebsten rektal einführen - Doch dann fällt da ein Gegner um - Headshot! Punkte und Auszeichnungen flimmern über den Bildschirm und ich fühl mich plötzlich wie die Reinkarnation von John Rambo. Dumm nur dass die anderen wohl alle mehr Erfahrung haben, also dauert es ein wenig bis ich mir zumindest ansatzweise gute Statistiken vorweisen kann - Doch der Killerinstinkt ist geweckt und ich will mehr!

Nach den ersten Stunden Online-Gemetzel war mir dann auch klar, dass ich mich vielleicht doch etwas mehr mit den Spielmodi und Charakterklassen beschäftigen sollte. Und genau diese will ich euch nun kurz vorstellen:

Spielmodi

1. Kampfeinsatz: Im Grunde der "komplizierteste" aber auch taktischste Modus. Die OPFOR (also die arabischen Terroristen) haben pro Karte fünf Stellungen besetzt, die sie mit allen Mitteln gegen die anrückenden Koalitionstruppen verteidigen. Mal müssen letztere einen abgestürzten Heli sichern, dann wieder ein Gebäude in die Luftsprengen oder eine Panzerstellung stürmen. Die fünf Einsatzziele bauen dabei aufeinander auf und gehen auf den Karten-Teilabschnitten fliessend ineinander über, das heisst wenn die Koalition ein Ziel erreicht hat, wird vorgerückt zum nächsten. Schafft sie dabei, alle Ziele einer Karte zu erreichen, hat die Koalition die Runde gewonnen, doch dabei gilt es möglichst selten abzukratzen. Es gibt eine "Team-Gesundheit", also eine bestimmte Anzahl an Respawns - wenn diese im Laufe der Karte erschöpft wird gewinnen die OPFOR.
Für Einsteiger ist dieser Modus anfangs mit Sicherheit der schwierigste, einfach weil man erstmal erkennen muss, wie genau sich das jeweilige Ziel gestaltet, und man zunächst erstmal blind und ohne Taktik kämpft. Hat man aber einmal Übersicht über das, was von einem verlangt wird, und die Karten(abschnitte) verinnerlicht, ergeben sich hier viele Spielweisen und Optionen, die das ganze äußerst reizvoll machen.

2. Team-Sturmlauf: Der klassische Deathmatch-Modus - Killen, was das Zeug hält. Hier wird geballert und gemetzelt, bis eine Seite eine bestimmte Punktzahl erreicht hat (dazu später mehr) und gewinnt. Individuelle Skills stehen hier ewas stärker im Vordergrund, trotzdem ist eine gute Kooperation mit den eigenen Teammitgliedern natürlich oft der Schlüssel zum Erfolg.

3. Ziel-Raid: Die OPFOR-Terroristen versuchen zwei Ziele auf der Karte in die Luft zu sprengen, die Koalitionstruppen müssen das verhindern - Counterstrike lässt grüßen. Die OPFOR haben für ihre Terroraktionen dabei nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung, scheitern sie am Widerstand ihrer Gegner, haben sie verloren.

4. Sektorenkontrolle: Das ist im Grunde eine "Capture The Flag"-Variante. Auf jeder Karte gibt es drei Sektoren die durch Flaggen gekennzeichnet sind und die man erobern muss, indem man eine gewisse Zeit in der Nähe der Flagge überlebt und diese dadurch hisst. Anfangs sind alle Sektoren "neutral", hat man einen erobert können die Gegner diesen aber auf die eben beschriebene Art und Weise auch zurückgewinnen. Jeder gehaltene Sektor lässt nach und nach ein Punktekonto anwachsen, je mehr Sektoren ein Team beherrscht, desto schneller steigen auch die eigenen Punkte. Die Seite, die als erstes einen gewissen Punktestand erreicht gewinnt.

Wirklich neu und innovativ sind diese Modi natürlich nicht, lediglich Kampfeinsatz fällt etwas aus dem Rahmen und ist zumindest mir in dieser Form vorher noch nicht begegnet. Man muss aber auch das Rad nicht immer grundlegend neu erfinden, um für Spielspaß zu sorgen. Neue Karten und Modi hat EA zudem bereits nachgeliefert - Langweilig wird es hier also mit Sicherheit nicht.

Charakterklassen

Drei verschiedene Klassen stehen bei Medal Of Honor zur Verfügung: Schütze, Schrfschütze und Special Ops. Sie unterscheiden sich in der benutzten Ausrüstung. Schützen ballern halt mit AKs und MGs durch die Gegend, die Spezialisten führen neben ihrer Primärwaffe (Automatikgewehr oder Pumpgun) noch einen Raketenwerfer ins Feld. Und die Scharfschützen nerven mit Sniper-Gewehren herum und können einen Raketen- bzw Mörserangriff anfordern. Die OPFOR und die Koalition benutzen hier natürlich unterschiedliche Waffen, die zwar bei gleicher Charakterklasse auch ungefähr gleich stark sind, sich jedoch in Details wie Feuerrate oder Schaden unterscheiden.

Punkte und Stufen

Wie schon mehrfach angedeutet, gilt es im Mehrspieler von Medal Of Honor auch Punkte zu sammeln. Diese bekommt man selbstverständlich durch Kills, aber auch durch besondere Aktionen wie Kopfschüsse, Rettungskills, Kill-Assists oder das erobern von Sektoren usw. Beim Team-Sturmlauf entscheiden die gesammelten Punkte über Sieg und Niederlage des eigenen Teams, ansonsten sind sie aber vor allem dazu gut, Stufen aufzusteigen.
Jede Klasse kann nämlich bis zu 15 Level erreichen, wobei die benötigten Punkte von Stufe zu Stufe mehr werden. Auf einem neuen Level wird neue Ausrüstung freigeschaltet, so zum Beispiel Spezialmunition, Laser-Visiere oder gar neue, bessere Waffen. Hierbei ist es egal, auf welcher Seite man die Punkte sammelt - Wenn man mit seinem OPFOR-Schützen ein Stufe aufsteigt und Punkte dazu gewonnen hat, gilt der Zugewinn auch für den Koalitions-Gegenpart. Die drei Klassen an sich muss man allerdings gesondert hochleveln.

Weiteres Wissenswertes

Wichtig zu erwähnen sei noch, dass man abwechselnd OPFOR und Koalition spielt - Wer also in der einen Runde als Terrorist fungiert hat, vertritt in der nächsten die US Army. Ferner gibt es natürlich auch die mittlerweile üblichen Dinge wie ein Social Network, bei dem man sich mit anderen anfreunden kann (und dann auch gezielt gegen diese spielen), oder dass man mit Awards belohnt wird, die man sich durch besondere Aktionen im Einzel- oder Mehrspieler bekommt. Bestimmte Auszeichnungen (sogenannte "Schleifen") kann man sogar immer wieder erlangen - Diese geben dann auch Boni aufs Punktekonto. Das sind natürlich zusätzliche Anreize, sich länger mit Medal Of Honor zu befassen, mittlerweile gehören diese Dinge aber zu nahezu jedem guten Mehrspielertitel und müssen wohl nicht weiter erläutert werden.

Kritikpunkte

Wo gehobelt wird fallen Späne - Und es ist nicht alles Gold was glänzt. Neben dummen Phrasen habe ich aber natürlich auch ein paar ernsthafte Kritikpunkte an Medal Of Honor aufzuzeigen:
1. Sehr unausgewogen ist irgendwie das Matchmaking - Anders kann ichs mir nicht erklären, dass ich Noob gestern die halbe Nacht dem Erstplatzierten der weltweiten Bestenliste gegenüber stand und von diesem regelmässig umgenietet wurde. Zwar misst das Spiel im Laufe der Zeit immer wieder auf nicht ganz nachvollziehbare Art und Weise den Skill des Spielers und korrigiert einen solchen Wert mal nach oben, mal nach unten - Ausgewogen waren die Partien bisher deswegen aber noch lange nicht.
2. Ein seltsames Phänomen: Ich schiesse auf einen (entfernten) Gegner, und mitten in der Salve zückt mein Charakter das Messer und fuchtelt damit in der Gegend rum. Würde mein Gegenspieler auf mich zugerannt kommen würde ich das ja noch verstehen, aber so bin ich ziemlich häufig an diesem Fehler(?) gestorben, was doch auf Dauer etwas den Spass am Spiel nimmt.
3. Nennt es Jammern, mangelnden Skill oder wie auch immer, ich nenne es mangelnde Spielbalance - Die Scharfschützen sind einfach zu stark auf den meisten Karten. Punkt.
4. Halbwegs abgeschottete Startgebiete wären doch ganz nett. Es kommt einfach viel zu oft vor, dass man respawned nur um dann gleich wieder ins Gras zu beissen, weil irgendein Sniper des Gegners grad vor sich hin campt und einen gleich wieder umnietet oder gar einen Raketenangriff auf die Startzone hageln lässt.
5. Die Menüführung ist etwas umständlich. Will man in einen anderen Spielmodus oder auf einen anderen Server, muss man sich immer erst nahezu komplett abmelden, um dann erneut lange Ladezeiten in Kauf zu nehmen um ins nächste Spiel zu kommen.

Fazit

Insgesamt überwiegen im Multiplayer von Medal Of Honor aber deutlich die positiven Aspekte und der Spielspaß. Die Entwickler haben sich hier große Mühe gegeben genug Abwechslung zu bieten, ohne das ganze gleich zu überladen - und mit bereits erschienen und kommenden DLC wird das ganze natürlich noch erweitert, wenn man denn will.
Ich jedenfalls werde nachher wieder in die Schlacht schreiten um meinen Special Ops noch ein weiteres Level hochzukämpfen. Und um an meiner Sterblichkeitsrate zu schrauben, denn obwohl ich mittlerweile eine durchaus brauchbare Trefferquote vorweisen kann bin ich dummerweise auch meist derjenige aus meinem Team, der am häufigsten ins Gras beisst. Das muss sich ändern! ;)

Tops Flops
+ Leichter Einstieg
+ Es gibt definitiv genügend Mitspieler
+ Viele kleine Erfolgserlebnisse erhöhen die Motivation
+ Karten und Modi sehr ausgewogen
- Unausgewogenes Matchmaking
- Scharfschützen oft übermächtig
- Umständliche Menüführung

Daten

Genre:Military Egoshooter
USK:18 Jahre
Plattformen:PC, PS3, XBox 360 (getestete Version)
Entwickler:Danger Close (Einzelspieler) und Dice (Mehrspieler)
Vertrieb:Electronic Arts
Mehrspieler:Komplexer Online-Modus (2-24 Spieler)
Screenshots:Von EA
Veröffentlichung:14. Oktober 2010

Websites:

Medal of Honor Website
Electronic Arts

08.11.2010 by Otti

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