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Omnia: Liebe und Leidenschaft

Musik kann vieles sein: Kunst, Leidenschaft, Unterhaltung oder Ausdruck mystischen Empfindens. Bei Omnia vereinen sich all diese Eigenschaften zu einem großen Ganzen, grenzenlos und frei. Mit ihrem jüngsten Werk Wolf Love haben sie ein neuerliches Meisterwerk erschaffen, welches umfangreich zu begeistern weiß. Mit der bezaubernden Jenny sprachen wir über das neue Album, das Leben und die Welt im Ganzen.

Otti:
Hey Omnia, danke für ein weiteres wundervolles Album: Ich habe mir Wolf Love nun stundenlang angehört und konnte von den schönen Songs nicht genug bekommen. Ihr seid sicher stolz auf das neue Release, oder?

Jenny:
Vielen Dank für deine Komplimente! Wir sind sehr stolz auf unser neues Baby.


"Sex ist die wichtigste Sache der Welt"
Otti:
Wolf Love ist mehr als ein Album, ihr habt hier eine CD mit neuen Songs und eine DVD in einem Multimedia-Paket vereint. Was war die Idee dahinter?

Jenny:
Wir haben im letzten Jahr professionelle Ton- und Video-Aufnahmen von der 'Pagan Night' auf dem Castlefest (Lisse, NL) gemacht, und wir dachten uns, wir müssen diese großartigen Videos für mehr verwenden als nur YouTube. Da zudem die Filmfirma D´iMages gute Freunde von uns sind und solche Sachen lieben, entschieden wir uns dazu ein paar Aufnahmen im Studio zu machen und das alles zusammen auf eine Extra-DVD zu packen die wir dann mit der CD zusammen rausgeben. Omnia ist besonders eine "Liveband", was bedeutet, dass man nicht 100% des Omnia-Erlebnisses bekommt wenn man nur der CD lauscht. Besonders für Leute die es nicht zu unseren Konzerten schaffen dachten wir es wäre großartig, wenn sie uns dennoch quasi in Persona "treffen" können.

Otti:
Das Album ist voller interessanter und experimenteller Songs die wir hier diskutieren können, jeder Track hat seinen eigenen feinen Geschmack. Was sind in deinen Augen die beeindruckendsten auf Wolf Love und wieso?

Jenny:
Ich persönlich liebe jeden einzelnen Track; Steve und ich haben sie alle komponiert, also ist die Frage welcher mein Favorit sei ein wenig wie die Frage danach, welches deiner Kinder Du am meisten liebst, haha. Und dennoch, ich glaube Shamaniac und Moon habe ich mir am häufigsten angehört, weil sie meditativ und vielschichtig sind, mit "intuitivem" (improvisiertem) Gesang. Das war neu für mich und wenn ich nun meine Stimme hör denke ich "Wow! Ich kann sowas?", das ist großartig. Ich liebe ausserdem Dance Until We Die und ich muss sagen ich hasste Hip Hop, bevor ich lernte wie man ihn richtig verinnerlicht.

Otti:
Love In The Forest zu lauschen ist mehr als nur spaßig. Aber Sex, besonders in einer solch offenen Art und Weise, ist oft noch immer ein Tabu in unserer modernen Gesellschaft. Was bedeutet Sexualität für dich und wie gehst Du mit dem Thema um wenn Du dich mit Freunden oder fremden unterhältst?

Jenny:
Wir leben in der heuchlerischsten Gesellschaft, die es je gab. Es ist definitiv ein Tabu für die meisten Leute, wenn sich etwas um Sex dreht, Kinder dürfen keine Brüste im Film oder im Fernsehen sehen, aber es ist ok wenn es da Gewalt gibt und viel Blut fließt (betrachte mal den Unterschied in der Bewertung).
Alle großen Religionen basieren auf Sex; Wenn es nicht positiv betrachtet wird, dann negeativ, aber es läuft imemr darauf hinaus (Zölibat? Auch das dreht sich um Sex). Wenn die Menschen aufhören würden bei diesem Thema so verbohrt oder verschämt zu reagieren, wären viele wohl glücklicher und netter, es gäbe weniger Missbrauch und Vergewaltigungen an Mädchen und Frauen, und möglicherweise wären die wirklich seltsamen und unnatürlichen Porno-Varianten nicht mehr so interessant. So lang wie etwas akzeptiert wird, wird es weniger zu einer ernsten Angelegenheit. Ich könnte das jetzt ewig ausweiten, aber es soll reichen wenn ich sage: Sex ist die wichtigste Sache der Welt, und wenn man das akzeptiert und damit arbeitet kann man auch der Natur wieder näher kommen. Welchen besseren Ort soll es denn geben um das Leben um das Leben durch Liebe zu feiern, als einen Wald?

Otti:
Ich hab da was von irgendwelchem "Management-Stress" gelesen de ihr in der Vergangenheit hattet - Darf ich dich fragen, mit welchen Problemen ihr euch da rumplagen musstet und was daraus geworden ist?

Jenny:
Das ist eine lange Geschichte und wir haben schon oft drüber geschrieben und gesprochen, auf unserer Newsseite, in unserem Fan-Newsletter "The Raven Times" etc. In Kürze: Die Manager waren Scheisse, wir sagten ihnen "verpisst euch", mussten ihnen viel Geld geben aber wir überlebten (nicht zuletzt wegen unserer unglaublich hilfsbereiten Fanbase!) und jetzt sind wir wieder frei!

Otti:
Ihr benutzt eine Menge exotischer Instrumente in eurer Musik. Wie schwierig ist es diese Vielfalt an sounds zu erlernen und zu kombinieren, und wie entscheidet ihr zum Beispiel welche Flöte für welchen Song die beste ist?

Jenny:
Oft ist es genau umgekehrt: Die Musik entspringt einem bestimmten Instrument. Aber wenn ich zum Beispiel etwas spielen will, das "Celtic cheesy" klingen soll, würde ich die Harfe nehmen, während ich wiederum bei etwas das "Dancy Frenchy" klingen soll die Drehleier bevorzugen würde. Songs mit mehreren Tonarten oder vielen tiefen Bassklängen spielt man auf dem Piano. Und was die Flöten angeht, naja wir haben schon ewig keine Flötensongs mehr geschrieben, aber wenn dann kommt es speziell aus dieser Flöte und du hältst dich daran, und du wechselst sie nur wenn Du wegen anderer Instrumente in einer anderen Tonart spielen willst.

Otti:
Das erste Mal das sich euch live gesehen habe war letztes Jahr auf dem amphi Festival, und es war unglaublich. Zudem war es meine erste Begegnung mit Dance Until We Die. Die meisten Gothics mögen keinen Hip Hop, aber euer Song wurde einfach nur abgefeiert. Ist es euer Plan, solche geistigen Grenzen nieder zu ringen?

Jenny:
Gute Frage! Ja, vielleicht nicht hauptsächlich, aber wir lieben es Vorurteile und geistige Grenzen einzureißen, und da wir gerne alles tun was wir mögen, zeigen wir den Leuten dass es vollkommen egal ist welchen Stil etwas hat, so lange es in den Song reinpasst und sich (für uns) gut anhört. Wir haben selbst einen vielseitigen Musikgeschmack und hören begeistert an einem Tag Grieg, am nächsten Eminem und am dritten Tag dann Tuvianische Schamanen-Klänge.

Otti:
Und da ihr selbst in keine Klischees passt, was denkst Du über die Gothicszene wie sie heutzutage existiert?

Jenny:
Da wir in Holland leben sehen wir nicht viele Gothics und wissen auch nicht viel über die Szene, hier ist sie einfach sehr klein. In Deutschland gibt es da eine große szene, aber ich verstehe wirklich nicht wie die funktioniert; Da gibt es soviele Untergattungen so dass man nur noch schwer jemanden als Gothic bezeichnen kann. Für mich steht Gothic noch immer für eine Variante der Harfe, eine bestimmte Form der Novelle und einen Architekturstil, die ich alle sehr mag!

Otti:
In einem Interview, das ich vor ein paar Jahren mit Faun geführt habe, haben sie mir von der mystischenund tiefen Freundschaft zwischen ihnen und euch erzählt. Gibt es diese Verbindung noch immer? Und wie wichtig ist es für euch mit anderen Musikern und Künstlergruppen zu interagieren und zusammenzuarbeiten?

Jenny:
Eine der tollsten Sachen an unserem Leben als reisende Musiker ist, dass wir ständig neue tolle Menschen aus der ganzen Welt treffen. In den letzten Jahren haben wir einige starke Freundschaften mit anderen aufgebaut, die Leute von Irfan (Bulgarien) und Valravn (Dänemark), und sich auf Festivals wie dem Castle Fest oder dem Festival Mediaval wiederzusehen ist eines unserer Highlights jedes Jahr. Als echter Musiker willst Du Musik machen weil Du es liebst. und Leute zu finden die da genauso darüber denken und selbst unbeschreiblich virtuose Künstler sind lässt dein herz vor Freude höher schlagen. Deswegen lieben wir es miteinander auf die Bühne zu springen, eine schöne Tradition die wir immer noch mit Faun teilen, und jetzt eben auch mit Irfan und Valravn. Wir erfreuen uns total unserer Gesellschaft und unserer Musik!

Otti:
Die diesjährige Sommersaison mit Festivals und Mittelaltermärkten ist vorbei. Hattet ihr auf euren bisherigen Konzerten 2010 lustige oder interessante Erlebnisse, die Du uns einfach erzählen musst?

Jenny:
Jedes Konzert hat etwas lustiges, etwas großartiges, etwas unglaubliches. Ich glaube für mich war, neben den üblichen tollen Sachen auf den großen Festivals, der Auftritt in der Normandie (Frankreich) besonders. Dort hatten wir nie zuvor gespielt, aber hier gab es eine große Menge an Larpern, Fantasyfans, Paganmenschen und generell coolen verrückten Leuten die sich versammelten um unser Konzert zu sehen, schrien, und sangen und herumtanzten, die selbst unsere (englischen) Texte vom neuen Album kannten! das war so ein Kick, ich hoffe wirklich dass wir öfter nach Frankreich kommen, das Publikum da ist ein Traum...


"Als echter Musiker willst Du Musik machen weil Du es liebst."

Otti:
Die nächsten Monate werden von eurer großen "World Of Omnia" Tour dominiert, aber bisher sehe ich nur Termine in eurem Heimatland. War das eine bewusste Entscheidung oder ist es möglich dass noch ein paar Tourdaten in anderen Ländern und an anderen Orten hinzu kommen? Zum Beispiel in meinem Wohnzimmer?

Jenny:
Die World Of Omnia Tour ist eine reine Theater-Tour (daher heist sie "World Of Omnia Theater Tour"). Diese Tour wurde von einer speziellen Theateragentur gebucht, die nur in Holland mit niederländischen Theatern zusammenarbeitet. Unsere Theatershow unterscheidet sich sehr von einem Festival oder einer Clubshow: Leute sitzen in bequemen Stühlen, sie sind still, wir spielen zwei Sets mit einer Pause in der Mitte und mehr Stücke zum "Zuhören" als bei einem lauten Festival spielen können.
Aber genau deswegen kommen Leute aus Frankreich, Belgien und Deutschlans (manchmal sogar England oder den USA) um eine solche Show zu sehen. Wir fänden es toll eine Theatertour durch Deutschland zu machen, aber wir haben bisher keine Connections für sowas. Das ist eine sehr geschlossene Welt, in der man eine zugkräftige Theateragentur braucht die einen in ihr Portfolio nimmt und an die Theater verkauft. ABER wir planen eine Clubtour in Deutschland für 2011 und wenn wir genaueres wissen werden wir darüber auf unserer Website und im Newsletter The Raven Times schreiben.

Otti:
Da ihr euch selbst als Pagan bezeichnet und die Natur und ihre Mysterien feiert... Was denkst Du von Theorien darüber, dass Tornados, Erdbeben und ähnliches Zeug eine Rache von Mutter Erde, von Gaia sind?

Jenny:
Ich weiß nicht viel über diesen Theorien, aber Menschen dürfen denken was sie wollen. Wenn das beutet dass sie sich mehr um ihren Heimatplaneten kümmen, dann sollten sie diese Gedanken auf jeden Fall weiter denken. Weißt Du, es ist egal was die meisten Leute glauben; Wir sind wirklich nicht besonders wichtig im globalen Sinne. Natur passiert einfach, und wenn wir Mist bauen passieren da halt mehr Naturereignisse als sonst und du bekommst Tsunamis, schmelzende Eiskappen und einen steigenden Meeresspiegel. Wenn das bedeuten sollte, dass die menschliche Rasse ausstirbt oder sich auf ein Minimum reduziert, dann kann ich mich nur freuen und hoffen, dass Gaia wieder gesund, unbeschadet und schön wird.

Otti:
Wenn Du die Möglichkeit hättest entweder mit dem legendären Hermann oder mit König Arthur etwas Met und Bier zu trinken - Wen würdest Du wählen und wieso?

Jenny:
Nichts davon-Ich würde eher einen Joint mit Lewis Carroll rauchen :o)

Otti:
Alles wird irgendwann mal ein Ende haben... Oder was meinst Du?

Jenny:
Natürlich!

www.worldofomnia.com

Art des Interviews: Email
06.10.2010 by Otti

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20.12.2011Nucleus Torn: Golden Age(Rezension: Musik)
19.03.2006Faun(Interview: Musik)
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